Person

Elisabeth Amalia von Hessen-Darmstadt

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Geburt

  1. 20.03.1635

Tod

  1. 04.08.1709

Porträt von Elisabeth Amalia von Hessen-Darmstadt
Bildnachweis

Elisabeth Amalie of Hesse-Darmstadt, Electress Palatine label QS:Len,"Elisabeth Amalie of Hesse-Darmstadt, Electress Palatine"

Unidentified painter

https://www.altesses.eu/princes_max.php?image=f1ab3f2e6b [1] [2]

Bildquelle: File:Elisabeth Amalie of Hesse-Darmstadt, Electress Palatine.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Elisabeth Amalie Magdalene von Hessen-Darmstadt wurde am 20. März 1635 im Neuen Schloss in Gießen geboren. Sie war das fünfte Kind und die dritte Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt und seiner Ehefrau Sophie Eleonore, einer sächsischen Prinzessin. In der Familie kamen später noch acht Töchter und ein Sohn hinzu; insgesamt erreichten zehn Kinder das Erwachsenenalter. Elisabeth Amalie wurde von ihrer Mutter in einem streng lutherischen Geist erzogen. Zeitgenössisch galt sie als attraktive blonde Prinzessin. Im Alter von 18 Jahren heiratete sie am 3. September 1653 in Langen-Schwalbach den 37-jährigen Philipp Wilhelm, Herzog von Jülich und Berg. Die Verbindung wurde durch Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels vermittelt. Voraussetzung für die Ehe war Elisabeth Amalies Übertritt vom Luthertum zum Katholizismus. Sie vollzog diese Konversion zunächst heimlich und ohne Wissen ihrer Familie. Am 1. November 1653 bekannte sie sich jedoch öffentlich und feierlich zu ihrem neuen Glauben. Das Ehepaar ließ sich in Düsseldorf nieder und führte dort ein frommes Leben. Gemeinsam stifteten sie Kirchen und Klöster. Die Ehe galt als lang andauernd und sehr glücklich. Elisabeth Amalie brachte insgesamt 17 Kinder zur Welt, deren spätere Verbindungen und Ämter das weitreichende dynastische Netzwerk ihrer Familie prägten. Zu ihren Kindern gehörte Eleonore Magdalene, die den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Leopold I., heiratete und zehn Kinder bekam. Mehrere weitere Söhne schlugen geistliche oder politische Laufbahnen ein. Johann Wilhelm wurde 1690 Kurfürst von der Pfalz und war zugleich Herzog von Jülich und Berg. Ludwig Anton wurde Fürstbischof von Worms und Großmeister des Deutschen Ordens. Alexander Sigismund übernahm das Amt des Fürstbischofs von Augsburg, während Franz Ludwig Fürstbischof von Breslau und Worms, Erzbischof von Mainz sowie später ebenfalls Großmeister des Deutschen Ordens wurde. Karl Philipp folgte 1716 als Kurfürst der Pfalz und Herzog von Jülich und Berg. Auch Elisabeth Amalies Töchter wurden durch bedeutende Heiraten mit europäischen Herrscherhäusern verbunden. Maria Sophia wurde die Ehefrau des portugiesischen Königs Peter II. und hatte sieben Kinder. Maria Anna heiratete den spanischen König Karl II.; nach dessen Tod ging sie eine weitere Ehe mit Jean de Laretegui ein, blieb jedoch kinderlos. Dorothea Sophie heiratete den Erbprinzen Odoardo Farnese von Parma und Piacenza. Hedwig Elisabeth wurde die Ehefrau des polnischen Prinzen Jakob Ludwig Sobieski. Weitere Kinder starben bereits im frühen Kindesalter oder blieben unverheiratet und kinderlos. Friedrich Wilhelm, der als General der kaiserlichen Armee diente, fiel im Alter von 24 Jahren bei der Belagerung von Mainz. Die jüngste Tochter, Leopoldine Eleonore, war mit dem bayerischen Kurfürsten Maximilian II. verlobt, starb jedoch vor der Hochzeit an einer rasch verlaufenden fieberhaften Krankheit. Später zog die Familie nach Neuburg. Im Mai 1685 erbte Philipp Wilhelm die Pfalz und wurde Kurfürst. Er starb im September 1690. Elisabeth Amalie überlebte ihren Ehemann um 20 Jahre. Ihr gutes Aussehen soll sie bis ins hohe Alter bewahrt und an ihre Töchter weitergegeben haben. Elisabeth Amalie von Hessen-Darmstadt starb am 4. August 1709. Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der Kirche des Neuburger Schlosses. Ihr Leben war durch den Wechsel vom lutherischen zum katholischen Glauben, eine ungewöhnlich kinderreiche und als glücklich beschriebene Ehe sowie die enge Verbindung ihrer Familie mit zahlreichen europäischen Fürsten- und Königshäusern geprägt.

Quelle: Єлизавета Амалія Гессен-Дармштадтська (uk, 46235362). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0