Person

Leopoldine Eleonore von der Pfalz

Verbindung zu einer anderen Person finden

Geburt

  1. 27.05.1679

Tod

  1. 08.03.1693

Porträt von Leopoldine Eleonore von der Pfalz
Bildnachweis

German: Bildnis der Prinzessin Leopoldine Eleonore von der Pfalz (1679-1693) title QS:P1476,de:"Bildnis der Prinzessin Leopoldine Eleonore von der Pfalz (1679-1693) " label QS:Lde,"Bildnis der Prinzessin Leopoldine Eleonore von der Pfalz (1679-1693) "

Wolfgang Ludwig Hopfer

originally uploaded to de.wikipedia by Thyra ( talk · contribs ) on 20 December 2007, 03:45 under the file name 1679 Leopoldina.JPG . ( +/− )

Bildquelle: File:1679 Leopoldina.JPG · Lizenz: Public domain

Für die Darstellung in der Größe angepasst.

Biografie

Leopoldine Eleonore Josepha von Neuburg wurde am 27. Mai 1679 in Neuburg an der Donau geboren. Sie entstammte dem Haus Wittelsbach und war das jüngste von siebzehn Kindern des pfälzischen Kurfürsten Philipp Wilhelm, der zugleich Herzog von Neuburg, Berg und Jülich war, und seiner Ehefrau Elisabeth Amalia, einer Tochter Georgs II. von Hessen-Darmstadt. Ihr Leben fiel in eine Zeit, in der dynastische Verbindungen und die Stellung innerhalb einer großen Fürstenfamilie den weiteren Lebensweg maßgeblich bestimmten. Eine ihrer älteren Schwestern, Eleonore Magdalene, war 1676 als dritte Ehefrau Kaiser Leopolds I. von Habsburg deutsche Kaiserin geworden. Diese Verbindung stärkte den Einfluss der Familie und erleichterte es zahlreichen Geschwistern Leopoldines, bedeutende Laufbahnen einzuschlagen oder vorteilhafte Ehen einzugehen. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1690 stand Leopoldine unter der rechtlichen Vormundschaft ihres ältesten Bruders Johann Wilhelm. Er beaufsichtigte auch ihre Erziehung. Leopoldine erhielt Unterricht in Sprachen, Religion und Handarbeit. Darüber hinaus wurde sie musikalisch ausgebildet. Ihr Lehrer war Sebastiano Moratelli, der Kapellmeister der Hofkapelle. Damit gehörte Musik zu den wichtigen Bestandteilen ihrer fürstlichen Erziehung, ebenso wie die Kenntnisse und Fertigkeiten, die von einer jungen Prinzessin ihrer Zeit erwartet wurden. Im Sommer 1691 erkrankte Leopoldine nach einer beschwerlichen Reise von Neuburg nach Düsseldorf. Dort besserte sich ihr Zustand zunächst wieder, nicht zuletzt dank der Fürsorge und Zuneigung ihrer Schwägerin Anna Maria Luisa de’ Medici. Die enge Betreuung innerhalb der Familie prägte diese Zeit, doch ihre Gesundheit blieb offenbar anfällig. Im März 1693 wurde Leopoldine offiziell mit Maximilian II. Emanuel von Bayern verlobt. Er war kurz zuvor verwitwet: Seine erste Ehefrau, Maria Antonia von Österreich, war im Dezember 1692 gestorben. Die geplante Verbindung entsprach den politischen und familiären Gepflogenheiten europäischer Fürstenhäuser und hätte Leopoldine eine herausgehobene Stellung verschafft. Zur Heirat kam es jedoch nicht. Kurz nach der Verlobung erkrankte sie in Düsseldorf erneut und starb dort am 8. März 1693 im Alter von vierzehn Jahren, nachdem sie sieben Tage lang Fieber gehabt hatte. Leopoldine wurde in der Andreaskirche in Düsseldorf beigesetzt. Ihr Herz brachte man in die kurfürstliche Gruft von Neuburg. Einen Monat später, am 5. April, starb auch ihr Bruder Philipp Wilhelm August; sein Herz wurde neben dem ihren aufbewahrt. Als ihre Mutter 1709 starb, legte man die Herzen der beiden Geschwister in ihren Sarg. Diese Bestattungspraktiken spiegelten die enge familiäre Verbundenheit und die Bedeutung wider, die den sterblichen Überresten fürstlicher Familien beigemessen wurde. Heute befindet sich Leopoldines Sarg im Mausoleum von St. Andreas. Im Jahr 2007 wurde er zur Desinfektion geöffnet. Die mumifizierten Überreste der Prinzessin waren in Seidenstrümpfen bestattet worden. Dieser Befund wurde als Hinweis darauf gedeutet, dass sie möglicherweise an Tuberkulose gestorben war. Ihr kurzes Leben war damit von einer bedeutenden dynastischen Herkunft, einer standesgemäßen Ausbildung, einer geplanten politischen Ehe und einem frühen Tod geprägt.

Quelle: Λεοπολδίνη Ελεονώρα του Νόιμπουργκ (el, 11666661). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.