Person
Wolfgang Georg Friedrich von Pfalz-Neuburg
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
05.06.1659
Tod
04.06.1683

Bildnachweis
1659 Wolfgang
Unidentified painter
2. https://bz-fotografie.de/bnmartdogs-bloggerwalk-nationalmuseum/ [1] 1. http://www.royaltyguide.nl/images-families/wittelsbach/pfalzneuburg1/1659%20Wolfgang.jpg
Bildquelle: File:1659 Wolfgang.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Wolfgang Georg Friedrich Franz von Pfalz-Neuburg war ein deutscher Prinz und Prälat, dessen Leben vor allem durch seine Herkunft aus einer bedeutenden fürstlichen Familie und durch seine kirchliche Laufbahn geprägt war. Er wurde als eines von 17 Kindern Philipp Wilhelms, des Herzogs von Pfalz-Neuburg und Jülich-Berg, und dessen zweiter Ehefrau Elisabeth von Hessen-Darmstadt geboren. Philipp Wilhelm wurde 1685 Kurfürst von der Pfalz. Wolfgang Georg Friedrich wuchs somit in einem weit verzweigten Herrscherhaus auf, dessen Mitglieder enge Verbindungen zu den führenden politischen und kirchlichen Kreisen Europas unterhielten.
Schon in seiner Kindheit wurde Wolfgang für eine geistliche Laufbahn bestimmt. Am 22. Dezember 1674 erhielt er eine Präbende am Dom zu Münster. Im folgenden Jahr wurde er zum Diakon geweiht und als Domherr in Köln eingesetzt. Aufgrund seiner adligen Herkunft und seiner kirchlichen Stellung kam er früh für höhere Ämter in Betracht. So wurde seine mögliche Nachfolge für Ernst August von Braunschweig-Lüneburg als Fürstbischof von Osnabrück erwogen. Ernst August hatte dieses Amt seit 1662 inne.
Darüber hinaus wurde Wolfgang zum Koadjutor des Deutschen Ordens ernannt. Damit war er als Nachfolger für das Amt des Hochmeisters vorgesehen, das zu dieser Zeit Johann Caspar von Ampringen innehatte. Die Verbindung von fürstlicher Abstammung, kirchlichen Pfründen und möglichen hohen geistlichen Ämtern entsprach der Stellung, die Angehörige bedeutender katholischer Dynastien im Europa des 17. Jahrhunderts häufig einnahmen.
Im Februar 1682 hielt sich Wolfgang gemeinsam mit seinen Brüdern Karl Philipp und Franz Ludwig in Rom auf. Papst Innozenz XI. äußerte sich positiv über die drei pfälzischen Prinzen und bescheinigte ihnen einen besonders guten Eindruck durch ihre Frömmigkeit. Im selben Jahr wurde Wolfgang dem Domkapitel von Breslau als Kandidat für die Wahl zum Fürstbischof vorgestellt. Diese Kandidatur unterstrich die Erwartungen, die seine Familie und kirchliche Kreise an seine weitere Laufbahn knüpften.
Ende Mai 1683 kehrten Wolfgang und seine Brüder aus Rom zurück. In der österreichischen Stadt Wiener Neustadt trafen sie mit ihrem Bruder Ludwig Anton zusammen. Anschließend reisten die Brüder gemeinsam nach Wien, um ihre Schwester Eleonore zu besuchen, die mit Kaiser Leopold I. verheiratet war. Diese familiären Beziehungen verdeutlichen die enge Verbindung des Hauses Pfalz-Neuburg mit dem kaiserlichen Hof und den europäischen Herrscherhäusern.
Der Aufenthalt in Wiener Neustadt nahm jedoch eine tragische Wendung. Nach einer kurzen Krankheit starb Wolfgang Georg Friedrich dort am 4. Juni 1683, nur einen Tag vor seinem 25. Geburtstag. Sein früher Tod beendete eine kirchliche Laufbahn, in der ihm noch bedeutende Ämter offenstanden. Nach seinem Tod wählte das Breslauer Domkapitel seinen jüngeren Bruder Franz Ludwig, der von 1664 bis 1732 lebte, zum neuen Fürstbischof. Papst Innozenz XI. bestätigte diese Wahl am 26. August 1683.
Wolfgang wurde im Jesuitenkolleg von Wiener Neustadt beigesetzt. Sein Herz brachte man nach Neuburg an der Donau und bestattete es in der dortigen Kirche St. Peter. Noch im Jahr seines Todes erschien eine Totenrede zu seinem Andenken. Sie spiegelte die Bedeutung wider, die seiner Familie und seiner geistlichen Stellung beigemessen wurde. Wolfgang Georg Friedrich blieb damit eine nur kurze Lebenszeit vergönnt, doch seine Herkunft, seine vorgesehenen kirchlichen Aufgaben und seine Verbindungen zu den römischen, kaiserlichen und deutschen Fürstenhöfen machten ihn zu einer bemerkenswerten Gestalt des Hauses Pfalz-Neuburg.
Quelle: Wolfgang Jorge Federico Francisco del Palatinado-Neoburgo (es, 162947869). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
Kinder
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Partnerinnen und Partner
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