Person

Friedrich Wilhelm von der Pfalz

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Geburt

  1. 20.07.1665

Tod

  1. 23.07.1689

Biografie

Friedrich Wilhelm von Pfalz-Neuburg wurde am 20. Juli 1665 in Düsseldorf geboren und starb am 23. Juli 1689 in Mainz. Er entstammte dem Haus Pfalz-Neuburg und war ein Pfalzgraf von Neuburg sowie später kaiserlicher General. Sein Leben verband damit geistliche Ausbildung, akademische Aufgaben und eine militärische Laufbahn im Dienst des Kaisers. Er war ein Sohn des pfälzischen Kurfürsten Philipp Wilhelm und dessen zweiter Ehefrau Elisabeth Amalie, einer Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt. Friedrich Wilhelm wuchs in einer politisch und dynastisch bedeutenden Familie auf. Zu seinen Brüdern gehörten Johann Wilhelm und Karl III. Philipp, die später beide als Kurfürsten von der Pfalz regierten. Weitere Brüder waren Franz Ludwig, der später Erzbischof von Trier und Mainz wurde, sowie Alexander Sigismund, der Fürstbischof von Augsburg wurde. Auch seine Schwestern gingen bedeutende Verbindungen ein: Eleonore heiratete Kaiser Leopold I. und wurde die Mutter der späteren Kaiser Joseph I. und Karl VI. Andere Schwestern wurden Königinnen von Spanien und Portugal. Friedrich Wilhelm schlug zunächst eine geistliche Laufbahn ein. 1677 wurde er zum Koadjutor in Konstanz bestimmt, und 1685 erhielt er dort das Amt eines Domherrn. Später wechselte er jedoch wieder in den Laienstand und wandte sich damit einer weltlichen Karriere zu. Seine Ausbildung setzte er an der Universität Heidelberg fort. Dort wurde er 1685 zum Rektor gewählt, was auf seine Stellung innerhalb des gelehrten und fürstlichen Umfelds der Zeit hinweist. Anschließend trat Friedrich Wilhelm in kaiserliche Dienste ein und wurde zum General ernannt. Seine militärische Laufbahn fiel in die Zeit des Pfälzischen Erbfolgekriegs, eines Konflikts, der auch die pfälzischen Territorien und die Interessen seiner Familie unmittelbar berührte. 1689 nahm er an der Belagerung von Mainz teil. Während er die Gräben besichtigte, wurde er von einem Schuss aus einer Hakenbüchse am Kopf getroffen und augenblicklich getötet. Er starb nur drei Tage nach seinem 24. Geburtstag. Friedrich Wilhelm wurde in einem Zinnsarg bestattet. Dieser Sarg ist bis heute im Mausoleum des Hauses Pfalz-Neuburg in der Düsseldorfer Hofkirche St. Andreas erhalten. Sein Grabmal erinnert an einen Angehörigen eines weit verzweigten europäischen Fürstenhauses, der trotz seines kurzen Lebens nacheinander für geistliche Aufgaben vorgesehen war, akademische Verantwortung übernahm und schließlich als kaiserlicher General im Krieg fiel.

Quelle: Friedrich Wilhelm von der Pfalz (de, 238134862). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

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