
Bildnachweis
Portyrait of Mary of Habsburg (1528-1603) title QS:P1476,en:"Portyrait of Mary of Habsburg (1528-1603) " label QS:Len,"Portyrait of Mary of Habsburg (1528-1603) " label QS:Les,"La emperatriz María de Austria, esposa de Maximiliano II" label QS:Lde,"Kaiserin Maria von Österreich, Gemahlin Maximilians II" label QS:Lnl,"Portret van Maria van Habsburg (1528-1603), echtgenote van Maximilian II"
Antonis Mor
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Bildquelle: File:Infanta Maria of Spain.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Maria von Österreich, auch Maria von Spanien oder Maria von Habsburg genannt, wurde am 21. Juni 1528 in Madrid geboren. Sie war eine spanische Infantin und Erzherzogin aus dem Haus Habsburg, die Tochter Kaiser Karls V. und seiner portugiesischen Frau Isabella. Später wurde sie die Ehefrau Kaiser Maximilians II. und die Mutter der Kaiser Rudolf II. und Matthias. Ihr Leben war eng mit den politischen und dynastischen Beziehungen zwischen dem spanischen und dem österreichischen Zweig der Habsburger verbunden.
Maria wuchs mit ihrem älteren Bruder Philipp und ihrer jüngeren Schwester Johanna vor allem in Toledo und Valladolid auf. Drei jüngere Brüder starben bereits im Kindesalter. Obwohl Karl V. wegen seiner politischen Aufgaben häufig abwesend war, prägten starke familiäre Bindungen die Kindheit der Geschwister. Maria und Philipp teilten viele politische und persönliche Vorstellungen, die sie zeitlebens miteinander verbanden. Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1539 heiratete Karl V. nicht wieder.
Zwischen 1536 und 1545 wurde eine Heirat Marias mit einem Sohn des französischen Königs Franz I. erwogen. Nach dem Schmalkaldischen Krieg entschied Karl V. jedoch, die Verbindung zu dem deutschen Zweig der Habsburger zu stärken. Als Ehemann seiner Tochter wählte er schließlich Maximilian von Habsburg. Der Ehevertrag wurde 1548 in Augsburg geschlossen und am 4. Juni ratifiziert. Eine territoriale Mitgift war nicht vorgesehen; Maria wurde lediglich eine jährliche Rente zugesichert. Die Hochzeit fand am 13. September 1548 in Valladolid statt.
Auf Wunsch ihres Vaters übernahm Maria gemeinsam mit Maximilian während dessen Abwesenheit die Regentschaft in Spanien. Diese Aufgabe blieb zunächst überwiegend repräsentativ. Im November 1550 reiste Maximilian nach Österreich zurück, während Maria, die ihr zweites Kind erwartete, bis zur Rückkehr ihres Bruders Philipp die spanische Verwaltung leitete. Im Sommer 1551 kam Maximilian erneut nach Spanien, um Maria und die Kinder abzuholen. Über Genua, Trient und Tirol gelangte die Familie nach Österreich. Insgesamt hatte das Paar sechzehn Kinder.
Die Familie lebte in Wien. Maria konnte dort eine eigene politische Rolle ausüben, wurde aber auch stark von den Vorstellungen ihres Mannes beeinflusst. Sie bemühte sich insbesondere darum, Maximilian zum Katholizismus zu bewegen, und brachte dafür sogar einen spanischen Geistlichen als Beichtvater mit. Während der zweiten Abwesenheit ihres Bruders, von 1558 bis 1561, kehrte Maria erneut nach Madrid zurück und übernahm wieder Aufgaben als Regentin Spaniens.
In Wien fungierte Maria als Vermittlerin zwischen dem österreichischen und dem spanischen Hof. Sie unterstützte das spanische Bündnis, bemühte sich um eine Verständigung Maximilians mit seinen spanischen Verwandten und stand ständig mit Philipp in brieflichem Kontakt. Außerdem versuchte sie, ihren Mann von protestantischen Einflüssen fernzuhalten. 1562 schickte sie zwei ihrer Söhne zur Erziehung und zum weiteren Leben nach Spanien. Nach Maximilians Erhebung zum König von Böhmen wurde Maria zur Königin von Böhmen gekrönt. Im folgenden Jahr wurde sie auch Königin von Ungarn, Kroatien und Slawonien. Als Maximilian 1564 den Thron des Heiligen Römischen Reiches erbte, wurde Maria zur Kaiserin.
Maximilian II. starb am 12. Oktober 1576. Maria, die sich in Österreich zeitlebens als Spanierin in einem fremden Land empfunden hatte, verlor damit eine wichtige Stütze. Ihr Verhältnis zu ihrem Sohn Rudolf, der seinem Vater als Kaiser nachfolgte, war angespannt. Nach dem Tod ihrer jüngeren Tochter Eleonore erfüllte sich Maria 1582 ihren Wunsch, nach Madrid zurückzukehren. Sie reiste mit ihrer Tochter Margarete nach Spanien. Margarete war zunächst für eine Ehe mit ihrem Onkel, König Philipp II., vorgesehen, trat jedoch bald darauf als überzeugte Katholikin in ein Kloster ein.
Auch Maria ließ sich im Kloster Descalzas Reales in Madrid nieder. Dort führte sie bis zu ihrem Tod ein Leben zwischen fürstlicher Repräsentation und klösterlicher Zurückgezogenheit. Sie äußerte ihre Zufriedenheit darüber, in einem Land ohne „Ketzer“ zu leben. 1586 wurde Tomás Luis de Victoria zu ihrem persönlichen Kaplan ernannt. Er wirkte im Kloster auch als Organist und komponierte Kirchenmusik. Maria unterstützte ihn als Mäzenin.
Ihre ursprünglich enge Beziehung zu ihrem Bruder Philipp kühlte im Laufe der Zeit ab. Dennoch blieb Maria bis zu ihrem Lebensende ein wichtiges Bindeglied zwischen dem spanischen Hof und den deutschen Habsburgern. Der kaiserliche Gesandte Johann von Khevenhüller informierte sie nahezu täglich über die Ereignisse im Reich. Vergeblich versuchte sie, eine Ehe ihres Sohnes Rudolf mit einer spanischen Infantin zu arrangieren. Nach dem Tod Philipps II. kam es 1599 schließlich zu einer doppelten dynastischen Verbindung: Philipp III. heiratete die österreichische Erzherzogin Margarete, während Marias Sohn Albrecht deren Cousine Klara Isabella heiratete.
Von da an bildeten Maria, ihre Tochter Margarete und Margarete von Österreich einen Mittelpunkt der Vertretung österreichischer Interessen am spanischen Hof. Im Jahr 1600 überzeugten sie Philipp III., den Erzherzog Ferdinand finanziell zu unterstützen. Nach der Verlegung des spanischen Hofes nach Valladolid lebte die verwitwete Kaiserin zunehmend zurückgezogen. In Madrid blieben vor allem Khevenhüller, der auf ihren Wunsch dort verweilte, und ihre Tochter Margarete bei ihr.
Maria starb am 26. Februar 1603 im Alter von 74 Jahren im Kloster Descalzas Reales in Madrid. Zu ihrer Beisetzung komponierte Tomás Luis de Victoria das Requiem „Officium defunctorum“, das als sein bedeutendstes und kunstvollstes Werk gilt. Maria hinterließ eine große Familie. Zu ihren Kindern gehörten unter anderem Kaiser Rudolf II., Kaiser Matthias, die französische Königin Elisabeth, der Statthalter der habsburgischen Niederlande Albrecht sowie Margarete, die später Nonne im Kloster Descalzas Reales wurde.
Quelle: Марія Австрійська (1528—1603) (uk, 44887534). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
Kinder
- Albrecht VII. von Habsburg
- Anna von Österreich
- Eleonore Erzherzogin von Österreich
- Elisabeth von Österreich
- Ernst von Österreich
- Ferdinand von Habsburg
- Friedrich von Habsburg
- Karl von Habsburg
- Margaretha von Österreich
- Marie von Habsburg
- Marie von Habsburg
- Matthias
- Maximilian III.
- Rudolf II.
- Wenzel von Österreich