Person
Margaretha von Österreich
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
25.01.1567
Tod
05.07.1633

Bildnachweis
German: Erzherzogin Margaretha von Österreich (1567–1633) label QS:Lde,"Erzherzogin Margaretha von Österreich (1567–1633) "
Andrés López Polanco
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Biografie
Margarete von Österreich wurde am 25. Januar 1567 in Wiener Neustadt bei Wien geboren und starb am 5. Juli 1633 im Alter von 66 Jahren in Madrid. Sie entstammte der Habsburgerdynastie und war die jüngste Tochter des römisch-deutschen Kaisers Maximilian II. und seiner Ehefrau, der spanischen Königin Maria. Über ihre Familie war sie eng mit den Herrscherhäusern des Heiligen Römischen Reiches, Spaniens, Ungarns und Portugals verbunden. Außerdem war sie die Tante des späteren spanischen Königs Philipp III.
Margarete wuchs wie ihre Geschwister unter der Aufsicht ihrer Mutter auf und erhielt eine streng katholische Erziehung. Ihre familiäre Herkunft prägte ihr Leben von Beginn an: Ihr Vater war ein Sohn Kaiser Ferdinands I. und der ungarischen Königin Anna, während ihre Mutter eine Tochter des spanischen Königs Karl I. und der portugiesischen Königin Isabella war. Die Ehe ihrer Eltern war zudem eine Verwandtenehe, da beide Cousin und Cousine ersten Grades waren.
Als Margarete drei Jahre alt war, wurden 1570 ihre beiden älteren Schwestern verheiratet. Elisabeth heiratete den französischen König Karl IX., während Anna den spanischen König Philipp II. heiratete, den Bruder ihrer eigenen Mutter. Anna war Philipp II. vierte Ehefrau und gebar ihm den späteren König Philipp III. Sie starb jedoch bereits 1580.
Im Jahr 1582 kehrte Margaretes Mutter Maria nach Spanien zurück und nahm ihre Tochter mit. Maria beabsichtigte offenbar, Margarete mit Philipp II. zu verheiraten. Für Margarete wäre diese Verbindung besonders ungewöhnlich gewesen, da Philipp zugleich ihr Onkel und durch die Ehe ihrer Schwester auch ihr Schwiegervater gewesen wäre. Margarete lehnte eine Heirat mit ihm jedoch ab. Um zu verhindern, dass sie zu dieser Verbindung gezwungen wurde, entschied sie sich für ein religiöses Leben und trat in ein Kloster ein.
Margarete wurde im Madrider Klarissenkloster Santa Clara zur Nonne geweiht und nahm den Namen Margarita an. Auch ihre Mutter ließ sich in demselben Kloster nieder. Damit verbrachte Margarete den größten Teil ihres späteren Lebens in einer religiösen Gemeinschaft und entzog sich zugleich den dynastischen Heiratsplänen, die für Frauen aus Herrscherfamilien häufig eine wichtige politische Funktion hatten.
Nach dem Tod Philipps II. im Jahr 1598 bestieg Margaretes Neffe Philipp III. den spanischen Thron. Ihre Mutter Maria übte großen Einfluss auf den neuen König aus. Im folgenden Jahr nahm Margarete an Philipps Hochzeit mit der Erzherzogin Margarete von Österreich teil. Diese Eheschließung verband die spanische und die österreichische Linie des Hauses Habsburg erneut miteinander.
Maria von Spanien starb 1603. Für die Beisetzung ihrer Mutter ließ Margarete ein Requiem bei dem Komponisten Tomás Luis de Victoria in Auftrag geben. Das Werk steht für die enge Verbindung zwischen ihrer religiösen Lebensführung und ihrer Stellung innerhalb der höfischen und dynastischen Welt.
Margarete selbst starb am 5. Juli 1633 im Santa-Clara-Kloster in Madrid. Ihr Leben war von der Zugehörigkeit zu einer der mächtigsten europäischen Dynastien, von streng katholischer Erziehung und von den politischen Erwartungen an eine habsburgische Prinzessin geprägt. Indem sie die geplante Ehe mit Philipp II. ablehnte und sich für das Klosterleben entschied, nahm sie jedoch einen eigenständigen Weg innerhalb dieser familiären und politischen Ordnung.
Quelle: მარგარეტ ავსტრიელი (1567-1633) (ka, 4167485). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
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