Person

Franz II.

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Geburt

  1. 12.02.1768

  2. 14.02.1768

Tod

  1. 02.03.1835

Porträt von Franz II.
Bildnachweis

German: Kaiser Franz I. (II.) (1768-1835) von Österreich im österreichischen Kaiserornat Emperor Francis I. of Austria (1768-1835) wearing the Austrians imperial robes label QS:Les,"Francisco I de Austria en traje de coronación" label QS:Lde,"Kaiser Franz I. von Österreich (1768-1835) im österreichischen Kaiserornat" label QS:Lfr,"Francois I d'Autriche en habit d'empereur autrichien." label QS:Lpl,"Cesarz Austrii Franciszek I (1768-1835) w austriackich insygniach cesarskich." label QS:Len,"Emperor Francis I. of Austria (1768-1835) wearing the Austrians imperial robes"

Friedrich von Amerling

Kunsthistorisches Museum Wien also http://www.wga.hu/frames-e.html?/html/v/vivien/

Bildquelle: File:Francis II, Holy Roman Emperor by Friedrich von Amerling 003.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Franz II. des Heiligen Römischen Reiches und ab 1804 Franz I. von Österreich wurde am 12. Februar 1768 in Florenz geboren und starb am 2. März 1835 in Wien. Er war Erzherzog von Österreich, König von Ungarn und Böhmen sowie ab 1815 König der Lombardei und Venetien. Von 1792 bis 1806 regierte er als letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; anschließend war er bis zu seinem Tod erster Kaiser von Österreich. Franz war der älteste Sohn Kaiser Leopolds II. und Maria Ludovikas von Bourbon, einer Tochter des spanischen Königs Karl III. Seine Kindheit war stark von der italienischen Kultur der Toskana geprägt. Da Kaiser Joseph II. keine überlebenden Kinder hatte, galt Franz früh als möglicher Nachfolger seines Vaters und wurde unter besonderer Aufmerksamkeit des Kaisers erzogen. Er war außerdem ein Neffe Marie-Antoinettes. 1788 heiratete er Elisabeth von Württemberg, die kurz nach der Geburt einer Tochter im Jahr 1790 starb. Noch im selben Jahr ging er aus dynastischen Gründen eine zweite Ehe mit seiner Verwandten Maria Theresia von Bourbon-Neapel und Sizilien ein. Sie schenkte ihm zahlreiche Kinder, darunter die spätere Kaiserin Marie-Louise und den späteren Kaiser Ferdinand I. Nach dem kurzen Regierungszeit seines Vaters wurde Franz am 1. März 1792 im Alter von 24 Jahren zum römisch-deutschen Kaiser gewählt. Wenige Wochen später begann der lange Krieg mit dem revolutionären Frankreich. Franz wurde 1792 zum König von Ungarn und Böhmen gekrönt und in Frankfurt zum Kaiser gekrönt. Der Konflikt mit Frankreich sollte ihn während fast seiner gesamten Herrschaft beschäftigen. Österreich kämpfte gemeinsam mit anderen europäischen Mächten gegen die Revolution, doch die Bündnisse waren von eigenen Machtinteressen geprägt und verhinderten ein geschlossenes Vorgehen. Die militärischen Niederlagen führten zu erheblichen Gebietsverlusten. Im Frieden von Campo Formio von 1797 musste Österreich unter anderem die Österreichischen Niederlande und die Lombardei abtreten; als Ausgleich erhielt es die Republik Venedig. Nach weiteren Niederlagen verlor Franz im Frieden von Lunéville 1801 seine Besitzungen am linken Rheinufer. Die anschließende Neuordnung des Reiches beseitigte zahlreiche geistliche Territorien und Reichsstädte. Durch Säkularisierung und Mediatisierung verschwanden 110 Territorien, und Millionen Menschen wechselten ihre Herrschaft. Diese Veränderungen schwächten die kirchlichen und politischen Strukturen des Reiches nachhaltig. Der Aufstieg Napoleons verschärfte die Lage. Als Napoleon 1804 den Titel eines französischen Kaisers annahm, erklärte Franz am 11. August desselben Jahres seine erblichen österreichischen Länder zu einem Kaisertum und nahm den Namen Franz I. an. Damit wollte er die habsburgische Dynastie absichern, falls die römisch-deutsche Kaiserwürde verloren ging. Nach der Niederlage Österreichs und Russlands bei Austerlitz 1805 musste Franz den Frieden von Pressburg akzeptieren. Bayern und Württemberg wurden zu Königreichen erhoben, Baden zum Großherzogtum, und die Stellung Österreichs im deutschen Raum wurde weiter geschwächt. Am 12. Juli 1806 gründeten mehrere deutsche Staaten unter Napoleons Schutz den Rheinbund. Sie traten aus dem Heiligen Römischen Reich aus. Franz erklärte daraufhin am 6. August 1806 die römisch-deutsche Kaiserwürde für erloschen und löste das Reich auf. Er war damit der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Zugleich blieb er als Franz I. Kaiser von Österreich. Die Auflösung beendete eine politische Ordnung, deren Institutionen bereits stark erstarrt und handlungsunfähig geworden waren. Auch als österreichischer Kaiser erlitt Franz weitere Niederlagen gegen Napoleon. Nach den Kämpfen von Eckmühl und Wagram 1809 musste er den Frieden von Schönbrunn schließen. Zur Festigung des Friedens verheiratete er seine Tochter Marie-Louise mit Napoleon. Im selben Jahr ernannte er Klemens von Metternich zum Minister. Metternich prägte die österreichische Politik über Jahrzehnte. Franz trat 1813 dennoch der Koalition gegen seinen Schwiegersohn bei und trug zu dessen Sturz bei. Nach den Ereignissen von 1814 erhielt Österreich den größten Teil seiner Gebiete zurück. 1815 gründete Franz außerdem das kaiserlich-königliche Polytechnische Institut in Wien, den Vorläufer der Technischen Universität. Der Wiener Kongress von 1814 und 1815 ordnete Europa neu. Die napoleonischen Staaten in Deutschland wurden teilweise aufgelöst, ältere Herrschaften wiederhergestellt und Grenzen verändert. Anstelle einer Wiedererrichtung des Heiligen Römischen Reiches entstand am 8. Juni 1815 der Deutsche Bund. Österreich übernahm dessen Präsidium, doch Franz lehnte eine erneute Kaiserwürde für Deutschland ab, weil sie seiner Ansicht nach mit zu wenigen tatsächlichen Befugnissen verbunden gewesen wäre. Österreich blieb eine führende Macht, während Preußen zunehmend um die Vorherrschaft im deutschen Raum konkurrierte. Im Inneren stand Franz’ Herrschaft für die restaurative Politik Metternichs. Die Regierung war zentralistisch und absolutistisch ausgerichtet; die Karlsbader Beschlüsse von 1819 schränkten Presse und Universitäten ein. Gleichzeitig wuchsen besonders in Ungarn Forderungen nach Reformen, größerer Eigenständigkeit und der Aufhebung feudaler Rechte. Liberale und national orientierte Bewegungen gewannen an Einfluss, ebenso oppositionelle Gruppen in den deutschen Staaten und in Italien. Die Revolutionen von 1830 in Frankreich und anderen Teilen Europas verstärkten diese Entwicklung. Veranstaltungen wie das Hambacher Fest von 1832 und der Frankfurter Wachensturm von 1833 zeigten, dass sich der restaurative Ordnungsrahmen zunehmend unter Druck befand. Nach dem Tod Maria Theresias heiratete Franz 1808 Maria Ludovika von Österreich-Este; diese Ehe blieb kinderlos. 1816 ging er seine vierte Ehe mit Caroline Auguste von Bayern ein, die ebenfalls keine Kinder bekam und sich später durch soziale Arbeit und die Gründung von Krankenhäusern und Einrichtungen für Bedürftige auszeichnete. Franz starb 1835 in Wien. Sein ältester überlebender Sohn Ferdinand I. folgte ihm auf dem österreichischen Thron. Da Ferdinand als politisch und gesundheitlich schwach galt, konnte Metternich seine führende Stellung zunächst weiter behaupten. Das von Franz und Metternich geprägte restaurative System bestand bis zu den Revolutionen von 1848 fort.

Quelle: François Ier (empereur d'Autriche) (fr, 238482427). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0