Person

Maria Klementine von Österreich

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Geburt

  1. 01.03.1798

Tod

  1. 03.09.1881

Porträt von Maria Klementine von Österreich
Bildnachweis

German: Maria Klementine, Erzherzogin von Österreich title QS:P1476,de:"Maria Klementine, Erzherzogin von Österreich" label QS:Lde,"Maria Klementine, Erzherzogin von Österreich"

Louis Rene Letronne

http://www.royaltyguide.nl/families/habsburg/hbllothringen1.htm

Bildquelle: File:Maria Clementine Austria Salerno 1798 1881.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maria Klementine, mit vollem Namen Franziska Josefa Maria Klementine, wurde am 1. März 1798 in Wien geboren und starb am 3. September 1881 im französischen Chantilly. Sie war eine österreichische Erzherzogin aus dem Haus Habsburg-Lothringen und wurde durch ihre Heirat Herzogin von Salerno. Ihr Leben war von dynastischen Verbindungen, familiären Verlusten und den politischen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts geprägt. Maria Klementine war das sechste von zwölf Kindern des österreichischen Erzherzogs Franz Joseph Karl und dessen zweiter Ehefrau Maria Theresia Karoline von Neapel-Sizilien. Ihr Vater wurde wenige Monate nach der Geburt seiner Tochter, im Jahr 1792, als Franz II. römisch-deutscher Kaiser und als Franz I. König von Österreich. Ihre Mutter war eine Tochter Ferdinands IV., des späteren Königs Ferdinand I. beider Sizilien, und der habsburgischen Erzherzogin Maria Karoline. Von Maria Klementines Geschwistern erreichten nur sieben das Erwachsenenalter. Mehrere starben bereits als Kinder, andere litten unter schweren körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Diese familiäre Situation wurde mit den innerhalb des Hauses Habsburg üblichen Verwandtenehen in Verbindung gebracht. Zu ihren Geschwistern gehörten Maria Ludovika, die 1810 Napoleon Bonaparte heiratete und als Marie Louise französische Kaiserin wurde, sowie Ferdinand, der später als Ferdinand I. österreichischer Kaiser und als Ferdinand V. ungarischer König regierte. Ihre Schwester Maria Leopoldine heiratete 1817 den portugiesischen Prinzen Pedro, der später Kaiser von Brasilien und als Pedro IV. auch König von Portugal wurde. Ihr Bruder Franz Karl wurde der Vater des späteren Kaisers Franz Joseph. Maria Klementine und Maria Leopoldine galten innerhalb der Familie als besonders intelligent, wissbegierig und geistig lebhaft. Beide besaßen außerdem ungewöhnliche künstlerische Begabungen. Damit unterschieden sie sich deutlich von mehreren ihrer Geschwister, deren Leben durch Krankheit, Behinderung oder einen frühen Tod bestimmt war. Am 28. Juli 1816 heiratete Maria Klementine im Schloss Schönbrunn ihren Onkel mütterlicherseits, den Prinzen Leopold Johann Joseph von Neapel-Sizilien, Herzog von Salerno. Er war der jüngste überlebende Sohn König Ferdinands I. beider Sizilien und der Erzherzogin Maria Karoline von Österreich sowie der jüngere Bruder von Maria Klementines Mutter. Die Ehe war eine dynastische Verbindung, die vom österreichischen Staatskanzler Metternich gefördert wurde. Durch sie wurde Maria Klementine Herzogin von Salerno. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Drei starben kurz nach der Geburt, darunter der einzige Sohn Luigi, der 1824 geboren wurde und noch im selben Jahr starb. Nur die Tochter Maria Karoline Auguste erreichte das Erwachsenenalter. Sie heiratete am 25. November 1844 Henri Eugène Philippe Louis d’Orléans, den Herzog von Aumale und einen General aus dem Haus Orléans. Er war ein Sohn des französischen Königs Louis Philippe und Maria Amalies von Neapel-Sizilien. Damit setzte sich auch in der folgenden Generation die enge Verbindung zwischen den europäischen Herrscherhäusern fort. Die Ehe Maria Klementines war jedoch persönlich schwierig. Ihr Mann war ihr untreu und unterhielt Beziehungen zu mehreren Frauen aus dem Bürgertum, darunter zur Tänzerin Fanny Elssler. Maria Klementine ertrug diese für sie demütigende Situation mit großer Selbstbeherrschung. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1851 zog sie nach Frankreich zur Familie ihrer Tochter. Sie lebte im Schloss von Chantilly, dem Besitz ihres Schwiegersohns Henri d’Orléans. Auch ihre letzten Jahrzehnte waren von schweren Verlusten überschattet. 1866 starb ihr älterer Enkel Louis Philippe Marie Léopold d’Orléans, der den Titel Herzog von Condé trug. Drei Jahre später verlor Maria Klementine ihre einzige Tochter Maria Karoline Auguste. Danach blieb sie im Schloss von Chantilly im Pavillon Maison de Nonette und lebte dort an der Seite ihres verwitweten Schwiegersohns und ihres einzigen verwaisten Enkels. In Chantilly erlebte sie auch den Deutsch-Französischen Krieg von 1870 und 1871, an dessen Kämpfen Henri d’Orléans als General beteiligt war. Der jüngere Enkel François Louis d’Orléans, Herzog von Guise, starb 1872. Beide Enkel hinterließen keine Nachkommen. Maria Klementine war damit in ihren letzten Lebensjahren weitgehend allein. Sie starb am 3. September 1881 im Alter von 83 Jahren im Schloss von Chantilly. Ihr Schwiegersohn ließ sie in der königlichen Kapelle Saint-Louis in Dreux beisetzen, der Begräbnisstätte der Familie Orléans.

Quelle: Habsburg–Lotaringiai Mária Klementina főhercegnő (hu, 29080013). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0