Person

Albrecht I.

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Geburt

  1. 07.1255

Tod

  1. 01.05.1308

Porträt von Albrecht I.
Bildnachweis

Albert I of Germany

Anton Boys

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Bildquelle: File:AlbrechtI.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Albrecht I. von Habsburg, ursprünglich Albrecht V. Graf von Habsburg, wurde im Juli 1255 in Rheinfelden geboren und starb am 1. Mai 1308 bei Königsfelden nahe Brugg durch ein Attentat. Er war ab 1282 Herzog von Österreich, Steiermark und Krain sowie Herr der Windischen Mark. 1298 wurde er als erster Habsburger römisch-deutscher König. Unter seiner Herrschaft begann außerdem auf seine Anordnung die Anlage des Habsburger Urbars. Albrecht war der älteste ehelich geborene Sohn des römisch-deutschen Königs Rudolf I. von Habsburg und dessen erster Frau Gertrud Anna von Hohenberg. Sein älterer Halbbruder Albrecht von Schenkenberg war unehelich geboren worden. Ab 1273 amtierte Albrecht als Landgraf im Oberelsass. Nachdem Rudolf I. 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld den böhmischen König Ottokar Přemysl besiegt hatte, setzte er seinen Sohn im Mai 1281 als Reichsverweser über Österreich und Steiermark ein. Auf dem Reichstag von Augsburg wurde Albrecht am 17. Dezember 1282 gemeinsam mit seinem Bruder Rudolf mit den Herzogtümern Österreich und Steiermark belehnt. Bereits im folgenden Jahr bestimmte die Rheinfeldener Hausordnung Albrecht allein zum Träger dieser Rechte. Sein Bruder sollte zum Ausgleich Gebiete in Südwestdeutschland erhalten, doch diese Entschädigung blieb bis zu Rudolfs Tod 1290 aus. Albrechts Herrschaft in seinen österreichischen Ländern war von Konflikten geprägt. Er verdrängte einheimische Adelsgeschlechter und stützte sich besonders auf schwäbische Gefolgsleute wie die Herren von Walsee. Dadurch wurde er rasch unbeliebt. 1291 und 1292 erhob sich in der Steiermark der Landsberger Bund, 1295 folgte ein Aufstand des österreichischen Adels. Auch in Wien blieb Ottokar Přemysl lange populär, unter anderem wegen der engen Wirtschaftsbeziehungen zum böhmischen Raum. Immerhin erhielt die Stadt 1296 ein neues Stadtrecht. Rudolf I. versuchte, Albrecht noch zu seinen Lebzeiten zum Mitkönig wählen zu lassen und damit die Königswürde im Haus Habsburg erblich zu machen. Die Kurfürsten verhinderten diesen Plan. Auch Rudolfs Vorhaben, seinen Sohn nach der Ermordung König Ladislaus’ IV. auf den ungarischen Thron zu setzen, scheiterte, da Rudolf 1291 starb. Sein Nachfolger wurde Adolf von Nassau. Albrecht griff zunächst nur wenig in die Reichspolitik ein, weil ihn die Aufstände in seinen österreichischen Ländern banden. 1295 erlitt Albrecht eine schwere Vergiftung. Ob verdorbene Lebensmittel oder ein Anschlag die Ursache waren, blieb ungeklärt. Er brach unter Krämpfen zusammen, erhielt Abführmittel und verlor schließlich das Bewusstsein. In der Hoffnung, das Gift aus seinem Körper entweichen zu lassen, hängte man ihn an beiden Beinen kopfüber auf. Er überlebte, verlor dabei jedoch ein Auge. Als Adolf von Nassau 1298 abgesetzt wurde, wählten die Kurfürsten Albrecht am 23. Juni in Frankfurt zu seinem Nachfolger. In der Ritterschlacht von Göllheim am 2. Juli fiel Adolf im Kampf gegen den Habsburger. Am 27. Juli wurde Albrecht erneut gewählt und am 24. August in Aachen zum König gekrönt. Auf seinem ersten Hoftag in Nürnberg belehnte er seine Söhne Rudolf, Friedrich den Schönen und Leopold mit Österreich und Steiermark. Als König bemühte sich Albrecht um eine Stärkung der habsburgischen Stellung in Mitteleuropa. Durch eine Heiratsverbindung mit Frankreich schloss er Frieden mit Philipp IV. dem Schönen, mit dem er zuvor über den Grenzverlauf gestritten hatte. Mit Wenzel II. von Böhmen einigte er sich über die Herrschaft in Polen. Wenzel gliederte wichtige Teile des wieder zerfallenen polnischen Königreichs seinem Gebiet an, erkannte aber Albrechts Lehnshoheit an. Widerstand leisteten vor allem die rheinischen Kurfürsten und zunächst auch Papst Bonifatius VIII. Erst 1303 erhielt Albrecht die päpstliche Zustimmung zu seiner Königsherrschaft, musste dafür jedoch weitreichende Zugeständnisse machen, die seine Macht besonders in Italien einschränkten. Die vom Papst angebotene Kaiserkrönung lehnte er ab. Sein Kanzler war Johann von Straßburg, Fürstbischof von Eichstätt und Straßburg. 1303 gründete Albrecht das Kloster Königsbronn. 1304 zog Albrecht gemeinsam mit seinem Sohn Rudolf gegen Wenzel II., der seinen Sohn Wenzel III. nach dem Tod Andreas’ III. zum ungarischen König gemacht hatte. Auf päpstlichen Wunsch unterstützte Albrecht stattdessen die Ansprüche Karl Roberts von Neapel. Da Wenzel Albrechts Forderungen nicht erfüllte, wurde über ihn die Reichsacht verhängt. Während des Feldzugs belagerten Albrecht und Rudolf Kuttenberg, mussten sich aber wegen Hunger und des beginnenden Winters zurückziehen. Die kumanischen Hilfstruppen verwüsteten dabei das Land. Nach dem Tod Wenzel III. im Jahr 1306 setzte Albrecht seinen Sohn Rudolf als König von Böhmen ein. Die böhmischen Stände rebellierten, mussten den neuen König aber zunächst anerkennen. Rudolfs früher Tod 1307 bedeutete einen schweren Rückschlag. Der Meinhardinger Heinrich von Kärnten wurde neuer böhmischer König. Im selben Jahr erlitt Albrecht im Kampf um Thüringen und Meißen bei Lucka eine vollständige Niederlage gegen die Wettiner. Auch in Schwaben, Baden, im Elsass und in der Schweiz kam es erneut zu Unruhen. Mehrere von ihm verkündete Landfrieden blieben wirkungslos. Im Mai 1308 wurde Albrecht bei Windisch, unweit seiner Stammburg, ermordet. Zu den Verschwörern gehörten sein Neffe Johann von Schwaben sowie die Freiherren Rudolf von Wart, Rudolf von Balm und Walter von Eschenbach und der Ritter Konrad von Tegerfelden. Johann, der später den Beinamen Parricida erhielt, hatte am selben Tag auf Burg Stein erneut sein Erbe eingefordert. Als mögliches Motiv gilt vor allem die ausstehende Entschädigung für seinen Vater Rudolf II.; auch Johanns Erbstreben wird genannt. Die Chronisten schildern den genauen Ablauf unterschiedlich, berichten jedoch von mehreren Schwerthieben, durch die Albrecht am Hals und am Kopf tödlich verletzt wurde. Nach dem Mord wurden die Burgen und Güter der Attentäter zerstört. Johann floh zum Papst, wurde später eingekerkert und schließlich zu Klosterhaft begnadigt. Rudolf von Wart wurde ausgeliefert und wahrscheinlich in Brugg gerädert. Rudolf von Balm starb verborgen auf seiner zerstörten Burg, Walter von Eschenbach blieb bis kurz vor seinem Tod unerkannt. Albrechts Witwe und sein Sohn ließen zahlreiche Verwandte und Freunde der Täter hinrichten, darunter auch Unschuldige. Albrechts Sohn Friedrich der Schöne folgte ihm als Herzog von Österreich, konnte jedoch nicht die Königswürde übernehmen. Diese fiel mit Heinrich VII. an das Haus Luxemburg. Albrecht wurde zunächst im Kloster Wettingen bestattet. 1309 ließ Heinrich VII. seinen Leichnam nach Speyer überführen, wo er im Dom neben seinem früheren Rivalen Adolf von Nassau beigesetzt wurde. Mit seiner Frau Elisabeth von Görz und Tirol hatte Albrecht zahlreiche Kinder, darunter die späteren Könige Rudolf III. von Böhmen und Friedrich den Schönen sowie die Herzöge Leopold, Albrecht II., Heinrich und Otto. Neun weitere Kinder starben unmittelbar nach der Geburt. In späterer Zeit wurde Albrecht als bedeutender österreichischer Feldherr gewürdigt; 1863 nahm man ihn in eine Ehrenliste berühmter österreichischer Kriegsfürsten auf und errichtete zu seinem Andenken eine Statue im Wiener Hofwaffenmuseum.

Quelle: Albrecht I. (HRR) (de, 266209741). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0