Person

Otto der Fröhliche

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Geburt

  1. 23.07.1301

Tod

  1. 17.02.1339

Biografie

Otto IV., genannt „der Fröhliche“ und „der Kühne“, wurde am 23. Juli 1301 in Wien als jüngster Sohn Albrechts I. aus dem Haus Habsburg und dessen Ehefrau Elisabeth von Görz-Tirol geboren. Zu seinen Brüdern gehörten Rudolf I. von Böhmen, Friedrich der Schöne sowie die österreichischen Herzöge Leopold, Albrecht und Heinrich. Als jüngster Sohn war Otto zunächst von der Aussicht ausgeschlossen, das wichtigste Familienerbe zu übernehmen. Am 15. Mai 1325 heiratete Otto Elisabeth von Niederbayern, eine Tochter Herzog Stephans I. und Judiths, der Herzogin von Schweidnitz. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor: Friedrich II., geboren 1327, und Leopold II., geboren 1328. Im Jahr 1329 erhielt Otto die Verwaltung der habsburgischen Besitzungen in Vorderösterreich am Oberrhein. Ab 1330 regierte er das Herzogtum Österreich gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht. Eine wichtige politische Rolle übernahm Otto, als ihn Ludwig der Bayer 1331 zum Reichsvikar ernannte. Nach dem Tod Heinrichs von Kärnten, des letzten Vertreters der Görz-Tiroler Linie des Hauses Görz, erhielten Albrecht und Otto am 2. Mai 1335 in Linz die Herzogtümer Kärnten und Krain als Reichslehen. Am 2. Juli desselben Jahres wurde Otto in Zollfeld nach altem Brauch zum Herzog von Kärnten erhoben. Dabei erhielt er als erster Habsburger diesen Titel in slowenischer Sprache und nahm auf dem Herzogsstuhl Platz. Während seiner Regierungszeit widmete sich Otto Kärnten stärker als dem älteren habsburgischen Herzogtum Österreich. Er förderte außerdem religiöse Stiftungen. In der Steiermark gründete er das Zisterzienserkloster Neuberg, als Dank für die Geburt seines ersten Sohnes Friedrich. In Wien ließ er zudem die Georgskapelle in der Augustinerkirche errichten. Sein Beiname „der Fröhliche“ bezog sich auf seine besondere Geselligkeit am Hof. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete Otto am 25. März 1335, beziehungsweise im Februar desselben Jahres nach anderer Datierung, Anna von Böhmen. Sie war eine Tochter Johanns von Luxemburg und Schwester Karls IV. Die Ehe blieb kinderlos. Anna starb 1338, Otto selbst am 17. Februar 1339 in Neuberg. Er wurde in dem von ihm gegründeten Kloster bestattet. Ottos Nachkommen überlebten ihn jedoch nur kurze Zeit. Seine beiden Söhne Leopold und Friedrich starben 1344 im Abstand weniger Monate, im Alter von 16 beziehungsweise 17 Jahren. Als vermutete Todesursache wurde eine Vergiftung genannt. Mit ihrem Tod erlosch Ottos Familienzweig. Die Familiengruft im Kloster Neuberg verfiel im Laufe der Zeit und geriet in Vergessenheit. Erst 1820 wurde sie wiederentdeckt und restauriert. Am 13. März desselben Jahres wurden die sterblichen Überreste Ottos, seiner beiden Ehefrauen Elisabeth und Anna sowie seiner Söhne in der erneuerten Gruft erneut beigesetzt. Mit Otto verbinden sich außerdem ein Wahlspruch und das Bild eines geflügelten Greifen. Der lateinische Satz „Unguibus et rostro ac alis armatus in hostem“ bedeutet sinngemäß, gegen den Feind mit Klauen, Schnabel und Flügeln bewaffnet zu sein. Otto blieb als habsburgischer Herzog von Österreich, der Steiermark und Kärnten sowie als Förderer Kärntens und Gründer des Klosters Neuberg in Erinnerung.

Quelle: Otto cel Vesel, Duce al Austriei (ro, 15610877). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0