Person

Gutta von Oettingen

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Geburt

  1. 1301

Tod

  1. 23.02.1329

  2. 1329

Porträt von Gutta von Oettingen
Bildnachweis

Guta, countess of Oettingen

Anton Boys

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Bildquelle: File:Guta, countess of Oettingen.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Bonne, auch Gutta genannt, von Habsburg wurde gegen Ende des Jahres 1301 geboren und gehörte dem österreichischen Zweig des Hauses Habsburg an. Sie war eine Tochter Albrechts I. von Österreich und Elisabeths von Tirol. Durch ihre Herkunft stand sie im Umfeld der habsburgischen Heirats- und Bündnispolitik des späten Mittelalters, in der dynastische Ehen häufig zur Sicherung politischer und militärischer Verbindungen genutzt wurden. Bereits im Februar 1302 ließ ihr Vater eine Heiratszusage für Bonne und Waldemar von Brandenburg ausstellen, der als Markgraf von Brandenburg regierte. Dieses Vorhaben wurde jedoch zwei Jahre später aufgegeben. Waldemar heiratete stattdessen seine Cousine Agnes von Brandenburg. Auch ein zweites Eheprojekt kam zunächst nicht zustande. Ende 1312 oder Anfang 1313 wurde in Linz eine Verbindung zwischen Bonne und Heinrich II., dem Herzog von Niederbayern, vereinbart. Da die beiden Verlobten im dritten Grad miteinander verwandt waren, musste 1313 eine kirchliche Dispens beantragt werden. Die geplante Ehe war Teil eines militärischen Bündnisses zwischen Bonnes Brüdern Friedrich dem Schönen und Leopold I. von Österreich und dem Haus Wittelsbach. Auf wittelsbachischer Seite standen Heinrich II. von Niederbayern, sein Bruder Otto IV. und ihr Vetter Heinrich III., der Sohn Ottos III. Die Wittelsbacher gaben dieses Bündnis und damit auch das Heiratsprojekt jedoch wieder auf, weil sie die Expansionsbestrebungen der österreichischen Herzöge in Bayern als Bedrohung betrachteten. Schließlich heiratete Bonne am 26. April 1319 in Baden im Schweizer Aargau Ludwig VI. von Oettingen, der etwa 1273 geboren worden war und als Graf von Oettingen amtierte. Auch bei dieser Ehe bestand ein kirchenrechtliches Hindernis. Ludwigs zweite Ehefrau Agnes von Württemberg, eine Tochter des württembergischen Grafen Ulrich III., wurde als Cousine Bonnes im vierten Grad bezeichnet. Papst Johannes XXII. erteilte deshalb am 5. Dezember 1324 nachträglich eine Dispens, durch die das Ehehindernis wegen der bestehenden Verwandtschaft aufgehoben wurde. Aus der Ehe zwischen Bonne und Ludwig VI. ging ein Sohn hervor, Albert III. von Oettingen. Er wurde noch vor 1329 geboren und starb im Februar 1357. Bonne selbst starb am 23. Februar 1329 in Wien. Sie wurde in der Kirche der Klarissen von Königsfelden beigesetzt. Bonnes Leben war damit nur kurz, spiegelte jedoch die Bedeutung dynastischer Heiratspläne im mittelalterlichen Europa wider. Zwei geplante Verbindungen wurden aus politischen Gründen nicht verwirklicht: Die erste scheiterte an einer späteren Neuordnung der brandenburgischen Eheverbindung, die zweite am Zerbrechen eines militärischen Bündnisses zwischen Habsburgern und Wittelsbachern. Ihre schließlich geschlossene Ehe mit dem Grafen von Oettingen begründete eine familiäre Verbindung zwischen dem Haus Habsburg und dem oettingischen Adel.

Quelle: Bonne de Habsbourg (fr, 234501512). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

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