Person

Regina Prinzessin von Sachsen-Meiningen

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Geburt

  1. 06.01.1925

Tod

  1. 03.02.2010

Porträt von Regina Prinzessin von Sachsen-Meiningen
Bildnachweis

Princess Regina of Saxe-Meiningen

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Bildquelle: File:Princess Regina of Saxe-Meiningen.jpeg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Regina Helene Elisabeth Margarete von Sachsen-Meiningen wurde am 6. Januar 1925 in Würzburg geboren und starb am 3. Februar 2010 in Pöcking. Sie entstammte dem Haus Wettin und wurde vor allem als Ehefrau des österreichischen Erzherzogs Otto von Habsburg-Lothringen bekannt, der nach dem Tod Kaiser Karls I. im Jahr 1922 als Oberhaupt des Hauses Habsburg-Lothringen sowie als Thronprätendent für Österreich und Ungarn galt. Regina war das jüngste von vier Kindern des Erbprinzen Georg von Sachsen-Meiningen und der Gräfin Claire-Marie von Korff. Ihre Mutter war eine Tochter des Grafen Alfred von Korff und der Baronin Helena von Hilgers. Die Familie war ursprünglich protestantisch geprägt, doch Regina wurde wie ihre Mutter katholisch erzogen. Ihre ältere Schwester Marie Elisabeth war bereits 1923 im Alter von nur drei Monaten gestorben. Ihr Bruder Anton Ulrich fiel während des Zweiten Weltkriegs im Alter von 20 Jahren. Der zweite Bruder, Friedrich Alfred, verzichtete auf seine Erbansprüche und trat 1953 als Kartäusermönch unter dem Namen Dom Marianus in ein Kloster ein. Regina wuchs in Heldburg im Süden Thüringens auf. Ihr Vater arbeitete als Richter in Meiningen. Ihre Kindheit und Jugend waren von den politischen Umbrüchen der Zeit geprägt: Sie wurde in der Weimarer Republik geboren, wenige Jahre bevor Adolf Hitler im Januar 1933 an die Macht kam. 1937 heiratete ihr Onkel Bernhard zur Lippe-Biesterfeld die niederländische Kronprinzessin Juliana. Das Ende des Zweiten Weltkriegs brachte für Regina und ihre Familie schwere Verluste. Ihr Vater geriet in sowjetische Gefangenschaft und starb 1946 im Alter von 53 Jahren in einem Lager bei Tscherepowez. Regina und ihre Mutter konnten die sowjetische Besatzungszone verlassen und in die westlichen Besatzungszonen gelangen, aus denen 1949 die Bundesrepublik Deutschland entstand. Im selben Jahr lernte Regina in München Otto von Habsburg-Lothringen kennen. Sie arbeitete damals in einem ungarischen Flüchtlingslager für die Hilfsorganisation Caritas. Otto war der älteste Sohn des 1918 abgesetzten österreichischen Kaisers Karl I. und der Kaiserin Zita von Bourbon-Parma. Die Begegnung führte zu einer Verbindung, in der sich die Nachkommen zweier ehemals regierender deutscher und österreichischer Dynastien zusammenfanden, die durch Krieg, politische Umwälzungen und den Verlust ihrer traditionellen Stellung geprägt waren. Am 10. Mai 1951 heiratete Regina Otto in der Kirche der Cordeliers in Nancy. Die Kirche diente als Grablege der Herzöge von Lothringen, von denen Otto abstammte. Die Eheschließung erfolgte mit dem Segen von Papst Pius XII. Eine Hochzeit im österreichischen Mariazell, die das Paar bevorzugt hätte, war zu dieser Zeit nicht möglich, da die Habsburg-Lothringer aufgrund eines österreichischen Gesetzes noch im Exil lebten. Während der Zeremonie schmückte eine Kopie der Mariazeller Gnadenmutter den Altar. Durch ihre Heirat wurde Regina die letzte Empfängerin des Elisabeth-Ordens. Das Paar ließ sich dauerhaft in Bayern nieder. Seit dem 10. Mai 1954 lebte es in einer Villa in Pöcking am Starnberger See, die als „Villa Österreich“ oder „Kaiserliche Villa“ bezeichnet wurde. Regina und Otto hatten sieben Kinder: Andrea Maria, Monika Maria Antonia Roberta Raphaela, deren Zwillingsschwester Michaela Maria Madeleine Kiliána, Gabriela Maria Elisabeth Charlotte Felicitas Antonia, Walburga Maria Franziska Helene Elisabeth, Karl Thomas Robert Maria Francis George Bahnam und Paul Georg Maria Dominic Joseph. Die Kinder heirateten Angehörige verschiedener Adelsfamilien, darunter die Familien von Neipperg, Casanova-Cárdenas, Meister, Douglas, Thyssen-Bornemisza und Oldenburg. In ihren späteren Jahren blieb Regina mit der Geschichte ihrer Familie verbunden. Am 2. Dezember 2005 erlitt sie einen Schlaganfall und wurde im Krankenhaus von Nancy behandelt. Nach einer mehrmonatigen Genesungszeit nahm sie an der Überführung der sterblichen Überreste ihrer Mutter und ihres Bruders Anton Ulrich vom Friedhof in Heldburg in die restaurierte Familiengruft der Heldburg teil. Auch die Überreste ihres Vaters, die bis dahin in Tscherepowez gelegen hatten, wurden im Frühjahr 2007 dort beigesetzt. Im Jahr 2007 erhielt Regina 47 Gemälde aus dem Besitz ihres Vaters zurück. Die Bilder stammten aus der Familiensammlung und waren nach dem Zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone beschlagnahmt worden. Vier Gemälde blieben als Dauerleihgaben im Schloss Friedenstein in Gotha. Regina starb am 3. Februar 2010 in Pöcking. Am 10. Februar wurde sie in der Krypta der Heldburg beigesetzt. Nach dem Tod ihres Ehemanns am 4. Juli 2011 wurde ihr Leichnam, mit Ausnahme ihres Herzens, nach Österreich überführt und am 16. Juli in der Kaisergruft in Wien nahe der Grabstätte Ottos bestattet. Ihr Herz blieb in einer Urne in der Krypta der Heldburg. Regina führte unter anderem den Sternkreuzorden als Großmeisterin und war Dame des Großkreuzes des Souveränen Malteserordens.

Quelle: Regina de Saxe-Meiningen (fr, 237021345). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0