Person

Margarete von Österreich

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Geburt

Keine geprüfte Geburtsangabe vorhanden.

Tod

Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Porträt von Margarete von Österreich
Bildnachweis

Margarita de Austria

Attributed to Juan van der Hamen

William B. Jordan: Juan van der Hamen y León & The Court of Madrid. Yale University Press, New Haven 2005. ISBN 0-300-11318-8 .

Bildquelle: File:Juan van der Hamen y León - Königin Margaret von Österreich.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Margarete von Österreich wurde am 25. Dezember 1584 in Graz geboren. Sie war die Tochter des österreichischen Erzherzogs Karl II. und seiner Ehefrau Maria Anna von Bayern. Mit insgesamt vierzehn Geschwistern entstammte sie einer großen habsburgischen Familie. Zu ihren Geschwistern gehörten Anna von Österreich, die Königin von Schweden und Polen wurde, sowie Ferdinand II., der später Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Wie ihre Schwestern entsprach Margarete nicht dem damals verbreiteten Schönheitsideal. Ihr Aussehen war durch das für die Habsburger typische vorspringende Kinn und die markanten Lippen geprägt. Dennoch gewann sie die Menschen durch ihre Ausstrahlung, ihren freundlichen Charakter und ihre Fröhlichkeit. Diese Eigenschaften sollten ihr später auch am spanischen Hof großen Einfluss verschaffen. Als Margarete heranwuchs, bemühten sich die österreichischen und spanischen Habsburger um eine weitere Festigung ihrer dynastischen Verbindung. Eine geplante Heirat mit dem späteren spanischen König Philipp III. stand dabei im Mittelpunkt. 1596 reiste der Admiral von Aragón an den Grazer Hof, um unter den Töchtern Karls II. eine geeignete Braut auszuwählen. Margarete, Eleonore und Gregoria wurden als mögliche Kandidatinnen vorgeschlagen. Ihre Porträts wurden nach Spanien gebracht, wo Philipp III. Margarete auswählte. Sein Vater, König Philipp II., entschied sich dagegen für Gregoria als eigene künftige Ehefrau. Ursprünglich sollte Philipp III. Gregoria heiraten. Sie starb jedoch unerwartet im Alter von nur sechzehn Jahren, sodass Margarete seine vorgesehene Braut wurde. Da Philipp und Margarete nahe miteinander verwandt waren, musste der Papst der Ehe zustimmen. Die dafür notwendige Erlaubnis wurde erst nach zwei Jahren erteilt. Vor der eigentlichen Hochzeit in Spanien fand in Ferrara eine Stellvertreterhochzeit statt, bei der Papst Clemens VIII. die Trauung vollzog. Margarete wurde dabei von ihrer Mutter begleitet. Anschließend reiste sie mit ihrem Onkel Albrecht VII., dem Statthalter der Spanischen Niederlande, über Genua weiter. Von dort aus fuhr sie mit dem Schiff nach Valencia. Ihre Mitgift betrug 100.000 Dukaten. Am 18. April 1599 heiratete Margarete in Valencia Philipp III., der erst ein Jahr zuvor den spanischen Thron bestiegen hatte. Durch die Eheschließung wurde sie Königin von Spanien und Portugal. Philipp gewann seine Frau bald sehr lieb, und Margarete entwickelte sich zu einer einflussreichen Persönlichkeit am Hof. Das Paar hatte acht Kinder. Ihre Beziehung wurde besonders eng, nachdem Margarete 1605 einen Sohn geboren hatte. In Madrid lebten außerdem Maria von Spanien, die Witwe Kaiser Maximilians II. und Tante Philipps, sowie deren jüngste Tochter Margarete am Hof. Die jüngere Margarete war Nonne geworden. Gemeinsam mit der Königin bildeten diese Frauen einen einflussreichen Kreis, der auf den König einzuwirken versuchte. Sie betonten Spaniens Stellung als größte katholische Macht Europas und als wichtigster Verteidiger des Katholizismus. Zugleich setzten sie sich für den Zusammenhalt der habsburgischen Dynastie ein. Dies zeigte sich unter anderem darin, dass Philipp seinen Schwager, den späteren Kaiser Ferdinand II., finanziell unterstützte. Der proösterreichische Frauenkreis stand jedoch im Gegensatz zu den politischen Vorstellungen des Herzogs von Lerma, des mächtigen Premierministers und engsten Beraters Philipps. Lerma vertrat die Auffassung, Spanien müsse trotz seiner dynastischen Beziehungen zu Österreich ein völlig unabhängiger Staat bleiben und benötige keine engere Bindung an die österreichischen Habsburger. Margarete missbilligte seinen Einfluss auf ihren Ehemann und wurde zunehmend melancholisch. Sie hielt Lerma sogar für korrupt. Zusätzliche Spannungen entstanden, weil Lerma dem König eine Geliebte zuführte: Mariana de San José gewann großen Einfluss auf Philipp und beherrschte ihn offenbar bis zu seinem Tod. Sowohl ihr Einfluss als auch der des Herzogs von Lerma blieben während Margaretes letzter Lebensjahre bestehen; Lermas politische Macht fiel erst 1618, drei Jahre vor Philipps Tod. Margarete starb am 3. Oktober 1611 im Alter von 26 Jahren im Escorial. Ihr Tod ereignete sich wenige Tage nach der Geburt ihres achten Kindes. Als Ursache wurde das Eindringen einer Infektion genannt. Daneben kursierte die Vermutung, sie sei durch Weihrauchrauch vergiftet worden, der auf Befehl Don Rodrigo de Calderóns in ihrem Zimmer entzündet worden sein soll. Calderón wurde erst 1619 beschuldigt und unter Folter zu einem Geständnis gezwungen, schließlich jedoch für unschuldig erklärt. Margarete wurde im Escorial in der Gruft der spanischen Könige und Königinnen beigesetzt. Philipp III. heiratete nach ihrem Tod nicht erneut.

Quelle: მარგარეტ ავსტრიელი (1584-1611) (ka, 4375597). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0