Person

Luisa Maria von Neapel-Sizilien

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Geburt

  1. 27.07.1773

Tod

  1. 19.09.1802

Porträt von Luisa Maria von Neapel-Sizilien
Bildnachweis

German: Marie Luise (Ludovica) von Neapel-Sizilien (1773-1802), Gemahlin von Ferdinand III. von Toskana, an einem Tisch sitzend, Kniestück Luisa Maria Amelia Teresa of Naples and Sicily, Princess of Naples and Sicily (1773-1802), Grand Duchess Consort of Tuscany, wife of Archduke Ferdinand III of Tuscany title QS:P1476,de:"Marie Luise (Ludovica) von Neapel-Sizilien (1773-1802), Gemahlin von Ferdinand III. von Toskana, an einem Tisch sitzend, Kniestück " label QS:Lde,"Marie Luise (Ludovica) von Neapel-Sizilien (1773-1802), Gemahlin von Ferdinand III. von Toskana, an einem Tisch sitzend, Kniestück " label QS:Len,"Luisa Maria Amelia Teresa of Naples and Sicily, Princess of Naples and Sicily (1773-1802), Grand Duchess Consort of Tuscany, wife of Archduke Ferdinand III of Tuscany" label QS:Lcs,"Portrét Luisy Marie Neaplolsko-Sicilské"

Joseph Dorffmeister

Kunsthistorisches Museum Wien, Bilddatenbank .

Bildquelle: File:Joseph Dorffmeister - Marie Luise (Ludovica) von Neapel-Sizilien (1773-1802), Gemahlin von Ferdinand III. von Toskana, an einem Tisch sitzend, Kniestück.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Luise Maria Amalia Theresia von Bourbon-Sizilien wurde am 27. Juli 1773 im Königspalast von Caserta bei Neapel geboren. Sie war die zweitälteste Tochter Ferdinands IV., des Königs von Neapel und Sizilien, und seiner Frau Maria Karolina von Österreich. Damit entstammte sie zwei bedeutenden europäischen Dynastien: Ihr Vater gehörte dem Haus Bourbon an, während ihre Mutter eine Tochter Kaiser Franz’ I. und Maria Theresias war. Luise Maria wuchs mit insgesamt siebzehn Geschwistern auf. Zu ihnen gehörten Maria Theresia, die spätere Ehefrau Kaiser Franz’ II., Maria Amalia, die Königin der Franzosen wurde, sowie mehrere spätere Könige und Königinnen Europas. Viele ihrer Geschwister starben bereits im Kindesalter. Am 15. August 1790 wurde Luise Maria in Neapel durch Stellvertreter mit Erzherzog Ferdinand Joseph Johann von Österreich-Toskana verheiratet. Er war der zweite Sohn Kaiser Leopolds II. und wurde im selben Jahr als Ferdinand III. Großherzog der Toskana. Die feierliche Hochzeit fand am 19. September 1790 in Wien statt. Durch diese Verbindung wurde Luise Maria Großherzogin der Toskana und zugleich zu einem Bindeglied zwischen den bourbonischen und habsburgischen Herrscherhäusern. Ihre Ehe mit Ferdinand war eine dynastische Verbindung unter nahen Verwandten, prägte jedoch zugleich die Zukunft des toskanischen Hauses. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten. Die älteren Kinder Karolina Ferdinanda und Erzherzog Franz Leopold starben bereits im Kindesalter. Der Sohn Leopold wurde später als Leopold II. Großherzog der Toskana. Die Tochter Maria Theresia Franziska heiratete Karl Albert, den späteren König von Sardinien-Piemont. Eine weitere Tochter, Maria Luise Josepha, überlebte ebenfalls die Kindheit. Das sechste Kind wurde 1802 tot geboren. Luises Leben wurde zunehmend von den politischen Umwälzungen der Napoleonischen Kriege bestimmt. 1799 marschierten die Truppen des französischen Generals Bonaparte in Florenz ein und besetzten das Großherzogtum Toskana. Die großherzogliche Familie musste fliehen und suchte in Österreich Zuflucht bei Ferdinands Verwandten. Während der Jahre des Exils brachte Luise Maria drei ihrer Kinder zur Welt. Ihre Familie lebte zu dieser Zeit unter unsicheren politischen Bedingungen, da die Zukunft der toskanischen Herrschaft von den Friedensverträgen und den Entscheidungen Napoleons abhing. Durch den Frieden von Lunéville und den Vertrag von Aranjuez verlor Ferdinand III. 1801 seinen Titel als Großherzog der Toskana. Das Land wurde von Bonaparte dem von Frankreich abhängigen Königreich Etrurien angeschlossen. Ferdinand musste damit auf seine Herrschaft verzichten, während die Familie weiterhin außerhalb ihrer ursprünglichen Residenz lebte. Erst nach dem Ende der Napoleonischen Kriege konnte Ferdinand 1814 auf den toskanischen Thron zurückkehren. Luise Maria starb am 19. September 1802 in Wien, kurz nach der Geburt ihres letzten Kindes. Sie erlag im Alter von 29 Jahren dem Kindbettfieber. Ihr Tod ereignete sich nur wenige Monate bevor Ferdinand im Rahmen des Pariser Friedensvertrags vom 26. Dezember 1802 als Entschädigung die säkularisierten Besitzungen des Erzstifts Salzburg erhielt. Die politischen Veränderungen, die ihre Familie geprägt hatten, setzten sich somit unmittelbar nach ihrem Tod fort. Neun Jahre nach Luises Tod heiratete Ferdinand 1821 erneut. Seine zweite Frau wurde Maria Ferdinanda von Sachsen, die als Schwägerin seines Sohnes Leopold mit der Familie verbunden war. Aus dieser Ehe gingen keine Kinder hervor. Luise Maria und Ferdinand begründeten mit ihren Nachkommen den toskanischen Seitenzweig des Hauses Habsburg-Lothringen, der durch die Herrschaft ihres Sohnes Leopold II. und die Verbindungen ihrer Tochter zu den sardisch-piemontesischen Herrschern weiterhin eine wichtige Rolle in der europäischen Dynastiegeschichte spielte.

Quelle: Bourbon–Szicíliai Lujza toszkánai nagyhercegné (hu, 28683977). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0