Person

Friedrich II.

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Geburt

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Tod

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Porträt von Friedrich II.
Bildnachweis

Friedrich II. the Gentle, son of Friedrich I., died 1464 title QS:P1476,en:"Friedrich II. the Gentle, son of Friedrich I., died 1464 " label QS:Len,"Friedrich II. the Gentle, son of Friedrich I., died 1464 " label QS:Lde,"Friedrich II. d. Sanftmütige, Sohn Friedrichs I., gestorben 1464"

Lucas Cranach the Younger

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Bildquelle: File:Friedrich II. der Sanftmütige, Kurfürst von Sachsen (AT KHM GG4793).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Friedrich II. von Sachsen, genannt „der Sanftmütige“, „der Gute“ oder „der Bedächtige“, wurde am 22. August 1412 in Leipzig geboren und starb dort am 7. September 1464. Er entstammte der ersten Linie des Hauses Wettin und gehörte zu den bedeutenden Fürsten des Heiligen Römischen Reiches. Von 1428 bis zu seinem Tod war er Kurfürst von Sachsen, Herzog von Sachsen-Wittenberg und Markgraf von Meißen. Außerdem war er von 1440 bis 1445 Landgraf von Thüringen. Friedrich war der älteste Sohn des sächsischen Markgrafen Friedrichs I. und dessen Ehefrau Katharina von Braunschweig-Lüneburg, einer Tochter Herzog Heinrichs I. Sein Vater hatte an der Seite König und späteren Kaiser Sigismunds von Luxemburg gegen die Hussiten gekämpft. Als Anerkennung erhielt er 1423 das Herzogtum Sachsen-Wittenberg und die sächsische Kurwürde. Nach dem Tod Friedrichs I. im Jahr 1428 übernahm sein ältester Sohn die Herrschaft, zunächst gemeinsam mit seinen jüngeren Brüdern Wilhelm, Heinrich und Sigismund. Die frühen Jahre seiner Regierung waren von den Hussitenkriegen geprägt. 1428 drangen hussitische Truppen bis in die Lausitz, nach Schlesien und sogar nach Österreich vor. Sie besetzten Dresden, verwüsteten zahlreiche ländliche Gebiete, zerstörten die Bergwerke von Scharfenberg und brannten unter anderem Strehla und Belgern nieder. Im folgenden Jahr wurden mehr als hundert Städte und Burgen sowie rund 1.300 Dörfer zerstört. 1431 nahm Friedrich gemeinsam mit dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich I. und dem thüringischen Landgrafen Friedrich IV. an einem großen Kreuzzug gegen die Hussiten teil. Das Heer umfasste etwa 80.000 Männer, erlitt jedoch eine vollständige Niederlage. Ohne eine Schlacht gewagt zu haben, zog es sich am 14. August 1431 aus dem böhmischen Gebiet zurück, während die Hussiten die fliehenden Truppen angriffen. Nach mehr als fünfzehn Jahren Krieg gelang den beteiligten Fürsten 1433 schließlich der Friedensschluss mit den Hussiten. Unter Friedrichs Herrschaft entwickelten sich auch die politischen Strukturen Sachsens weiter. Das Zusammentreffen der örtlichen Landstände im Jahr 1438 gilt als erster sächsischer Landtag. Die gewählten Kammern erhielten das Recht, sich auch ohne Einberufung durch den Herrscher zu versammeln und über neue Formen der Besteuerung zu beraten. Später mussten sie auch bei Entscheidungen über Krieg und Frieden konsultiert werden. Damit entstand eine institutionelle Grundlage für die Mitwirkung der Stände an der sächsischen Politik. Als Friedrichs Onkel Friedrich IV., der „Friedfertige“, 1440 starb, fiel die Landgrafschaft Thüringen an das Kurfürstentum Sachsen zurück. Kurz darauf zogen sich Heinrich und Sigismund aus der gemeinsamen Regierung zurück. Friedrich und sein Bruder Wilhelm teilten daraufhin die wettinischen Gebiete untereinander auf. Nach dem 1445 in Altenburg vorgelegten Plan sollte Wilhelm die thüringischen und fränkischen Teile erhalten, während Friedrich den östlichen Teil des Herrschaftsgebiets bekam. Die Bergwerke blieben gemeinsamer Besitz. Die Umsetzung dieser Vereinbarung führte jedoch zu neuen Spannungen. Obwohl der römisch-deutsche König Friedrich III. den Teilungsplan bestätigte, stritten die Brüder über seine praktische Durchführung. Daraus entstand 1446 ein Bruderkrieg, der erst am 27. Januar 1451 mit dem Frieden von Naumburg beendet wurde. Ein weiterer wichtiger außenpolitischer Erfolg war der Vertrag von Eger vom 25. April 1459. Friedrich und sein Bruder Wilhelm einigten sich darin mit dem böhmischen König Georg von Podiebrad auf die Grenze zwischen Böhmen und Sachsen. Sie verlief entlang des Hauptkamms des Erzgebirges und in der Mitte der Elbe. Große Teile dieser Grenzziehung bestehen bis in die Gegenwart fort und gehören damit zu den ältesten noch bestehenden Grenzen Europas. Am 3. Juni 1431 heiratete Friedrich Margarete von Habsburg, eine Tochter Herzog Ernsts des Eisernen, des Herrschers über Innerösterreich. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. Die Töchter Amalia und Anna wurden durch ihre Ehen mit dem bayerischen Herzog Ludwig IX. beziehungsweise dem brandenburgischen Markgrafen Albrecht Achilles politisch bedeutend. Friedrichs Sohn Friedrich starb bereits 1451. Zwei weitere Söhne, Ernst und Albrecht, sollten die Zukunft des Hauses Wettin entscheidend prägen. Ernst heiratete 1460 Elisabeth, eine Tochter des bayerischen Herzogs Albrecht III.; Albrecht vermählte sich 1459 mit Sidonie von Podiebrad, einer Tochter des böhmischen Königs Georg. Die Töchter Margarete und Hedwig traten in den geistlichen Stand ein und wurden Äbtissinnen von Seusslitz beziehungsweise Quedlinburg. Der jüngste Sohn Alexander starb bereits im Jahr seiner Geburt 1447. Nach Friedrichs Tod im Jahr 1464 teilten seine Söhne Ernst und Albrecht die Regierung untereinander. Aus ihren Linien gingen die ernestinische und die albertinische Linie der Wettiner hervor. Die albertinische Linie übernahm später die sächsische Kurwürde und stellte die Könige von Sachsen. Friedrich II. hinterließ damit nicht nur ein gefestigtes Herrschaftsgebiet, sondern auch eine dynastische Ordnung, die die Geschichte Sachsens über Jahrhunderte prägen sollte.

Quelle: Frédéric II de Saxe (fr, 238699096). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0