Person

Anna von Sachsen

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Geburt

  1. 1436

  2. 07.03.1437

Tod

  1. 31.10.1512

  2. 1512

Biografie

Anna von Sachsen wurde am 7. März 1437 in Meißen geboren. Sie entstammte dem Haus Wettin und war die zweite Tochter des sächsischen Kurfürsten Friedrichs II. und seiner Ehefrau Margarete von Österreich, einer österreichischen Erzherzogin. Ihre ältere Schwester hieß Amalia. Später wuchs die Familie um die jüngeren Geschwister Friedrich, Ernst, Albrecht, Margarete, Hedwig und Alexander, der bereits als Säugling starb. Im Alter von 21 Jahren heiratete Anna am 12. November 1458 in Ansbach den 44-jährigen Markgrafen Albrecht III. Achilles von Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Kulmbach. Albrecht war bereits verwitwet und brachte vier kleine Kinder aus seiner ersten Ehe mit in die Verbindung. Die Ehe sollte vor allem die Beziehungen zwischen den Familien Wettin und Hohenzollern festigen. Zusätzlich war eine Heirat zwischen Annas Bruder und einer Tochter Albrechts vorgesehen, die jedoch nicht zustande kam. Als Witwengut erhielt Anna das Amt und die Burg Hoheneck sowie die Orte Leutershausen und Colmberg. Aus ihrer Ehe mit Albrecht gingen dreizehn Kinder hervor. Im Februar 1471 wurde Albrecht zum regierenden Kurfürsten von Brandenburg. Anna war damit an der Seite eines der bedeutendsten Fürsten des Reiches. 1473 stimmte sie einem dynastischen Gesetz zu, das die Unteilbarkeit der Mark Brandenburg festlegte. Zugleich erlaubte es, die fränkischen Besitzungen unter mehreren Söhnen aufzuteilen. Nach dieser Regelung sollte Albrechts Sohn aus erster Ehe die brandenburgische Kurwürde erben, während Annas zwei Söhne die fränkischen Gebiete erhalten sollten. Die Vereinbarung ordnete damit die Nachfolge innerhalb der weit verzweigten Herrschaftsgebiete und legte unterschiedliche Perspektiven für die Kinder aus Albrechts erster und zweiter Ehe fest. In seinem Testament bestimmte Albrecht III. Achilles, dass Anna nach seinem Tod Anspruch auf Einkünfte und Wohnsitze in Neustadt an der Aisch, Erlangen, Dachsbach, Liebenow und Baiersdorf haben sollte. Eine eigene landesherrliche oder souveräne Gewalt wurde ihr jedoch nicht zugesprochen. Albrecht starb im März 1486. Anna lebte zunächst gemeinsam mit ihrem Sohn Friedrich in Ansbach. 1487 zog sie nach Neustadt an der Aisch, wo sie einen aufwendigen Hof unterhielt. Dort verbrachte sie die letzten Jahrzehnte ihres Lebens in einer standesgemäßen, von höfischer Repräsentation geprägten Umgebung. Anna starb am 31. Oktober 1512 während der Herrschaft des brandenburgischen Kurfürsten Joachim I. Nestor. Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der markgräflichen Gruft des Klosters Heilsbronn. Die Platte ihres Grabes ist bis heute erhalten. Die große Zahl ihrer Kinder prägte das dynastische Netzwerk der folgenden Generationen. Der älteste Sohn Friedrich lebte von 1460 bis 1536. Er wurde 1486 Markgraf von Brandenburg-Ansbach und 1495 zusätzlich Markgraf von Brandenburg-Kulmbach. Er heiratete die polnische Königstochter Sophia Jagiellon und hatte siebzehn Kinder. Annas Tochter Amalia, geboren 1461, heiratete Kaspar, den Pfalzgrafen von Zweibrücken, blieb jedoch kinderlos. Eine weitere Tochter namens Anna starb bereits im Säuglingsalter. Die Tochter Barbara war zweimal verheiratet, hatte aber keine Kinder. Zwei Söhne namens Albrecht starben kurz nach ihrer Geburt: Der erste kam am 5. März 1466 zur Welt und lebte acht Monate, der zweite wurde am 16. Juli 1470 geboren und starb bereits am 12. August desselben Jahres. Sibylle heiratete Wilhelm, den Herzog von Jülich und Berg, und hatte eine Tochter. Der Sohn Siegmund, der von 1468 bis 1495 lebte, wurde 1486 Markgraf von Brandenburg-Kulmbach. Er blieb unverheiratet und kinderlos. Annas Tochter Dorothea wurde Äbtissin in Bamberg. Georg starb bereits 1476 im Alter von vier Jahren. Elisabeth heiratete den Grafen Hermann VIII. von Henneberg-Aschach und hatte neun Kinder. Magdalena lebte nur von 1476 bis 1478. Die jüngste Tochter Anastasia heiratete Graf Wilhelm VII. von Henneberg-Schleusingen und wurde Mutter von vierzehn Kindern. Anna von Sachsen verkörperte damit eine für die spätmittelalterliche Fürstenwelt typische Verbindung von dynastischer Politik, territorialer Ordnung und familiären Bündnissen. Ihre Ehe verband das Haus Wettin mit den Hohenzollern, während die Regelungen zur Erbfolge die politische Zukunft Brandenburgs und der fränkischen Besitzungen bestimmten. Als Witwe verfügte sie über eigene Einkünfte und mehrere Aufenthaltsorte, auch wenn ihr keine souveräne Herrschaft zustand. Ihr Hof in Neustadt an der Aisch und die überlieferten Lebenswege ihrer Kinder zeigen ihre Stellung innerhalb des europäischen Fürstenadels am Übergang vom 15. zum 16. Jahrhundert.

Quelle: Анна Саксонська (1437—1512) (uk, 47209252). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0