Person

Maria Anna von Bayern

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Geburt

  1. 18.12.1574

Tod

  1. 08.03.1616

Porträt von Maria Anna von Bayern
Bildnachweis

German: Erzherzogin Maria Anna (1574-1616), Herzogin in Bayern, mit einem Hund Portrait of Maria Anna of Bavaria (1574–1616) , Archduchess of Austria label QS:Lde,"Erzherzogin Maria Anna (1574-1616), Herzogin in Bayern, mit einem Hund" label QS:Len,"Portrait of Maria Anna of Bavaria (1574–1616) , Archduchess of Austria"

Joseph Heintz the Elder

Kunsthistorisches Museum Wien, Bilddatenbank .

Bildquelle: File:Joseph Heintz d. Ä. 005.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maria Anna von Bayern wurde am 8. Dezember 1574 in München als Angehörige des Hauses Wittelsbach geboren. Sie war eine Tochter des bayerischen Herzogs Wilhelm V. und der Renata von Lothringen, einer Tochter des lothringischen Herzogs Franz I. Über ihre väterliche Großmutter Anna von Habsburg war Maria Anna außerdem eine Urenkelin des römisch-deutschen Kaisers und ungarischen Königs Ferdinand I. Ihre Familie war weit verzweigt: Von den zehn Kindern ihrer Eltern erreichten mehrere bedeutende kirchliche oder politische Ämter. Ihr Bruder Maximilian wurde später Herrscher von Bayern und 1623 Kurfürst, während andere Brüder Bischöfe, Kardinal oder Kurfürst wurden. Zwei ihrer Geschwister starben bereits im Kindesalter, ebenso mehrere weitere Geschwister in jungen Jahren. Am 23. April 1600 heiratete Maria Anna in Graz ihren Cousin Ferdinand von Österreich. Er war der älteste Sohn des Erzherzogs Karl II. von Österreich und dessen Ehefrau Maria Anna von Bayern. Beide Eheleute stammten somit von Herzog Albrecht V. von Bayern und Anna von Habsburg ab. Ferdinand führte zu dieser Zeit den Titel eines Herzogs von Innerösterreich. Später sollte er als Ferdinand II. römisch-deutscher Kaiser sowie König von Ungarn und Böhmen bekannt werden. Die Ehe verband zwei mächtige katholische Dynastien und brachte sieben Kinder hervor. Die ersten beiden, die Erzherzogin Christina und Erzherzog Karl, starben bereits als Säuglinge. 1605 wurde Erzherzog Johann Karl geboren, der 1619 im Alter von vierzehn Jahren starb. Der 1608 geborene Ferdinand wurde später als Ferdinand III. römisch-deutscher Kaiser sowie König von Ungarn und Böhmen. Er heiratete nacheinander 1631 die spanische Infantin Maria Anna, 1648 die Erzherzogin Maria Leopoldina von Habsburg-Tirol und 1651 Eleonore Magdalena Gonzaga, eine Prinzessin aus Mantua. Maria Annas gleichnamige Tochter, geboren 1610, heiratete 1635 den bayerischen Kurfürsten Maximilian I. Eine weitere Tochter, Erzherzogin Cäcilia Renata, wurde 1611 geboren und vermählte sich 1637 mit dem polnischen König Władysław IV. Der jüngste Sohn, Erzherzog Leopold Wilhelm, kam 1614 zur Welt. Er war später von 1647 bis 1656 Statthalter der Habsburgischen Niederlande und von 1641 bis 1662 Hochmeister des Deutschen Ordens. Maria Anna starb am 8. März 1616, zwei Jahre nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes, unerwartet in Graz. Sie erlebte daher nicht mehr, wie ihr Ehemann politisch weiter aufstieg: 1617 wurde Ferdinand König von Böhmen, 1618 König von Ungarn und nach dem Tod Kaiser Matthias’ im Jahr 1619 römisch-deutscher Kaiser. Maria Anna wurde im Grazer Mausoleum der Habsburger beigesetzt. Ihre Bedeutung liegt vor allem in ihrer dynastischen Stellung als bayerische Wittelsbacherin, ihrer Verbindung mit den Habsburgern und ihrer Rolle als Mutter des späteren Kaisers Ferdinand III.

Quelle: Mária Anna bajor hercegnő (1574–1616) (hu, 27542078). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0