Person

Eleonore von Österreich

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Geburt

  1. 21.05.1653

Tod

  1. 17.12.1697

Porträt von Eleonore von Österreich
Bildnachweis

Eleanora Višniavieckaja (Habsburg). Элеанора Вішнявецкая (Габсбург) (XVII)

Unidentified painter

Lviv National Art Gallery

Bildquelle: File:Eleanora Višniavieckaja (Habsburg). Элеанора Вішнявецкая (Габсбург) (XVII).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Eleonora Maria Josefa von Österreich wurde am 31. Mai 1653 in Regensburg als Tochter Kaiser Ferdinands III. und Eleonora Magdalenas von Mantua geboren. Ihr Vater starb 1657, als sie erst vier Jahre alt war; auf ihn folgte Eleonoras Bruder. Über ihre Kindheit ist wenig bekannt. Sie erhielt jedoch eine anspruchsvolle Bildung und beherrschte Französisch und Italienisch. Später lernte sie auch Polnisch, verwendete aber bevorzugt Latein. Als der unverheiratete Michał Korybut Wiśniowiecki 1669 zum König von Polen gewählt wurde, begannen umgehend Verhandlungen über seine Eheschließung mit einer Angehörigen des Hauses Habsburg. Ein polnisches Gesandtschaft unter Leitung des Vizekanzlers Andrzej Olszowski reiste deshalb nach Wien. Eleonora und Michał heirateten am 27. Februar 1670 im Kloster Jasna Góra in Częstochowa. Die Ehe blieb ohne überlebende Kinder: Im November 1670 brachte Eleonora einen totgeborenen Sohn zur Welt, 1671 erlitt sie eine Fehlgeburt. Gegner des Königs verbreiteten das Gerücht, Michał habe sie gezwungen, Schwangerschaften vorzutäuschen; ob dies zutraf, ist nicht bekannt. Eleonora galt als vorbildliche, treue und hingebungsvolle Ehefrau. Die erfahrene Hofdame Klara Izabella Pacowa wurde ihre Vertraute und unterstützte sie dabei, ihre Aufgaben als Königin zu erlernen. Eleonora begleitete ihren Mann auf offiziellen Reisen durch Polen und gewann dort große Anerkennung. Selbst seine politischen Gegner beschrieben sie als schön und tugendhaft. Ihre Familie erwartete von ihr, als habsburgische Einflussnehmerin in Polen zu wirken. Eleonora hielt sich jedoch aus der Politik heraus und ließ sich nicht für Hofintrigen gewinnen. Auch als das profranzösische und habsburgfeindliche Lager, angeführt vom Primas Mikołaj Prażmowski und dem Hetman Jan Sobieski, sie zur Trennung von ihrem Mann bewegen wollte, blieb sie ihm öffentlich loyal. 1672 verschärfte sich der Konflikt zwischen dem König und der Opposition so sehr, dass ein Bürgerkrieg drohte. Beide Seiten verweigerten im Sejm jeden Kompromiss. Eleonora bemühte sich, Michał mit Jan Sobieski zu versöhnen. Im Februar 1672 bat der Sejm sie, zwischen den Parteien zu vermitteln. Gemeinsam mit dem apostolischen Nuntius Franciszek Buonvisi, dem Krakauer Bischof Andrzej Trzebicki sowie weiteren politischen Vertretern nahm sie diese Aufgabe an. Nach langen Gesprächen, deren wichtigste Runde am 2. März 1673 stattfand, kam eine Einigung zustande: Die Unzufriedenen erkannten Michałs Wahl an und erhielten im Gegenzug eine Amnestie. Die Gefahr eines Bürgerkriegs war damit abgewendet, und Eleonora wurde ein wesentlicher Anteil an diesem Erfolg zugeschrieben. Am 10. November 1673 starb Michał während eines Feldzugs, und Eleonora wurde Witwe. Das Haus Habsburg schlug ihr daraufhin eine Ehe mit Karl V., dem im Exil lebenden Herzog von Lothringen, vor. Er sollte mit habsburgischer Unterstützung bei der polnischen Königswahl kandidieren und dabei von Eleonoras Beliebtheit profitieren. Stattdessen gewann 1674 Jan Sobieski die Wahl. Eleonora blieb zunächst in Polen und lebte auf ihrem Witwensitz in Thorn. Im Frühjahr 1675 kehrte sie nach Wien zurück. Eleonora verliebte sich in Karl V. Die Heirat verzögerte sich jedoch, weil Lothringen von Frankreich besetzt war und Karl deshalb als nicht standesgemäß angesehen wurde. Um den Rangunterschied auszugleichen, ernannte man ihn zum Gouverneur von Tirol. Am 4. Februar 1678 heirateten Eleonora und Karl in Wiener Neustadt. Die Hochzeit löste im polnisch-litauischen Gemeinwesen Spekulationen aus, da man eine Verschwörung gegen den regierenden König Jan III. Sobieski befürchtete. Eleonora blieb weiterhin in engem Kontakt mit polnischen Vertretern, unter ihnen Dymitr Wiśniowiecki und der Woiwode von Kalisz, Jan Opaliński. Der vermutete Umsturzplan wurde jedoch nie verwirklicht; zur selben Zeit näherte sich Sobieski dem Haus Habsburg an. Da Lothringen weiterhin von Frankreich besetzt war, ließ sich das Paar in Innsbruck nieder. Die Ehe galt als glücklich, und Eleonora und Karl hatten sechs Kinder. Nach Karls Tod 1690 übernahm Eleonora formal die Regentschaft für ihren ältesten Sohn, der erst elf Jahre alt war. Tatsächlich blieb Lothringen unter französischer Besetzung. Als nominelle Regentin setzte sie sich beharrlich für die Wiederherstellung des Herzogtums ein. Nach dem Tod Jan III. Sobieskis im Jahr 1696 stellte Eleonora ihren inzwischen siebzehnjährigen Sohn Leopold Józef als Kandidaten für den polnischen Thron auf. Sie versuchte, durch Briefe an polnische Würdenträger, darunter Michał Radziejowski, Unterstützung für ihn zu gewinnen. Leopold verlor die Wahl jedoch. Eleonoras wichtigstes politisches Ziel erreichte sie schließlich in den Verhandlungen zum Frieden von Rijswijk, durch den die Wiederherstellung Lothringens ermöglicht wurde. Kurz danach starb sie 1697; die überlieferte Darstellung nennt dabei sowohl Innsbruck als auch Wien als Sterbeort und unterschiedliche November- beziehungsweise Dezemberdaten.

Quelle: Eleonora av Österrike (1653–1697) (sv, 58830596). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0