Person

Cimburgis von Masowien

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Geburt

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Tod

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Porträt von Cimburgis von Masowien
Bildnachweis

Portrait of Archduchess Cymburgis of Masovia. label QS:Len,"Portrait of Archduchess Cymburgis of Masovia." label QS:Lpl,"Portret arcyksiężnej Cymbarki mazowieckiej ."

Anton Boys

bilddatenbank.khm.at

Bildquelle: File:Cymbarka mazowiecka.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Cimburga von Masowien, auch Cymburgis, Cimburga oder Zimburg genannt, wurde vermutlich 1394 oder 1397 in Warschau im Herzogtum Masowien geboren. Sie entstammte dem polnischen Fürstenhaus der Piasten und wurde durch ihre Ehe Herzogin von Österreich. Über ihr Leben sind nur wenige wissenschaftlich gesicherte Einzelheiten bekannt; vieles beruht auf widersprüchlichen Chroniken des 15. Jahrhunderts. Cimburga war eine Tochter Siemowits IV., des Herzogs von Masowien, und Alexandras von Litauen. Ihre Mutter war eine Schwester des polnischen Königs Władysław II. Jagiełło und stammte mütterlicherseits von Alexander von Twer aus dem Großfürstentum Wladimir-Susdal ab. Cimburgas Bruder Alexander von Masowien wurde später Fürstbischof von Trient und Patriarch von Aquileia. Im Februar 1412 heiratete Cimburga Herzog Ernst I. von Österreich. Die politischen Hintergründe dieser Verbindung werden unterschiedlich beurteilt. Ältere Forschungen schrieben König Sigismund eine entscheidende Rolle bei der Eheschließung zu, während neuere Deutungen vermuten, dass die Ehe zunächst Teil eines Bündnisses gegen ihn gewesen sein könnte. Im Gegensatz zum als jähzornig beschriebenen Ernst soll Cimburga einen ruhigen Charakter besessen haben. Diese Eigenschaft wurde besonders ihrem ersten Sohn Friedrich zugeschrieben, der später als Friedrich III. römisch-deutscher Kaiser wurde. Nach der Hochzeit lebte Cimburga häufig in Wiener Neustadt, das zu ihrer neuen Residenz wurde. Einige Mitglieder ihres eigenen Gefolges nahm sie dorthin mit; sie ließen sich dauerhaft in der Stadt nieder. Cimburga blieb außerdem mit ihrer masowischen Familie verbunden. Ihre Anwesenheit in Wiener Neustadt ist auch für die Zeit nach dem Tod ihres Mannes belegt. Als Ernst am 18. März 1414 den Titel eines Erzherzogs erhielt, führte Cimburga offiziell den Titel einer Erzherzogin. Die Ehe des Paares brachte mehrere Kinder hervor. Der 1415 geborene Friedrich wurde später römisch-deutscher Kaiser und heiratete Eleonore von Portugal. Die Tochter Margarete heiratete Friedrich II., Herzog und Kurfürst von Sachsen. Albrecht VI. wurde Erzherzog von Österreich und war mit Mechthild von der Pfalz verheiratet. Weitere Kinder waren Alexandra, Rudolf, Leopold, Katharina, Anna und Ernst II.; mehrere von ihnen starben bereits im Kindesalter oder in jungen Jahren. Nach dem Tod Ernsts übernahm dessen Bruder, Herzog Friedrich IV., wie zuvor vereinbart die Vormundschaft über die Kinder und damit die Herrschaft in den österreichischen Vorlanden. Die Kinder blieben zunächst bei ihrer Mutter. Cimburga starb am 28. September 1429 in Türnitz während einer Pilgerreise zum Kloster Mariazell. Ihre letzte Ruhestätte fand sie im Kloster Lilienfeld. Ihr Tod fiel in dasselbe Jahr, in dem auch ihre Tochter Anna starb; ihr Sohn Ernst II. folgte erst 1432. Cimburgas historische Bedeutung liegt vor allem darin, dass sie die Mutter Friedrichs III. und damit eine Vorfahrin der habsburgischen Dynastie war. Ihr Enkel, Kaiser Maximilian I., ließ für sein Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche lebensgroße Bronzestatuen bedeutender Angehöriger seiner Familie anfertigen. Zu dieser Reihe gehört auch eine Statue Cimburgas. Um ihre Person bildeten sich später verschiedene Legenden. Besonders bekannt ist die Erzählung, sie habe die für das Haus Habsburg typische vorstehende Unterlippe in die Familie eingebracht und diese körperliche Eigenheit sei über viele Generationen hinweg vererbt worden. Außerdem wurde ihr außergewöhnliche Körperkraft zugeschrieben: Sie soll mit einer Hand einen beladenen Wagen gezogen und mit der anderen ein Hufeisen gebogen haben oder sogar Nägel aus einer Wand herausziehen können. Ob diese Geschichten einen historischen Kern besitzen, ist nicht belegt. Eine weitere Überlieferung erschien im 16. Jahrhundert in Johann Jakob Fuggers „Oglinda de onoare a Casei de Austria“, einer Darstellung der Ehre des Hauses Österreich. Danach soll Cimburga auf ihrer Brautfahrt ihren künftigen Ehemann Ernst während einer Jagd kennengelernt haben, wobei er ihr das Leben rettete. Diese Szene wurde später auch künstlerisch aufgegriffen: Franz Dobiaschofsky malte 1850 ein Bild zu dieser Legende, das sich im Wiener Belvedere befindet.

Quelle: Cimburga de Mazovia (ro, 17385350). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

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Kinder

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