Person
Amalia von Sachsen
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
04.08.1436
Tod
19.11.1501
19.11.1502
Biografie
Amalia von Sachsen (4. April 1436 – 19. November 1501) war eine sächsische Prinzessin aus dem Haus Wettin und Herzogin von Bayern-Landshut. Sie war die älteste Tochter des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. und dessen Ehefrau Margarete von Österreich. Geboren wurde sie in Meißen, im sechsten Ehejahr ihrer Eltern. Zu ihren Geschwistern gehörten die Schwestern Anna, Margarete und Hedwig sowie die Brüder Friedrich, Ernst, Albrecht und Alexander, der bereits im Säuglingsalter starb.
Amalias Kindheit und Jugend fielen in eine politisch unruhige Zeit. Von 1446 bis 1451 führte ihr Vater den Sächsischen Bruderkrieg gegen seinen Bruder Wilhelm. Der Konflikt endete mit dem Naumburger Frieden. Im darauffolgenden Jahr wurde Amalia verheiratet, was zugleich der dynastischen Verbindung zwischen den beteiligten Fürstenhäusern diente.
Am 21. März 1452 heiratete die damals fünfzehnjährige Amalia in Landshut den fünfunddreißigjährigen Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut, der wegen seines Reichtums auch „Ludwig der Reiche“ genannt wurde. Die Hochzeit wurde mit großer Pracht gefeiert. Amalia lebte mit ihrem Hofstaat auf der Burg Trausnitz. Die Ehe des herzoglichen Paares wurde von vier Kindern geprägt: Elisabeth, Georg, Margarete und Anna. Elisabeth starb bereits im Alter von etwa vier Jahren, während Anna 1462 als Säugling verstarb.
Im Jahr 1463 überließ Ludwig seiner Ehefrau die Burg Burghausen als eigene Residenz. Amalia ließ dort die Heilig-Geist-Kirche gründen. Ihre Stellung als Herzogin zeigte sich damit nicht nur in der höfischen Repräsentation, sondern auch in der Förderung religiöser Bauvorhaben und der Gestaltung ihrer eigenen Residenz.
Der älteste überlebende Sohn des Paares, Georg, wurde später Herzog von Bayern-Landshut und regierte von 1479 bis 1503. Er heiratete die polnische Königstochter Hedwig Jagiellonica und hatte fünf Kinder. Die Tochter Margarete wurde mit dem pfälzischen Kurfürsten Philipp verheiratet und bekam vierzehn Kinder. Damit setzte sich Amalias dynastische Bedeutung auch in der folgenden Generation fort.
Nach dem Tod Ludwigs IX. im Jahr 1479 verließ Amalia Bayern. Als Witwengut erhielt sie von ihrem Sohn jährlich 800 rheinische Gulden. Anschließend erwarb sie von ihren Brüdern die Burg Rochlitz und das umliegende Gebiet. Seit 1481 lebte sie dort bis zu ihrem Tod. Während ihrer Zeit in Rochlitz wurde die Burg erweitert und entwickelte sich фактически zu einem Palast. In der Stadt entstand die Peterskirche; außerdem ließ Amalia die Kapelle der Burg erneuern. Dort bewahrte sie eine wertvolle Reliquiensammlung auf.
Amalia überlebte alle ihre Töchter. Sie starb am 19. November 1501 und wurde in der Fürstenkapelle des Meißner Doms beigesetzt. Ihr Leben verband die Interessen eines bedeutenden Fürstenhauses mit den Aufgaben einer Herzogin, Ehefrau und Mutter sowie mit der eigenständigen Gestaltung ihrer Witwenresidenz in Rochlitz.
Quelle: Амалія Саксонська (1436—1501) (uk, 44872182). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0