Person
Albrecht VII. von Habsburg
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Tod
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Bildnachweis
Dutch: Portret van aartshertog Albrecht Portrait of Archduke Albert title QS:P1476,nl:"Portret van aartshertog Albrecht" label QS:Lnl,"Portret van aartshertog Albrecht"
After Peter Paul Rubens
Musea en Erfgoed Antwerpen
Bildquelle: File:Portrait of Albert VII, Archduke of Austria after or by workshop of Rubens.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Albert VII. von Österreich, auch Albrecht VII. genannt, wurde am 13. November 1559 als fünfter Sohn Kaiser Maximilians II. und Maria von Spanien geboren. Seine Mutter war eine Tochter Kaiser Karls V. und Isabella von Portugal. Im Alter von elf Jahren kam Albert an den spanischen Hof, wo sich sein Onkel, König Philipp II., um seine Erziehung kümmerte. Albert galt als intelligent und war zunächst für eine kirchliche Laufbahn vorgesehen. Papst Gregor XIII. ernannte ihn am 3. März 1577, im Alter von erst achtzehn Jahren, zum Kardinal. Wegen seines Alters war dafür eine besondere Genehmigung erforderlich. Als Titelkirche erhielt er Santa Croce in Gerusalemme.
Philipp II. plante, Albert zum Erzbischof von Toledo zu machen. Der amtierende Erzbischof Gaspar de Quiroga y Sandoval lebte jedoch länger als erwartet und starb erst 1594. Albert empfing bis dahin lediglich die niederen Weihen; zum Priester oder Bischof wurde er nie geweiht. Als er 1598 den erzbischöflichen Sitz von Toledo aufgab, legte er auch das Kardinalat nieder. Seine kirchliche Erziehung prägte dennoch seinen späteren Lebensstil und seine religiöse Politik.
Nach der dynastischen Vereinigung Portugals mit Spanien wurde Albert 1583 zum ersten Vizekönig Portugals und seines überseeischen Reiches ernannt. Zugleich war er päpstlicher Legat und Großinquisitor. In dieser Funktion war er an der Vorbereitung der Spanischen Armada von 1588 beteiligt und wehrte 1589 einen englischen Gegenangriff auf Lissabon ab. 1593 rief Philipp II. ihn nach Madrid zurück, wo Albert eine wichtige Rolle in der Regierung der spanischen Monarchie übernahm. Zwei Jahre später boten ihm die irischen Clanführer Hugh O’Neill und Hugh Roe O’Donnell die irische Krone an, da sie sich von Spanien Unterstützung in ihrem Krieg gegen Königin Elisabeth I. erhofften.
Nach dem Tod seines älteren Bruders Erzherzog Ernst 1595 wurde Albert Generalgouverneur der habsburgischen Niederlande. Am 11. Februar 1596 zog er in Brüssel ein. Sein vorrangiges Ziel war es, Spaniens militärische Stellung in den Niederlanden wiederherzustellen. Spanien kämpfte gleichzeitig gegen die Niederländische Republik, England und Frankreich und hatte seit 1590 fast nur Niederlagen erlitten. Zu Beginn seiner Amtszeit gelangen Albert einige Erfolge: Er eroberte Calais und Ardres von den Franzosen sowie Hulst von den Niederländern. Diese Gewinne wurden jedoch durch den dritten Staatsbankrott der spanischen Krone noch im selben Jahr überschattet.
1597 folgten schwere Rückschläge. Moritz von Nassau, Statthalter der Niederlande und Fürst von Oranien, nahm die letzten spanischen Stützpunkte nördlich der großen Flüsse sowie Rheinberg ein. Zwar eroberten spanische Truppen Amiens durch eine List, doch Heinrich IV. von Frankreich gewann die Stadt im September zurück. Da das Geld für den Sold der Truppen fehlte, kam es zudem zu mehreren Meutereien. Albert bemühte sich deshalb um Friedensverhandlungen. Unter päpstlicher Vermittlung wurde am 2. Mai 1598 der Frieden von Vervins zwischen Spanien und Frankreich geschlossen.
Wenige Tage später kündigte Philipp II. an, seine älteste Tochter Isabella Clara Eugenia mit Albert zu verheiraten und ihnen gemeinsam die Herrschaft über die habsburgischen Niederlande zu übertragen. Falls das Paar kinderlos blieb, sollten die Niederlande an Spanien zurückfallen. Albert legte am 13. Juli 1598 sein Kardinalat nieder. Die Ehe wurde zunächst am 15. November in Ferrara stellvertretend geschlossen und am 18. April 1599 in Valencia persönlich vollzogen. Albert war damals 39 Jahre alt, Isabella 33.
Die erste Hälfte ihrer gemeinsamen Herrschaft war vom Krieg geprägt. Albert hielt eine Rückeroberung der nördlichen Provinzen für kaum realistisch und verfolgte gegenüber den Gegnern eine flexiblere Politik als sein Schwager Philipp III. von Spanien. Seine Entscheidungen vor Ort führten wiederholt zu Spannungen mit Madrid. Als militärischer Befehlshaber erlitt er 1600 in der Schlacht von Nieuwpoort eine schwere Niederlage gegen Moritz von Nassau. Nach dem langwierigen Scheitern bei der Belagerung von Ostende gab Albert den taktischen Oberbefehl über die Armee von Flandern ab. An seine Stelle trat der genuesische Feldherr Ambrogio Spinola, der Ostende 1604 zur Übergabe zwang und die militärische Initiative zurückgewann.
Der Regierungsantritt Jakobs VI. von Schottland als Jakob I. von England ermöglichte 1604 einen separaten Frieden zwischen England, Spanien und den habsburgischen Niederlanden. Nach weiteren Feldzügen akzeptierte die Niederländische Republik 1607 einen Waffenstillstand. Die Verhandlungen führten am 9. April 1609 zum Zwölfjährigen Waffenstillstand von Antwerpen. Albert setzte dabei durch, dass die Vereinigten Provinzen für die Dauer des Waffenstillstands als souveräne Macht behandelt wurden. Die Anerkennung widersprach zunächst der Haltung Madrids, doch schließlich ratifizierte Philipp III. das Abkommen.
Die Friedensjahre brachten den habsburgischen Niederlanden eine dringend benötigte Erholung. Die Landwirtschaft konnte sich stabilisieren, überschwemmtes Land wurde zurückgewonnen und das Sumpfgebiet Moeren trockengelegt. Auch Bevölkerung und Industrie erholten sich allmählich. Wegen der Sperrung der Schelde blieb der Außenhandel jedoch eingeschränkt. Die Regierung plante deshalb neue Kanäle zwischen Ostende, Brügge und Gent sowie eine Verbindung von Maas und Rhein. Zur Bekämpfung der städtischen Armut unterstützte sie außerdem ein Netz von Leihhäusern nach italienischem Vorbild.
Albert und Isabella förderten die katholische Gegenreformation. Protestanten, die in den südlichen Niederlanden verblieben waren, wurden ab 1609 geduldet, sofern sie nicht öffentlich Gottesdienst feierten; religiöse Streitgespräche waren verboten. Neue und reformierte Orden erhielten bedeutende Unterstützung, besonders die Jesuiten und Kapuziner. Auch die ersten Klöster der unbeschuhten Karmeliten wurden auf Initiative des Herrscherpaares gegründet. Zugleich stärkte die Regierung ihre zentrale Macht und erließ Gesetze zu Justiz, Geldwesen, Adel, Duellen und Glücksspiel.
Albert griff außerdem in den Erbstreit um die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg ein. Im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen Krieg unterstützte er seinen Vetter Ferdinand II. mit Truppen und drängte Philipp III. zur finanziellen Hilfe für die österreichischen Habsburger. Damit trug er zum Sieg der habsburgisch-bayerischen Truppen am Weißen Berg am 8. November 1620 bei.
Albert und Isabella blieben kinderlos. Als Alberts Gesundheit 1613 und 1614 ernsthaft angegriffen war, wurde entsprechend der Abtretungsurkunde die Nachfolge Philipps III. vorbereitet. Dieser starb jedoch am 31. März 1621 vor seinem Onkel, sodass sein Sohn Philipp IV. zum Erben wurde. Albert selbst war in seinen letzten Lebensmonaten erneut schwer krank und setzte seine verbleibenden Kräfte für die Verlängerung des Waffenstillstands ein. Weder Spanien noch die Niederländische Republik gingen jedoch ernsthaft auf seine Friedensbemühungen ein. Albert starb am 13. Juli 1621; kurz darauf wurden die Kämpfe wieder aufgenommen.
Für einige Monate im Jahr 1619 war Albert außerdem regierender Erzherzog von Österreich. Er folgte seinem Bruder Matthias als Herrscher von Nieder- und Oberösterreich, dankte aber noch im selben Jahr zugunsten Ferdinands II. ab. Damit hatte er die kürzeste und zugleich häufig übersehene Regierungszeit in der österreichischen Geschichte.
Gemeinsam mit Isabella wurde Albert zudem als Förderer der Künste bekannt. 1609 beriefen sie Peter Paul Rubens zu ihrem Hofmaler und erteilten auch Frans Pourbus dem Jüngeren, Otto van Veen, Jan Brueghel dem Älteren sowie weiteren Künstlern Aufträge. Sie unterstützten außerdem Architekten und Bildhauer. Besonders gut erhalten ist das von ihnen geförderte Wallfahrtsensemble in Scherpenheuvel.
Quelle: Albert VII of Austria (en, 1371906540). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
Kinder
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