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Portrait of Vladislaus II on the letter patent of nobility of János Gersei Pethő label QS:Len,"Portrait of Vladislaus II on the letter patent of nobility of János Gersei Pethő" label QS:Lhu,"II. Ulászló portréja Gersei Pethő János címereslevelén"
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Scanned by Szilas from the book Hétköznapi élet Mátyás király korában (2008)
Bildquelle: File:Portrait of Vladislaus II on the letter patent of nobility of János Gersei Pethő.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Władysław II. Jagiełło, auch Władysław II. von Ungarn genannt, wurde am 1. März 1456 in Krakau geboren und starb am 13. März 1516 in Buda. Er war ein Prinz aus der polnischen Jagiellonen-Dynastie sowie König von Böhmen und Ungarn. Sein Vater war Kasimir IV., König von Polen und Großfürst von Litauen, seine Mutter Elisabeth von Österreich, eine Tochter König Albrechts II. Da seine Eltern großen Wert auf Bildung legten, erhielt Władysław Unterricht bei angesehenen Gelehrten. Der Historiker Jan Długosz erzog ihn im Geist katholischer Frömmigkeit.
Nach dem Tod seines mütterlichen Onkels Ladislaus Postumus im Jahr 1457 erhoben Władysławs Eltern im Namen ihres Sohnes Anspruch auf die böhmische und ungarische Krone. Beide Länder entschieden sich jedoch zunächst für einheimische Herrscher: Ungarn wählte Matthias Corvinus, Böhmen Georg von Podiebrad. Erst die religiösen und politischen Konflikte in Böhmen eröffneten Władysław eine Möglichkeit. Nachdem Papst Paul II. Georg von Podiebrad als Ketzer gebannt und einen Kreuzzug gegen ihn ausgerufen hatte, wählten die hussitischen böhmischen Adligen Władysław 1469 zu Georgs Nachfolger.
Am 27. Mai 1471 wurde Władysław zum böhmischen König gewählt und am 22. August in Prag gekrönt. Seine Herrschaft begann jedoch unter dem Schatten des Krieges mit Matthias Corvinus, der ebenfalls den böhmischen Königstitel beanspruchte und Mähren, Schlesien und die Lausitz kontrollierte. Mehrere Feldzüge und Bündnisversuche brachten keine Entscheidung. 1478 einigten sich beide Seiten auf einen Kompromiss: Beide durften den Titel eines böhmischen Königs führen, Władysław erhielt Böhmen, Matthias behielt die übrigen böhmischen Kronländer. Im Frieden von Olmütz von 1479 wurde außerdem festgelegt, dass Władysław diese Gebiete nach Matthias’ Tod gegen eine hohe Zahlung zurückerwerben konnte. Tatsächlich wurden die vereinbarten 400.000 Goldgulden nie gezahlt, und die Länder fielen schließlich an die böhmische Krone.
Nach dem Frieden bemühte sich Władysław, seine Stellung in Böhmen zu festigen. Er verbesserte die Lage der Katholiken und besetzte städtische Räte zunehmend mit Katholiken, was 1483 in Prag und mehreren anderen Städten zu Aufständen führte. Die Rebellen vertrieben oder töteten katholische Geistliche und Ratsmitglieder; Władysław musste Prag verlassen. Da er militärisch nicht eingreifen konnte, änderte er seine Politik und bestätigte 1484 neue hussitische Räte. Der Aufstand führte schließlich zu einer Annäherung zwischen gemäßigten Hussiten und katholischen Adligen. 1485 gestattete ein Ausgleich von Kuttenberg den Bewohnern Böhmens, sich weiterhin frei zur katholischen oder zur utraquistischen Konfession zu bekennen. Die Spannungen mit Rom blieben jedoch bestehen.
Nach dem Tod Matthias Corvinus’ am 6. April 1490 begann der Kampf um die ungarische Krone. Neben Matthias’ unehelichem Sohn Johann Corvinus und Maximilian von Habsburg erhoben Władysław und sein jüngerer Bruder Johann Albrecht Anspruch auf den Thron. Die ungarischen Barone bevorzugten Władysław, weil er in Böhmen ihre Freiheiten respektiert hatte. Zudem versprach er, keine außerordentlichen Abgaben zu erheben, die Neuerungen Matthias’ abzuschaffen und eng mit dem königlichen Rat zusammenzuarbeiten. Am 15. Juli 1490 wählte ihn das ungarische Reichsgebiet zum König, am 18. September wurde er in Stuhlweißenburg gekrönt.
Władysław heiratete anschließend die Witwe Matthias Corvinus’, Beatrix von Neapel. Die Ehe war politisch wichtig, blieb aber kirchenrechtlich umstritten, da seine frühere Verbindung mit Barbara von Brandenburg noch nicht offiziell gelöst war. 1500 erklärte der Papst die Ehen mit Barbara und Beatrix für ungültig. Beatrix kehrte später nach Neapel zurück. Władysławs Bruder Johann Albrecht gab seinen Anspruch auf Ungarn zunächst gegen Schlesien und das Herzogtum Glogau auf, griff das Land aber erneut an und wurde endgültig geschlagen. Auch Maximilian von Habsburg musste seine Eroberungen aufgeben. Im Vertrag von Pressburg von 1491 sicherte sich das Haus Habsburg jedoch ein künftiges Erbrecht auf die böhmische und ungarische Krone, falls Władysław ohne männlichen Erben sterben sollte.
Władysławs Regierungszeit war durch eine deutliche Schwächung der königlichen Macht gekennzeichnet. In Ungarn übernahmen die mächtigsten Grundbesitzer und der königliche Rat immer mehr Einfluss. Da Matthias Corvinus eine fast leere Staatskasse hinterlassen hatte, konnte Władysław dessen Berufsheer, die sogenannte Schwarze Armee, nicht weiter finanzieren. Nach Plünderungen durch unbezahlte Söldner wurde es 1493 aufgelöst. Gleichzeitig nahmen die osmanischen Angriffe an der Südgrenze zu. 1493 erlitten kroatische und bosnische Adlige auf dem Krbava-Feld eine vernichtende Niederlage. Die Verteidigung Ungarns wurde dadurch zusätzlich erschwert.
Die ungarischen Adligen stärkten ihre eigene Stellung durch neue Gesetze. Sie legten militärische Pflichten fest, erhoben regelmäßige Abgaben und beschränkten die wirtschaftlichen Rechte der Städte und der Kirche. Władysław bestätigte diese Entwicklung weitgehend. Sein häufiges Einverständnis mit den Beschlüssen des königlichen Rates brachte ihm den spöttischen Beinamen „Dobže“ ein, nach dem tschechischen Ausdruck für „gut, gut“. Auch in Böhmen wurde seine Macht durch das Landesparlament und hohe Beamte begrenzt. Seit seinem Aufenthalt in Buda wurde Böhmen vor allem vom Kanzler und vom Prager Burggrafen verwaltet.
1502 heiratete Władysław Anna von Foix, eine kluge und energische Adlige. Aus dieser Ehe gingen die Tochter Anna und der Sohn Ludwig hervor. Anna wurde später mit Ferdinand von Habsburg verheiratet. Ludwig, der 1506 geboren wurde, folgte seinem Vater auf den böhmischen und ungarischen Thron. Władysław ließ außerdem bedeutende Bauwerke errichten, darunter den großen Władysław-Saal auf der Prager Burg, der 1502 vollendet wurde.
Die Bedrohung durch das Osmanische Reich verschärfte sich nach 1512 erneut. Grenzgebiete wurden verwüstet, und die Versorgung der Festungen wurde immer schwieriger. 1514 führte der Versuch, einen Kreuzzug gegen die Türken zu organisieren, zu einem großen Bauernaufstand. Rund 40.000 Bauern sammelten sich unter Georg Dózsa, doch die Adligen verhinderten den Kreuzzug aus Angst vor dem Verlust ihrer Arbeitskräfte. Die Bauern wandten sich gegen ihre Herren, plünderten Burgen und zerstörten Besitzurkunden. Im Juni 1514 wurden sie besiegt; die Anführer starben unter grausamer Folter. Das Reichsparlament unterwarf die Bauern anschließend einer dauerhaften Leibeigenschaft und verschärfte ihre wirtschaftliche Abhängigkeit.
Władysław starb kurz nach seinem sechzigsten Geburtstag in Buda und wurde in Stuhlweißenburg beigesetzt. Sein Sohn Ludwig war bereits zum König von Ungarn und Böhmen gekrönt worden, sodass die Nachfolge gesichert war. Władysław galt als gebildeter, friedlicher und familienverbundener Katholik. Seine Gutmütigkeit wurde jedoch häufig als Schwäche wahrgenommen. Er scheute persönliche Verantwortung, stützte sich auf seine Berater und griff nur selten entschlossen in die Politik ein. Unter seiner Herrschaft beruhigten sich die religiösen Konflikte in Böhmen vorübergehend, während in Ungarn die Macht der Großgrundbesitzer wuchs, die Lage der Bauern sich dramatisch verschlechterte und die militärische Widerstandskraft gegenüber den Osmanen abnahm.
Quelle: Владислав Јагелонски (mk, 5093993). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0