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Sophie Chotek von Chotkowa

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Tod

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Porträt von Sophie Chotek von Chotkowa
Bildnachweis

Sophie Chotek, duchess of Hohenberg

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Bildquelle: File:Sophie Chotek, duchess of Hohenberg.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Sophie Marie Joséphine Albine Chotek von Chotkow und Wognin wurde am 1. März 1868 in Stuttgart im Königreich Württemberg geboren. Sie war die fünfte von sieben Geschwistern und stammte aus einer alten böhmischen Adelsfamilie, die seit dem 14. Jahrhundert belegt und 1723 in den Grafenstand erhoben worden war. Ihr Vater Bohuslaw Chotek war Diplomat, ihre Mutter Wilhelmine Kinsky stammte ebenfalls aus dem Adel. Die Familie verfügte jedoch nur über begrenzte finanzielle Mittel, weshalb Sophie und ihre Geschwister häufig den Aufenthaltsort wechselten und unter anderem in Brüssel, Wien, Sankt Petersburg und Stuttgart lebten. Sophie erhielt eine für ihre Zeit anspruchsvolle Ausbildung. Ein Hauslehrer unterrichtete sie in Kunst, Literatur, Geschichte und mehreren Sprachen, darunter Latein, Griechisch, Deutsch, Tschechisch und Französisch. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie Aufgaben im Haushalt und kümmerte sich sparsam um die Dienerschaft. Ihr Vater starb kurz darauf, 1896, als Sophie 28 Jahre alt war. Da sie unverheiratet blieb und nun für ihre sechs Geschwister mitverantwortlich war, mussten Verwandte die Familie unterstützen. Ihre ältere Schwester Zdenka war Hofdame der Erzherzogin Isabella, der Ehefrau des Erzherzogs Friedrich. Zdenka trat später in ein Kloster ein und wurde schließlich Oberin. Auf ihren Wunsch hin übernahm Sophie ihre Stellung bei der Erzherzogin. Dort blieb sie bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr. Diese Tätigkeit am Hof trug dazu bei, dass sie lange unverheiratet blieb, eröffnete ihr aber auch den Zugang zur kaiserlichen Gesellschaft. In Isabellas Haushalt begegnete Sophie dem Erzherzog Franz Ferdinand, dem Neffen Kaiser Franz Josephs und damaligen Thronfolger Österreich-Ungarns. Er war 33 Jahre alt, hatte nach dem Tod seines Cousins Rudolf die Anwartschaft auf den Thron übernommen und litt zeitweise an einer schweren Lungenerkrankung. Sophie und Franz Ferdinand verbanden eine ausgeprägte katholische Frömmigkeit sowie ihre gemeinsame Verbindung zu Prag. Zwischen ihnen entwickelte sich eine geheime Beziehung, die mehrere Jahre verborgen blieb. Sophie soll Franz Ferdinand außerdem dazu bewegt haben, seine Krankheit ernsthaft behandeln zu lassen. Die Beziehung wurde öffentlich, als Erzherzogin Isabella in der Taschenuhr Franz Ferdinands nicht das Bild einer ihrer Töchter, sondern ein Porträt Sophies entdeckte. Isabella betrachtete die Verbindung wegen des unterschiedlichen Ranges als unzulässig und wurde zu einer entschiedenen Gegnerin des Paares. Sophie verlor ihre Stellung als Hofdame und zog sich vorübergehend zu Verwandten nach Dresden zurück. Kaiser Franz Joseph verlangte von seinem Neffen, die Heirat noch einmal zu überdenken. Franz Ferdinand blieb jedoch bei seiner Entscheidung. Der Kaiser stand damit vor einem schwierigen politischen und dynastischen Problem. Er konnte die Ehe mit einer zwar adligen, aber nicht königlichen oder fürstlichen Frau erlauben oder Franz Ferdinand von der Thronfolge ausschließen. 1899 stimmte er schließlich einem Ausgleich zu: Franz Ferdinand durfte Sophie heiraten und blieb Thronfolger, doch die Ehe wurde als morganatisch eingestuft. Sophie erhielt nicht den Rang einer Erzherzogin, und ihre künftigen Kinder wurden von der Thronfolge ausgeschlossen. Franz Ferdinand musste diese Regelung öffentlich beschwören. Die Hochzeit fand am 1. Juli 1900 in Reichstadt, dem heutigen Zákupy in Tschechien, statt. Nur wenige Mitglieder der kaiserlichen Familie nahmen daran teil. Die Flitterwochen verbrachte das Paar auf Schloss Konopiště. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Sophie, Maximilian und Ernst von Hohenberg. Ein weiteres Kind wurde 1908 tot geboren. Die Familie lebte abwechselnd in Böhmen auf Konopiště und in Wien im Belvedere. Sophie kümmerte sich selbst um ihre Kinder und führte mit Franz Ferdinand ein enges Familienleben. Wegen ihrer eingeschränkten Stellung mieden beide viele Hoffeste, bei denen der Rangunterschied besonders deutlich gemacht wurde. Sophie verstand sich gut mit ihrer Schwiegermutter, Erzherzogin Marie Therese, und mit Stéphanie von Belgien, der früheren Ehefrau des verstorbenen Erzherzogs Rudolf. Am Wiener Hof blieb ihre Stellung jedoch lange von Demütigungen geprägt. Das Protokoll stellte selbst junge Erzherzoginnen vor sie, und bei öffentlichen Veranstaltungen durfte sie ihren Mann häufig nicht begleiten. Manche Hofleute bezeichneten sie abwertend als „die Dienerin“. Dennoch galt die Ehe als liebevoll und beständig. Franz Ferdinand bewahrte mehrere Bilder Sophies auf seinem Schreibtisch auf. Mit der Zeit verbesserte sich ihre gesellschaftliche Stellung etwas. Im Jahr ihrer Hochzeit verlieh ihr der Kaiser den Titel einer Fürstin von Hohenberg; 1909 wurde sie zur Herzogin von Hohenberg erhoben und erhielt die Anrede „Fürstliche Hoheit“. 1913 wurde sie im Hofzeremoniell vor unverheiratete Erzherzoginnen eingeordnet. Trotzdem blieben ihr und ihrem Mann manche offiziellen Vorrechte versagt. Weil sie nicht gemeinsam in der Wiener Kapuzinergruft bestattet werden durften, ließ Franz Ferdinand eine Familienkapelle auf Schloss Artstetten anlegen. Am 28. Juni 1914 begleitete Sophie ihren Mann nach Sarajevo, wo er als Generalinspekteur die Manöver der österreichisch-ungarischen Armee in Bosnien-Herzegowina besichtigte. Nach einem ersten Attentat besuchte Franz Ferdinand trotz der Gefahr das Rathaus und wollte anschließend die Verletzten im Krankenhaus sehen. Sophie lehnte es ab, ihn allein weiterfahren zu lassen. An einer Straßenkreuzung wurde das Paar von dem serbischen Studenten Gavrilo Princip erschossen. Franz Ferdinand wurde am Hals, Sophie am Unterleib getroffen. Beide starben kurz darauf im Gouverneurssitz an ihren Verletzungen. Sophie war 46 Jahre alt. Das Attentat löste die internationale Krise aus, die wenige Wochen später zum Ersten Weltkrieg führte. Österreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg; in der Folge zerfiel das Reich und die Habsburg-Lothringische Monarchie stürzte. Sophie und Franz Ferdinand wurden zunächst in Wien aufgebahrt und anschließend entsprechend ihrem letzten Willen in der Kapelle von Artstetten beigesetzt. Ihre drei Kinder wurden nach dem Tod der Eltern von Erzherzogin Marie Therese betreut. Das Schloss Artstetten beherbergt heute ein Museum, das an das Paar erinnert. Ihre Liebesgeschichte wurde außerdem 1940 in Max Ophüls’ Film „De Mayerling à Sarajevo“ dargestellt.

Quelle: Sophie Chotek (fr, 238262002). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

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Kinder

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