Person

Prinz Maximilian, 1e Herzog von Hohenberg

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Geburt

  1. 29.09.1902

Tod

  1. 08.01.1962

Porträt von Prinz Maximilian, 1e Herzog von Hohenberg
Bildnachweis

4998196349 9ca67c85bb o-1(Franz Ferdinand and family)

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Bildquelle: File:4998196349 9ca67c85bb o-1(Franz Ferdinand and family).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maximilian von Hohenberg wurde am 29. September 1902 als Sohn des österreichischen Erzherzogs Franz Ferdinand und dessen Ehefrau Sophie, Herzogin von Hohenberg, geboren. Da die Ehe seiner Eltern nicht standesgemäß war, war Maximilian von der Thronfolge des Österreichisch-Ungarischen Reiches ausgeschlossen. Auch konnte er weder die dynastischen Titel, Einkünfte noch die entsprechenden Besitzungen seines Vaters erben. Davon unberührt blieben jedoch das persönliche Vermögen Franz Ferdinands und die Güter seiner Mutter. Maximilian führte zunächst den für seine Mutter geschaffenen Titel „von Hohenberg“. Ab 1905 erhielten er und seine Geschwister die Anrede „Durchlaucht“. Kaiser Franz Joseph verlieh Sophie 1909 persönlich die Würde einer Fürstin; diesen Rang erbte Maximilian nach ihrem Tod jedoch nicht. Am 31. August 1917 verlieh Kaiser Karl I. ihm dagegen das Herzogtum, das seine Mutter besessen hatte, nun erblich. Damit änderte sich auch seine Anrede von „Durchlaucht“ zu „Hoheit“. Das Leben der Familie wurde entscheidend durch das Attentat von Sarajevo im Jahr 1914 geprägt. Dort wurden Maximilians Eltern ermordet; das Ereignis löste eine Entwicklung aus, die schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte. Maximilian, seine Schwester Sophie und sein Bruder Ernst wurden daraufhin von Jaroslav von Thun und Hohenstein aufgenommen, einem Schwager und Jagdgefährten ihres Vaters. Nach der Niederlage der Habsburgermonarchie und ihrem Zusammenbruch im Jahr 1919 beschlagnahmte die neu gegründete Tschechoslowakei Schloss Konopiště, den wichtigsten Wohnsitz Maximilians, sowie weitere Familienbesitzungen im ehemaligen Königreich Böhmen. Die Geschwister wurden aus dem Land ausgewiesen und gingen nach Österreich. Zunächst lebten sie in Wien, später im Schloss Artstetten in Niederösterreich. Maximilian studierte Rechtswissenschaften an der Universität Graz und schloss das Studium 1926 mit einem juristischen Abschluss ab. Danach kümmerte er sich um die Verwaltung der Familiengüter und arbeitete zugleich als Rechtsanwalt. Am 16. November 1926 heiratete Maximilian die Gräfin Maria Elisabeth Bona von Waldburg zu Wolfegg und Waldsee. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor: Franz, Georg, Albrecht, Johann, Peter und Gerhard. Franz wurde später Herzog von Hohenberg und war mit Prinzessin Elisabeth von Luxemburg verheiratet. Georg, der seinem Bruder 1977 als Herzog folgte, war österreichischer Botschafter beim Heiligen Stuhl und heiratete Prinzessin Eleonore von Auersperg-Breunner. Albrecht heiratete die Gräfin Leontine von Cassis-Faraone, Johann Elisabeth Meilinger-Rehrl und Peter, der Malteserritter war, Christine-Maria Meilinger-Rehrl. Gerhard blieb ohne Nachkommen. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 geriet Maximilian wegen seiner politischen Haltung in Konflikt mit den nationalsozialistischen Behörden. Er hatte sich für die Unabhängigkeit Österreichs ausgesprochen und den Anschluss abgelehnt. Daraufhin wurden er und sein Bruder Ernst verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Dort mussten sie vor allem bei der Reinigung der Latrinen arbeiten. Nach späteren Angaben des österreichischen Bundeskanzlers Leopold Figl bewahrten beide trotz der Haft ihren Optimismus und pflegten ein kameradschaftliches Verhältnis zu anderen Gefangenen. Maximilian wurde nach sechs Monaten freigelassen; Ernst kam in weitere Konzentrationslager und wurde erst 1943 befreit. Nach seiner Entlassung durfte Maximilian das Schloss Artstetten nicht verlassen. Außerdem beschlagnahmten die Behörden des Deutschen Reiches weitere Besitzungen seiner Familie in Österreich. Erst nach der Befreiung Österreichs im Jahr 1945 änderte sich seine Lage. Die Einwohner von Artstetten wählten ihn mit Zustimmung der sowjetischen Besatzungsbehörden zum Bürgermeister. Dieses Amt übte er zwei fünfjährige Amtszeiten lang aus. Maximilian von Hohenberg starb am 8. Januar 1962. Sein ältester Sohn Franz übernahm in diesem Jahr den herzoglichen Titel. In der folgenden Generation wurde die Familie durch weitere dynastische und politische Verbindungen bekannt. Unter anderem war Georgs Sohn Nikolaus später Herzog von Hohenberg, während Angehörige der Familie weiterhin mit europäischen Adels- und Herrscherhäusern verbunden blieben. Eine Enkelin, Sophie von Hohenberg, setzte sich zudem für die Rückgabe von Schloss Konopiště in der Tschechischen Republik ein und begründete dies damit, dass die Hohenbergs rechtlich nie als Teil des Hauses Habsburg anerkannt worden seien.

Quelle: Maximiliano de Hohenberg (es, 172906454). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0