Person

Maria Theresia von Österreich

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Geburt

  1. 14.01.1767

Tod

  1. 07.11.1827

Porträt von Maria Theresia von Österreich
Bildnachweis

"Ritratto di Maria Teresa di Toscana" - "Maria Theresa of Austria at the piano"

Vincenzo Giannini (documented in acts of the Accademia delle Arti del Disegno from 1785 to 1807)

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Bildquelle: File:Giannini, Vincenzo - Portrait of Maria Theresa of Austria (1767–1827).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maria Theresia Josepha von Österreich, vollständig Maria Theresia Josepha Charlotte Johanna, wurde am 14. Januar 1767 in Florenz im Großherzogtum Toskana geboren. Sie war das erstgeborene Kind des späteren Kaisers Leopold II., der damals als Großherzog Peter Leopold von Toskana regierte, und dessen Ehefrau María Luisa von Spanien. Außerdem war sie das erste Enkelkind des spanischen Königs Karl III. Ihr Name ehrte ihre Großmutter Maria Theresia von Österreich. Unmittelbar nach ihrer Geburt wurde sie nach katholischem Ritus getauft. Ihre Kindheit verbrachte Maria Theresia überwiegend am toskanischen Hof in Florenz. Ihr Vater legte dort Wert auf einen einfachen und maßvollen Lebensstil, der sich deutlich von der Prachtentfaltung am Wiener Hof unterschied. Die Kinder wurden nicht vollständig Ammen, Erziehern und Bediensteten überlassen, sondern vor allem von ihren Eltern selbst erzogen. Sie nahmen nur in begrenztem Umfang an den feierlichen Hofzeremonien teil und sollten Bescheidenheit, Genügsamkeit und Sparsamkeit lernen. Maria Theresias Ausbildung entsprach dem traditionellen Programm für habsburgische Erzherzoginnen im späten 18. Jahrhundert. Sie erhielt Unterricht in der katholischen Glaubenslehre sowie in Deutsch, Italienisch und Französisch. Hinzu kamen Geschichte, höfische Umgangsformen und verschiedene Künste wie Musik, Malerei, Stickerei und Tanz. Das toskanische Umfeld und die unmittelbare Fürsorge ihrer Eltern prägten sie als ruhige, fromme und schlicht lebende Frau. Als Leopold II. 1790 den Kaiserthron bestieg, zog ein großer Teil der Familie nach Wien. Maria Theresia blieb jedoch zunächst mit ihrer Schwester Maria Amalia in Florenz, bevor sie im Rahmen der dynastischen Heiratspläne nach Sachsen reiste. Am 8. September 1787 heiratete sie Anton von Sachsen zunächst stellvertretend in Florenz. Die persönliche Trauung fand am 18. Oktober desselben Jahres in Dresden statt. Anton war zuvor mit Maria Carolina von Sardinien verheiratet gewesen, die 1782 an den Pocken gestorben war. Ursprünglich sollte Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Don Giovanni“ anlässlich des Besuchs des frisch vermählten Paares in Prag aufgeführt werden. Da das Werk nicht rechtzeitig fertiggestellt wurde, ließ Joseph II. stattdessen „Die Hochzeit des Figaro“ spielen. Zeitgenossen hielten diese Wahl für unpassend für eine junge Braut. Maria Theresia und Anton verließen das Theater vor dem Ende der Vorstellung, was Mozart später in einem Brief verärgert kommentierte. Im September 1791 nahm Maria Theresia in Prag an der Uraufführung von Mozarts „La clemenza di Tito“ teil. Die Oper war für die Krönungsfeierlichkeiten ihres Vaters Leopold II. zum König von Böhmen komponiert worden. Maria Theresia galt als bescheiden, zurückhaltend und ihrer Familie ergeben. Sie soll ihre Heirat als Erleichterung empfunden haben, da Anton damals nicht als künftiger Thronfolger Sachsens vorgesehen war. Das Paar hatte vier Kinder, die sämtlich im Säuglingsalter starben. Nach dem Tod ihrer Cousine und zugleich Schwägerin Caroline von Parma übernahm Maria Theresia gemeinsam mit ihrer anderen Schwägerin Amalie von Zweibrücken-Birkenfeld die Erziehung von Carolines Kindern. Zeitgenössische Berichte beschreiben ihre Erziehungsmethode als ausgesprochen streng. 1791 unterstützte Maria Theresia ihren Vater bei der Vorbereitung eines Treffens zwischen Österreich, dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. und französischen Emigranten in Sachsen. Aus dieser Zusammenkunft ging am 25. August die Pillnitzer Erklärung hervor. Österreich und Preußen erklärten darin ihre Bereitschaft, gemeinsam zum Schutz der französischen Monarchie vorzugehen, falls sich weitere europäische Mächte beteiligen würden. Während des Krieges gegen Napoleon musste Maria Theresia 1806 mit ihrer Familie Sachsen verlassen und in Prag Zuflucht suchen. Erst 1813 konnten sie nach Sachsen zurückkehren. Als ihr Schwager Friedrich August I. im Mai 1827 starb, bestieg Anton als Anton I. den sächsischen Thron. Maria Theresia wurde damit Königin von Sachsen. Sie trug diesen Titel jedoch nur wenige Monate. Sachsen hatte unter Friedrich Augusts Bündnis mit Napoleon beim Wiener Kongress erhebliche Gebietsverluste erlitten. Maria Theresia starb am 7. November 1827 im Alter von 60 Jahren in Leipzig. Ihre vier Kinder waren alle in Dresden geboren worden und hatten kein Alter von zwei Jahren erreicht: Maria Ludovika Auguste starb 1796, Friedrich August wurde 1796 geboren und starb am selben Tag, Maria Johanna Ludovika starb 1799, und eine weitere Tochter namens Maria Theresia lebte ebenfalls nur am Tag ihrer Geburt.

Quelle: Maria Theresia Josepha của Áo (vi, 75250485). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0