Person

Maria Leopoldine von Österreich-Tirol

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Geburt

  1. 06.04.1632

  2. 28.11.1632

Tod

  1. 07.08.1649

Porträt von Maria Leopoldine von Österreich-Tirol
Bildnachweis

German: Erzherzogin Maria Leopoldine (1632-1649), 2. Gemahlin von Ferdinand III. Empress Maria Leopoldine title QS:P1476,de:"Erzherzogin Maria Leopoldine (1632-1649), 2. Gemahlin von Ferdinand III. " label QS:Lde,"Erzherzogin Maria Leopoldine (1632-1649), 2. Gemahlin von Ferdinand III. " label QS:Len,"Empress Maria Leopoldine"

Lorenzo Lippi

Kunsthistorisches Museum Wien, Bilddatenbank .

Bildquelle: File:Lorenzo Lippi 005.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maria Leopoldine von Österreich-Tirol wurde am 28. November 1632 in Innsbruck geboren. Sie war die jüngste Tochter Leopolds V., Erzherzogs von Österreich und Grafen von Tirol, und dessen Ehefrau Claudia de’ Medici, einer Prinzessin aus dem Haus Medici. Ihr Vater starb bereits am 17. September 1632, etwa zwei Monate vor ihrer Geburt. Von Geburt an trug Maria Leopoldine die Titel einer Erzherzogin von Österreich und einer Prinzessin von Tirol. Über ihren Vater stammte sie von Erzherzog Karl II. von Österreich und Maria Anna von Bayern aus dem Haus Wittelsbach ab. Ihre Mutter war eine Tochter Ferdinands I., Großherzogs der Toskana, und Christine von Lothringen aus dem Haus Châtenois. Maria Leopoldines ältere Schwester Isabella Clara wurde später durch ihre Heirat Herzogin von Mantua und Montferrat. Außerdem hatte Maria Leopoldine eine Halbschwester, Victoria von Urbino, die aus der ersten Ehe ihrer Mutter stammte und später Großherzogin der Toskana wurde. Zu ihren Nichten gehörte Claudia Felizitas, die später als zweite Ehefrau ihres Stiefsohns Leopold I. Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches werden sollte. Schon 1641 wurde die damals neunjährige Maria Leopoldine als mögliche Braut für den vierundzwanzigjährigen Karl Ludwig, den späteren Kurfürsten von der Pfalz, in Betracht gezogen. Die geplante dynastische Verbindung sollte zu friedlicheren Beziehungen zwischen den Häusern Habsburg und Stuart beitragen. Auf Seiten der möglichen Braut führte ihr Vetter Ferdinand III. die Verhandlungen, der später selbst ihr Ehemann wurde. Für den Bräutigam trat dessen Onkel mütterlicherseits, der englische und schottische König Karl I., auf. Eine Einigung kam jedoch nicht zustande. Am 2. Juli 1648 wurde in Linz die Hochzeit Maria Leopoldines mit Ferdinand III. gefeiert. Der Bräutigam war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie König von Deutschland, Ungarn und Böhmen und fast fünfundzwanzig Jahre älter als seine Braut. Für Ferdinand III. war es die zweite Ehe. Seine erste Frau, die spanische Infantin Maria Anna, war zwei Jahre zuvor gestorben. Aus dieser Verbindung stammten sechs Kinder, von denen eine Tochter und zwei Söhne überlebten. Die Söhne, Ferdinand IV. und Leopold I., wurden später selbst Kaiser. Anlässlich der Hochzeit komponierte der italienische Musiker Giovanni Felice Sances die Oper „I Trifoni d’Amore“, die in Prag aufgeführt werden sollte. Wegen des Todes des polnischen Königs Władysław IV., der mit der verstorbenen Schwester des Kaisers verheiratet gewesen war, wurde die Premiere jedoch verschoben. Kurz nach der Hochzeit wurde Maria Leopoldine schwanger. Die Geburt verlief schwer; zwölf Tage danach, am 19. August 1649, starb sie in Wien. Sie war erst sechzehn Jahre alt. Ihr einziger Sohn Karl Joseph wurde am 7. August 1649 geboren. Er trug die Titel eines Erzherzogs von Österreich sowie eines Prinzen von Ungarn und Böhmen und wurde später Fürstbischof von Olmütz, Passau und Breslau sowie Hochmeister des Deutschen Ordens. Auch er starb, wie seine Mutter, in sehr jungen Jahren, am 27. Januar 1664. Maria Leopoldine wurde in der Kaisergruft bei der Wiener Kapuzinerkirche beigesetzt. Ihr früher Tod fand auch literarischen Niederschlag: Der deutsche Dichter Wolf Helmhard von Hohberg verfasste zu ihrem Andenken eines seiner frühen Werke, das „Klag-Gedicht“. Nach ihrem Tod war Ferdinand III. zum zweiten Mal verwitwet. Im Alter von zweiundvierzig Jahren heiratete er schließlich Eleonore Gonzaga aus der Nevers-Linie des Hauses Gonzaga. Aus dieser dritten Ehe gingen vier Kinder hervor, von denen zwei Töchter das Erwachsenenalter erreichten.

Quelle: Мария Леопольдина Австрийская (жена Фердинанда III) (ru, 147245681). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0