Person

Maria Karolina von Habsburg

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Geburt

  1. 12.01.1740

Tod

  1. 25.01.1741

Biografie

Marie-Caroline Ernestine Antoinette Jeanne Josèphe von Habsburg-Lothringen, auf Deutsch Maria-Karolina Ernestina Antonia Johanna Josépha, wurde am 12. Januar 1740 in Wien geboren. Sie war Erzherzogin von Österreich sowie Prinzessin von Böhmen und Ungarn und gehörte dem Haus Habsburg-Lothringen an. Ihre Eltern waren Franz Stephan, Herzog von Lothringen und Großherzog der Toskana, und die Erzherzogin Maria Theresia von Österreich. Marie-Caroline war die dritte Tochter des Paares und zugleich die dritte Enkelin Kaiser Karls VI. Ihre Geburt fiel in eine politisch äußerst angespannte Zeit. Der Kaiser hatte nur zwei überlebende Töchter, weshalb er und viele seiner Untertanen sehnsüchtig auf einen männlichen Erben hofften, der die habsburgischen Besitzungen und den Kaisertitel übernehmen sollte. Die Geburt eines weiteren Mädchens wurde daher als Enttäuschung empfunden. Im Oktober 1740 starb Karl VI. Maria Theresia, damals mit ihrem vierten Kind schwanger, wurde daraufhin zur Herrscherin über die Erblande des Hauses Habsburg. Die Kaiserkrone konnte jedoch nach den geltenden Regeln nur von einem Mann getragen werden, der von den wahlberechtigten Fürsten des Reiches gewählt wurde. Maria Theresia bemühte sich deshalb darum, ihren Ehemann zum Kaiser wählen zu lassen. Die junge Herrscherin erschien ihren europäischen Verwandten und Rivalen als politisch verletzlich. Mehrere Fürsten sahen ihre Gelegenheit gekommen, die habsburgischen Länder zu schwächen oder unter sich aufzuteilen. Bereits im Dezember 1740 fiel Friedrich II. von Preußen überraschend in Schlesien ein, eine wohlhabende Provinz, obwohl er zuvor das Vertrauen Maria Theresias genossen hatte. Marie-Carolines kurze Lebenszeit stand somit im Schatten eines großen dynastischen und militärischen Konflikts. Am 25. Januar 1741 starb die kleine Erzherzogin in Wien im Alter von einem Jahr und dreizehn Tagen. Als wahrscheinliche Todesursache gilt eine Vergiftung durch Grünspan, die möglicherweise von einem nicht ausreichend gereinigten silbernen Trinkgefäß herrührte. Ihr Tod traf Maria Theresia besonders schwer. Die Königin war erneut schwanger, von ihren Feinden bedrängt und hatte erst wenige Monate zuvor, am 7. Juni 1740, ihre älteste Tochter verloren. Marie-Carolines sterbliche Überreste wurden in der Kapuzinergruft beigesetzt, der kaiserlichen Begräbnisstätte in Wien. Im März desselben Jahres brachte Maria Theresia den lange erwarteten Sohn zur Welt. Für die junge Herrscherin bedeutete seine Geburt einen ersten Erfolg in einer feindseligen politischen Umgebung. Auf Anraten seiner frommen Mutter erhielt der Prinz den Namen Joseph, nach dem Pflegevater Jesu Christi. Der Name der verstorbenen Erzherzogin wurde später zwei jüngeren Schwestern gegeben. Eine weitere Marie-Caroline wurde 1748 geboren und starb noch am Tag ihrer Geburt. Die zweite, 1752 geborene Marie-Caroline, lebte bis 1814 und wurde Königin von Neapel und Sizilien. Sie trat entschlossen gegen die Französische Revolution und gegen das napoleonische Kaiserreich auf. In diesem Zusammenhang wird hervorgehoben, dass sowohl ihre Schwester Marie Antoinette als auch ihre Enkelin Marie-Louise den politischen Umbrüchen ihrer Zeit zum Opfer fielen.

Quelle: Marie-Caroline d'Autriche (1740-1741) (fr, 238479063). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.