Person

Maria Josepha von Bayern

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Geburt

  1. 30.03.1739

  2. 20.03.1739

Tod

  1. 28.05.1767

Porträt von Maria Josepha von Bayern
Bildnachweis

Portrait of Maria Josepha of Bavaria (1739-1767) label QS:Lde,"Porträt der Maria Josepha von Bayern (1739-1767)" label QS:Len,"Portrait of Maria Josepha of Bavaria (1739-1767)"

Probably Martin van Meytens

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Bildquelle: File:Maria Josepha von Bayern.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Josépha von Bayern, auch Maria Josepha Antonia Walburga Felicitas Regula genannt, wurde am 30. März 1739 in München geboren und starb am 28. Mai 1767 in Wien. Sie entstammte dem Haus Wittelsbach und war eine Tochter des bayerischen Kurfürsten und späteren Kaisers Karl Albrecht sowie der Erzherzogin Maria Amalia von Österreich. Durch ihre Heirat wurde sie Königin von Germanien und Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches. Josépha war das siebte und jüngste Kind ihrer Eltern. Von den sieben Geschwistern erreichten nur vier das Erwachsenenalter. Zu ihrer Familie gehörten ihr Bruder Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern, sowie ihre Schwestern Maria Antonia, die später Kurfürstin von Sachsen wurde, und Maria Anna, die Markgräfin von Baden-Baden. Über ihre Mutter war Josépha mit dem österreichischen Kaiserhaus eng verbunden. Ihre Großeltern mütterlicherseits waren Kaiser Joseph I. und Wilhelmine Amalia von Braunschweig-Lüneburg; väterlicherseits stammte sie von Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern und Therese Kunigunde Sobieska, einer Tochter des polnischen Königs Johann III. Sobieski, ab. Maria Amalia war zudem eine Cousine ihrer späteren Schwiegermutter Maria Theresia, wodurch Josépha und ihr künftiger Ehemann Joseph II. entfernt miteinander verwandt waren. Die Ehe mit Joseph von Habsburg-Lothringen wurde vor allem aus politischen Gründen arrangiert. Maria Theresia, die selbst die Folgen eines Erbfolgekriegs erlebt hatte, wollte für ihren Erben eine Verbindung schaffen, die zugleich politische Sicherheit versprach und möglichst männliche Nachkommen hervorbringen sollte. Joseph hingegen trauerte noch um seine erste Frau Isabella von Parma und wollte zunächst nicht wieder heiraten. Er hatte sogar eine Verbindung mit deren Schwester Maria Luise erwogen, doch diese war bereits dem späteren spanischen König Karl IV. versprochen und zeigte kein Interesse an Joseph. Joseph begegnete Josépha 1764, als er nach Frankfurt am Main reiste, um zum König von Germanien gewählt zu werden. Seine erste Einschätzung ihres Aussehens war ausgesprochen abwertend. Dennoch setzte sich der einflussreiche Staatsmann Wenzel Anton von Kaunitz-Rietberg für eine Ehe mit einer bayerischen Prinzessin ein, da er sich davon ein Bündnis zwischen Österreich und Bayern versprach. Am 13. Januar 1765 heiratete Josépha Joseph zunächst durch Stellvertretung. Nach ihrer Ankunft in Wien wurde die Ehe am 25. Januar im Schloss Schönbrunn feierlich geschlossen. Die Verbindung erwies sich als unglücklich. Josépha galt selbst unter ihren Gegnern am Wiener Hof als freundlich, hilfsbereit, umgänglich und wohltätig. Zugleich wurden ihr eine geringe Bildung und begrenzte geistige Fähigkeiten zugeschrieben. Joseph erkannte ihre guten Eigenschaften an und bezeichnete sie als untadelig, beklagte jedoch, dass zwischen ihnen keine innere Nähe bestehe und er sie nicht lieben könne. Er versprach, sie zumindest als Freund zu achten und ihr mit größtmöglicher Rücksicht zu begegnen. In der Praxis behandelte er sie jedoch zunehmend kühl und distanziert. Josépha selbst liebte ihren Mann sehr und litt stark unter seiner Zurückweisung. Sie war schüchtern und unsicher und wurde in seiner Gegenwart häufig ängstlich. Joseph lebte weitgehend getrennt von ihr und beschrieb sein Eheleben in Briefen beinahe als das eines unverheirateten Mannes. Die Ehe blieb kinderlos. Dennoch glaubte der Hof wiederholt, Josépha könne schwanger sein, da sie unter gesundheitlichen Beschwerden litt. Die Spannungen im Haushalt waren so offensichtlich, dass sogar die Oberaufseherin des kaiserlichen Haushalts zurücktrat, weil sie den Zustand der Ehe nicht länger ertragen könne. Josépha verschlimmerte ihre Lage offenbar zusätzlich, indem sie sich gegenüber ihren Bediensteten über ihr Leid äußerte. Der einzige Angehörige der kaiserlichen Familie, der Josépha zunächst unterstützte, war ihr Schwiegervater Franz Stephan. Nach dessen Tod am 18. August 1765 verlor sie diesen wichtigen Rückhalt. Franz Stephan wurde von Joseph als Kaiser Franz I. beerbt; Josépha wurde damit Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches. Ihre Schwiegermutter Maria Theresia blieb jedoch die maßgebliche Persönlichkeit am Hof und im Reich. Nach nur zwei Ehejahren erkrankte Josépha an den Pocken, derselben Krankheit, an der bereits Josephs erste Frau gestorben war. Sie starb am 28. Mai 1767 im Alter von 28 Jahren. Joseph besuchte sie während ihrer Krankheit nicht, während Maria Theresia zu ihr ging und sich dabei selbst ansteckte, die Krankheit jedoch überlebte. Nach Joséphas Tod erklärte Joseph zunächst, er bedauere seine frühere Kälte. Später sagte er zu seiner Schwester Maria Antonia, seine Frau sei in vieler Hinsicht der Achtung würdig gewesen. Josépha wurde in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt, doch Joseph nahm nicht an ihrer Beerdigung teil. Ihr Tod hatte weitere Folgen: Im Oktober 1767 erkrankte die Erzherzogin Maria Josepha, die vor ihrer geplanten Hochzeit mit Ferdinand IV. von Neapel am Sarkophag ihrer Schwägerin gebetet hatte, ebenfalls an den Pocken und starb daran. Auch nach ihrem eigenen Tod spielte Josépha eine Rolle in der Politik ihres Mannes. Als Joseph II. 1778 und 1779 große Teile Bayerns beanspruchte, führte er unter anderem seine Ehe mit einer bayerischen Prinzessin als Begründung an. Der Streit mündete in den Bayerischen Erbfolgekrieg, in dem die Habsburger letztlich nur das Innviertel gewannen. Bereits 1748 war Josépha von Maria Theresia zur Edeldame des kaiserlichen Sternkreuzordens ernannt worden.

Quelle: Josépha de Bavière (fr, 235222138). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

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