Person

Maria Christina von Österreich

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Geburt

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Tod

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Porträt von Maria Christina von Österreich
Bildnachweis

Portrait of Archduchess Maria Christina of Austria (1574–1621)

Attributed to Ottavio Zanuoli

http://www.royaltyguide.nl/images-families/habsburg/habsburgaustria/1574%20M.Christienra.jpg

Bildquelle: File:MariaChristinaOfAustria1574-1621.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maria Christina von Österreich wurde am 10. November 1574 in Graz als Angehörige der steirischen Linie des Hauses Habsburg geboren. Ihr Vater war Erzherzog Karl II., ein Sohn Kaiser Ferdinands I. und der Königin Anna von Böhmen und Ungarn. Ihre Mutter Maria Anna stammte aus dem Haus Wittelsbach und war eine Tochter des bayerischen Herzogs Albrecht V. und der Erzherzogin Anna von Österreich. Da ihre Eltern eng miteinander verwandt waren, gehörte Maria Christina zu einer weit verzweigten, politisch bedeutenden Familie. Sie hatte zahlreiche Geschwister, unter ihnen Anna und Konstantia, die beide den polnischen König Sigismund III. heirateten, den späteren Kaiser Ferdinand II., die spanische Königin Margarete und die toskanische Großherzogin Maria Magdalena. Ihre Kindheit verbrachte Maria Christina in Graz und zeitweise bei ihren Großeltern mütterlicherseits in München. Sie erhielt eine streng katholische Erziehung und eine sorgfältige Ausbildung. Für eine Frau ihrer Zeit ungewöhnlich, lernte sie auch Latein. Diese Herkunft und Bildung machten sie zu einer geeigneten Verbindung für die habsburgische Außenpolitik, die im späten 16. Jahrhundert stark von den Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich geprägt war. 1594 löste sich der siebenbürgische Fürst Sigismund Báthory auf den Rat seines Onkels Stephan Bocskai, seines Beichtvaters Alfonso Carrillo und weiterer Ratgeber von der osmanischen Oberhoheit. Er ließ führende Vertreter der türkenfreundlichen Opposition hinrichten und schloss am 28. Januar 1595 in Prag durch seine Gesandten ein Bündnis mit Kaiser Rudolf II. Der Kaiser erkannte Siebenbürgen als selbstständiges Fürstentum an und sagte dem Fürsten eine habsburgische Erzherzogin zur Frau zu. Rudolfs Wahl fiel auf Maria Christina. Im Frühjahr 1595 wurde die Ehe in Graz vereinbart. Die siebenbürgischen Gesandten hatten zunächst darum gebeten, eine der drei ältesten Töchter auswählen zu dürfen, doch Maria Christinas Mutter bestimmte sie selbst zur Braut. Der Ehevertrag wurde am 5. März unterzeichnet, die Verlobung folgte am nächsten Tag. Wegen einer Erkrankung musste die Reise nach Siebenbürgen verschoben werden. Obwohl sie noch Fieber hatte, brach Maria Christina am 15. Juni mit ihrer Mutter und einer großen Begleitung auf. Die Reise führte über zahlreiche Städte und Orte in den habsburgischen und ungarischen Ländern. Am 25. Juli traf sie in Klausenburg ein, am 1. August erreichte sie Karlsburg. Dort begegnete sie Sigismund Báthory zum ersten Mal persönlich. Der Fürst ritt ihr mit 2.000 Reitern entgegen. Die Hochzeit fand am 6. August 1595 im Dom von Karlsburg statt; die Trauung vollzog der päpstliche Nuntius Alfonso Visconti. In Siebenbürgen gewann Maria Christina bald Sympathien. Ihre freundliche Art und ihr Bemühen, die örtlichen Verhältnisse kennenzulernen, machten sie beliebt. Die Ehe blieb jedoch nicht nur politisch schwierig, sondern auch persönlich unerfüllt. Sie wurde nicht vollzogen. Zeitgenössisch kursierten unterschiedliche Erklärungen: Sigismund soll von seiner kränklich wirkenden Braut enttäuscht gewesen sein, andere vermuteten einen Zauber oder eine körperliche Unfähigkeit des Fürsten. Sein Beichtvater sprach von einem „Mangel der Natur“. Maria Christina selbst schrieb ihrer Mutter, ihr Mann wisse nicht, ob ihn Gottes Strafe oder ein Fluch getroffen habe, da er früher wie andere Männer gewesen sei, nun aber nicht mehr. Sie ertrug ihre Lage nach eigener Haltung mit christlicher Geduld und lebte mit Sigismund eher wie mit einem Bruder. Trotz der persönlichen Distanz blieb das Verhältnis vertraulich; während seiner Abwesenheit übernahm sie zeitweise die Regierung. Im Januar 1597 reiste Sigismund nach Prag, um über eine mögliche Auflösung der Ehe und die Bedingungen seines Rücktritts vom Fürstenthron zu verhandeln. Maria Christina lebte währenddessen zunächst allein in Kövár, später in Szamosújvár und Fogaras. Sie hoffte weiterhin auf seine Rückkehr. Ihre Mutter plante bereits eine neue Ehe und dachte an Erzherzog Maximilian, den Bruder Kaiser Rudolfs. Maria Christina lehnte diese Möglichkeit jedoch entschieden ab. Sie erklärte, wenn sie den Fürsten nicht haben könne, wolle sie niemand anderen. Sigismund kehrte im März nach Siebenbürgen zurück, mied seine Frau aber weiterhin. Ende 1597 vereinbarte er schließlich, das Fürstentum dem Kaiser zu überlassen. Als Sigismund im April 1598 erneut auf den Thron verzichtete, ordnete der Kaiser an, dass Maria Christina bis zur Ankunft des vorgesehenen neuen Fürsten die Regierung führen sollte. Die siebenbürgischen Stände baten sie, diese Aufgabe zu übernehmen, und sie erklärte sich vorläufig dazu bereit. Ihre Regentschaft blieb allerdings weitgehend symbolisch, da die kaiserlichen Beauftragten die tatsächliche Leitung des Landes ausübten. Im August kehrte Sigismund nach Klausenburg zurück und gewann mit Unterstützung der Stände seine Herrschaft wieder. Er versöhnte sich mit Maria Christina, erklärte, er wolle mit ihr wie ein Bruder leben, und bat sie, gemeinsam mit ihm zu regieren. Nach Ansicht eines späteren Historikers diente diese Annäherung jedoch vor allem dazu, seine politische Stellung zurückzugewinnen. 1599 änderte Sigismund erneut seine Pläne und trat zugunsten seines Vetters, des Kardinals Andreas Báthory, zurück. Er wollte Maria Christina nun mit diesem verheiraten. Der Kardinal war dazu bereit, sein kirchliches Amt aufzugeben, doch Maria Christina wies den Gedanken entschieden zurück. Im Mai 1599 kehrte sie an den Grazer Hof ihrer Mutter zurück. Dort erkrankte sie schwer und litt wochenlang an Fieber. Im August erklärte Papst Clemens VIII. ihre Ehe für nichtig; die Entscheidung wurde am 17. August in einer Grazer Kirche verkündet. Nach der Auflösung ihrer Ehe lebte Maria Christina zurückgezogen und lehnte weitere Heiratspläne ab. Selbst ein späterer Versuch Stephans Bocskai, sie zu heiraten, wurde vom kaiserlichen Hof nicht zugelassen. 1607 trat sie gemeinsam mit ihrer Schwester Eleonore in das Kloster in Hall in Tirol ein. Nach dem Probejahr legten beide 1608 ihre Gelübde ab. Als die ältere Äbtissin 1612 zurücktrat, wählten die Nonnen Maria Christina zu ihrer Nachfolgerin. Sie blieb bis zu ihrem Tod am 6. April 1621 in Hall. Begraben wurde sie im Klostergarten neben ihrer im Vorjahr verstorbenen Schwester. Kinder hatte sie nicht.

Quelle: Habsburg Mária Krisztierna (hu, 28995033). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

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Kinder

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Partnerinnen und Partner

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