
Bildnachweis
Joanna Sophia of Bavaria
Antoni Boys
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Bildquelle: File:Joanna Sophia of Bavaria.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Johanna Sophie von Bayern, auch Joana Sofia genannt, war eine deutsche Adlige und durch ihre Ehe Herzogin von Österreich. Sie wurde entweder 1373 in München oder am 13. September 1377 in Le Quesnoy geboren und starb 1410 in Wien. Ihre Beisetzung erfolgte im Wiener Stephansdom.
Sie war das vierte von insgesamt sieben Kindern und die jüngste Tochter Herzog Albrechts I. von Bayern aus dessen erster Ehe mit Margarete von Brieg. Zu ihren väterlichen Großeltern gehörten Kaiser Ludwig IV. aus dem Heiligen Römischen Reich und Margarete II., Gräfin von Hennegau. Mütterlicherseits stammte sie von Ludwig I., Herzog von Liegnitz und Herzog von Brieg, sowie Agnes von Glogau-Sagan ab.
Johanna Sophie wuchs in einer weit verzweigten fürstlichen Familie auf. Ihre Geschwister waren Katharina, die zweimal verheiratet war, Johanna, die mit dem böhmischen König Wenzel IV. vermählt wurde, Margarete von Bayern, die den burgundischen Herzog Johann heiratete, Wilhelm II. von Bayern, der mit Jakobäa, der Gräfin von Hennegau, verheiratet war, sowie Albrecht II. und Johann III. Albrecht II. regierte gemeinsam mit ihrem Vater, starb jedoch früh. Johann III. wurde später außerdem Bischof von Lüttich. Aus der zweiten Ehe ihres Vaters mit Margarete von Kleve gingen keine weiteren ehelichen Kinder hervor; allerdings hatte Johanna Sophie einige außereheliche Halbgeschwister.
Am 24. April 1390 heiratete Johanna Sophie in Wien den späteren Herzog Albrecht IV. von Österreich. Er war der einzige Sohn Albrechts III. aus dem Haus Habsburg und dessen zweiter Ehefrau Beatrix von Nürnberg. Beide Brautleute waren sehr jung: Johanna Sophie war je nach überlieferter Altersangabe zwölf oder siebzehn Jahre alt, Albrecht zwölf. Die Heirat diente zugleich dazu, den Konflikt zwischen den Vätern des Paares zu beenden. Albrecht I. von Bayern verpflichtete sich zu einer Zahlung von 10.000 Pfennigen und übergab Albrecht III. außerdem die Burg Natternberg sowie die Stadt Deggendorf.
Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Die Tochter Margarete wurde am 26. Juni 1395 geboren. Ihre Mutter arrangierte später ihre Ehe mit Herzog Heinrich XVI. von Bayern; aus dieser Verbindung gingen sieben Kinder hervor. Der Sohn Albrecht V., geboren am 10. August 1397, wurde Herzog von Österreich und ist als Albrecht II. von Deutschland bekannt, da er Elisabeth von Luxemburg heiratete. Das Paar hatte vier Kinder.
Johanna Sophies Ehe fiel in eine Zeit enger dynastischer Verbindungen, aber auch anhaltender Spannungen innerhalb der Fürstenhäuser. Ihr Ehemann geriet wiederholt mit Angehörigen der Familie seiner Frau in Streit. Zu seinen Konfliktpartnern gehörten unter anderem ihr Schwager, König Wenzel IV. von Böhmen, und ihr Halbbruder Siegmund aus dem Heiligen Römischen Reich. Diese Auseinandersetzungen prägten das politische Umfeld, in dem Johanna Sophie als Mitglied des österreichischen und bayerischen Hochadels lebte.
Albrecht IV. starb 1404. Johanna Sophie ging danach keine neue Ehe ein und blieb bis zu ihrem eigenen Tod als verwitwete Herzogin in Wien. Sie starb wenige Jahre nach ihrem Mann im Jahr 1410.
Quelle: Joana Sofia da Baviera (pt, 69000372). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0