
Bildnachweis
Johann, Count Palatine of Birkenfeld-Gelnhausen
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Bildquelle: File:Johann, Count Palatine of Birkenfeld-Gelnhausen.png · Lizenz: Public domain
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Biografie
Johann von Birkenfeld-Gelnhausen wurde am 24. Mai 1698 in Gelnhausen als zweiter Sohn von Johann von Birkenfeld-Gelnhausen und dessen zweiter Ehefrau Esther Marie von Witzleben geboren. Er entstammte dem Haus Birkenfeld-Gelnhausen, einem Zweig der pfalzgräflichen Familie. Sein späteres Leben war sowohl durch militärische und administrative Aufgaben als auch durch seine Stellung innerhalb dieser dynastischen Linie geprägt.
Zu Beginn seiner Laufbahn übernahm Johann wichtige Ämter im Dienst der Pfalz. Er war Befehlshaber sämtlicher pfälzischer Truppen, Gouverneur des pfälzischen Herzogtums Jülich und Komtur der Festung Jülich. Diese Funktionen machten ihn zu einem bedeutenden militärischen Vertreter des Hauses und verbanden seine Tätigkeit mit der Verwaltung und Sicherung pfälzischer Gebiete.
Als sein älterer Bruder Friedrich Bernhard von Birkenfeld-Gelnhausen am 5. August 1739 starb, trat Johann dessen Nachfolge an. Von 1739 bis zu seinem Tod führte er den Titel eines Pfalzgrafen und Herzogs von Zweibrücken-Birkenfeld zu Gelnhausen beziehungsweise eines Pfalzgrafen von Birkenfeld zu Gelnhausen. Damit stand er an der Spitze der Gelnhausener Linie und nahm die damit verbundenen dynastischen Aufgaben wahr.
Am 19. August 1743 heiratete Johann in Dhaun Sophie Charlotte von Salm-Dhaun. Sie wurde am 29. August 1719 in Dhaun geboren und starb am 29. März 1770 in Gelnhausen. Sophie Charlotte war die sechste Tochter und das siebte von insgesamt zehn Kindern des Wild- und Rheingrafen Karl zu Dhaun und Kyrburg und dessen Ehefrau Luise, einer Gräfin von Nassau-Saarbrücken zu Ottweiler.
Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor, die den Titel eines Pfalzgrafen beziehungsweise einer Pfalzgräfin von Birkenfeld zu Gelnhausen trugen. Der älteste Sohn, Johann Karl Ludwig, wurde am 18. September 1745 in Gelnhausen geboren. Er blieb unverheiratet, folgte seinem Vater 1780 in der Herrschaft nach und starb am 31. März 1789 in Mannheim. Die Tochter Christiane Luise, geboren am 17. August 1748, heiratete 1773 Graf Heinrich XXX. Reuß zu Gera; die Ehe blieb kinderlos. Eine weitere Tochter, Johanna Sophie, wurde am 7. Januar 1751 geboren und starb bereits am 4. Juli 1752.
Der 1752 geborene Sohn Wilhelm wurde später als Wilhelm in Bayern bekannt. Er heiratete 1780 Marie Anne von Zweibrücken-Birkenfeld zu Rappolstein und wurde 1799 zum Herzog in Bayern erhoben. Aus seiner Ehe gingen Nachkommen hervor. Johann und Sophie Charlotte hatten außerdem die Tochter Friederike, die am 14. November 1753 am Tag ihrer Geburt starb, sowie Sophie Henriette, die 1757 geboren wurde und 1760 im Alter von drei Jahren starb. Die beiden jüngeren Söhne Christian und Johann, geboren 1760 beziehungsweise 1764, starben ebenfalls bereits im Kindesalter.
Johann von Birkenfeld-Gelnhausen wurde zu einem Vorfahren bedeutender europäischer Dynastien. Er gilt als Urururgroßvater Elisabeths von Wittelsbach, der als „Sisi“ bekannten Kaiserin von Österreich. Auch die großherzogliche Familie Luxemburgs sowie die königlichen Familien Italiens und Belgiens stammen von ihm ab. Dadurch wirkte seine dynastische Linie weit über die unmittelbare Geschichte von Gelnhausen hinaus.
Für seine Verdienste erhielt Johann mehrere Auszeichnungen. Er war Ritter des bayerischen Sankt-Hubertus-Ordens und wurde am 1. Januar 1768 zum Ritter des Bayerischen Löwenordens ernannt. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1770 lebte er noch zehn Jahre weiter. Johann starb am 10. Februar 1780 im Alter von 81 Jahren in Mannheim. Sein ältester Sohn Johann Karl Ludwig folgte ihm als Pfalzgraf von Birkenfeld zu Gelnhausen nach.
Quelle: Jean de Birkenfeld-Gelnhausen (1698-1780) (fr, 232393453). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0