
Bildnachweis
Friedrich Eugen of Württemberg
Name given by the museum: Johann Friedrich Carl Kreul (1804-1867) Probable author: Johann Lorenz Kreul (1765-1840)
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Bildquelle: File:Friedrich Eugen of Württemberg.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Friedrich Eugen von Württemberg wurde am 21. Januar 1732 in Stuttgart als vierter Sohn Herzog Carl Alexanders und Maria Augustas von Thurn und Taxis geboren. Seine älteren Brüder waren Carl Eugen und Ludwig Eugen. Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1741 wurden Friedrich Eugen und seine Brüder zur Ausbildung an den Hof Friedrichs des Großen nach Berlin geschickt. Dort fand er wohlwollende Aufnahme. Als Carl Eugen 1744 die Regierung in Württemberg übernahm, kehrten die jüngeren Brüder zunächst in ihre Heimat zurück.
Wie seine Geschwister war Friedrich Eugen katholisch und ursprünglich für eine geistliche Laufbahn vorgesehen. Bereits als Jugendlicher erhielt er Kanonikate in Salzburg und Konstanz. Friedrich der Große bot ihm außerdem eine Koadjutorsstelle beim Hochstift Breslau an. Friedrich Eugen entschied sich jedoch für den Militärdienst. Nach einem Studienaufenthalt in Utrecht und Reisen durch Holland, Frankreich und England ernannte ihn der preußische König 1749 zum Obersten der Reiterei und zum Chef des Dragonerregiments D XII „Alt-Württemberg“.
Am 29. November 1753 heiratete Friedrich Eugen Friederike Dorothea Sophia von Brandenburg-Schwedt, eine Nichte Friedrichs des Großen. Sie war die Tochter des Markgrafen Friedrich Wilhelm zu Brandenburg-Schwedt und einer Schwester des preußischen Königs. Die Ehe galt als ungewöhnliche Liebesheirat in fürstlichen Kreisen und wurde als glücklich beschrieben. Da seine Frau dem reformierten Glauben angehörte, wurde im Ehevertrag festgelegt, dass die Kinder evangelisch erzogen werden sollten. Die württembergischen Landstände begrüßten diese Regelung und bewilligten Friedrich Eugen sowie seinen männlichen Erben zusätzlich zur Apanage jährlich 25.000 Gulden. Im Dezember 1753 verlieh ihm Friedrich II. den Schwarzen Adlerorden.
Während des Siebenjährigen Krieges machte sich Friedrich Eugen als mutiger Reiterführer einen Namen. 1756 reiste er nach Menorca, um Erfahrungen im Belagerungskrieg zu sammeln, während sein Bruder Ludwig Eugen dort auf französischer Seite das Fort St. Philipp belagerte. 1760 entsetzte Friedrich Eugen das von russischen Truppen bedrohte Berlin und vertrieb bei Magdeburg ein von seinem Bruder Carl Eugen geführtes Hilfskorps aus dem Gebiet zwischen Elbe und Saale. Bei Torgau befehligte er den linken Flügel der Reiterei und war an der Verteidigung Pommerns und Mecklenburgs beteiligt. Im Dezember 1761 musste er die Festung Kolberg nach 23 Wochen Belagerung den Russen überlassen. Im folgenden Jahr schloss er einen Waffenstillstand mit den Schweden, nahm an der Belagerung von Schweidnitz teil und trug durch einen Angriff zur Entscheidung der Schlacht bei Reichenbach bei.
Nach dem Krieg blieb Friedrich Eugen bis 1769 preußischer General in Treptow an der Rega. Danach schied er aus dem preußischen Dienst aus und zog mit seiner Familie in die württembergische Grafschaft Mömpelgard. Seine vier ältesten Söhne blieben zunächst zur Ausbildung in Lausanne. In Étupes ließ Friedrich Eugen einen Sommersitz errichten und führte dort mehr als zwei Jahrzehnte lang das Leben eines wohlhabenden Landedelmanns. 1786 übertrug ihm sein Bruder die Regierung über Mömpelgard und mehrere damit verbundene Herrschaften. Die politischen Unruhen in Frankreich zwangen ihn jedoch 1791, das von französischem Gebiet umschlossene Land zu verlassen.
Nach wechselnden Aufenthalten stellte ihm der preußische König Friedrich Wilhelm II. das Neue Schloss in Bayreuth als Wohnsitz zur Verfügung und ernannte ihn zum Generalgouverneur von Ansbach-Bayreuth. Friedrich Eugen zog im November 1792 mit einem größeren Hofstaat nach Bayreuth. Die eigentliche Regierungsarbeit lag jedoch weitgehend bei dem dirigierenden Minister Karl August von Hardenberg, sodass Friedrich Eugen vor allem repräsentative Aufgaben wahrnahm.
Nach dem Tod seiner Brüder Carl Eugen 1793 und Ludwig Eugen 1795 wurde Friedrich Eugen regierender Herzog von Württemberg. Er nahm seinen Wohnsitz in Stuttgart. Kurz vor seinem Regierungsantritt war er zum preußischen Generalfeldmarschall ernannt worden; anschließend erhielt er auch den Rang eines Generalfeldmarschalls des Schwäbischen Reichskreises. Seine Regierungszeit dauerte nur etwa zweieinhalb Jahre und fiel in eine schwere politische und militärische Krise. Im Ersten Koalitionskrieg stellte er sich nach anfänglichem Schwanken auf die Seite Österreichs. Französische Truppen unter General Moreau drangen 1796 nach Württemberg vor, plünderten das Land und besetzten Stuttgart. Friedrich Eugen musste deshalb eigenständig einen Waffenstillstand schließen, dem ein für Württemberg belastender Friedensvertrag folgte. Das Land verpflichtete sich zur Neutralität, zu hohen Kriegsleistungen und zur Abtretung Mömpelgards sowie des linken Rheinufers. Als Entschädigung waren geistliche Gebiete in Schwaben vorgesehen.
Die Kriegsschäden und die Belastungen durch österreichische Einquartierungen wurden für die Jahre 1796 und 1797 auf 18 Millionen Gulden geschätzt. Um ihre Finanzierung zu beraten, trat erstmals seit 27 Jahren wieder ein Landtag zusammen. Friedrich Eugen weigerte sich jedoch, sein privates Kammergut zur Deckung der Kosten heranzuziehen. Daraufhin gingen die Landstände von der Beratung der Kriegskosten zu Beschwerden über staatliche Missstände über. Die Verhandlungen waren noch nicht abgeschlossen, als Friedrich Eugen am 23. Dezember 1797 in Hohenheim an einem Schlaganfall starb.
Zeitgenössisch blieb er als geistig gebildeter, tatkräftiger, gütiger, menschenfreundlicher und gerechter Fürst in Erinnerung. Seine Ehe mit Friederike Dorothea Sophia hatte zwölf eheliche Kinder. Mehrere Söhne traten in ausländische Militärdienste ein. Die älteste Tochter Sophie Dorothee Auguste wurde als Maria Feodorowna 1776 mit dem späteren russischen Kaiser Paul I. verheiratet. Die Tochter Elisabeth heiratete 1788 den späteren Kaiser Franz II. Durch diese Verbindungen und die Laufbahnen seiner Söhne trug Friedrich Eugen wesentlich zur Sicherung und internationalen Vernetzung des Hauses Württemberg bei. Außerdem förderte er den Schriftsteller Friedrich Maximilian Klinger und unterstützte damit dessen gesellschaftlichen Aufstieg.
Quelle: Friedrich Eugen (Württemberg) (de, 268427780). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
Kinder
- Alexander Friedrich Karl von Württemberg
- Elisabeth von Württemberg
- Eugen Friedrich Heinrich von Württemberg
- Ferdinand Friedrich August von Württemberg
- Friederike von Württemberg
- Friederike Wilhelmine Herzogin von Württemberg
- Friedrich I. von Württemberg
- Heinrich Friedrich Karl von Württemberg
- Johann Georg von Sontheim
- Karl Herzog von Württemberg
- Ludwig von Württemberg
- Sophie Dorothee von Württemberg
- Wilhelm Friedrich Philipp von Württemberg