Person
Federico Ubaldo della Rovere
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Tod
Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Bildnachweis
Italian: Ritratto di Federico Ubaldo della Rovere Portrait of Federico Ubaldo della Rovere (1605-1623) label QS:Len,"Portrait of Federico Ubaldo della Rovere (1605-1623)"
Claudio Ridolfi
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Bildquelle: File:Portrait of Federico Ubaldo della Rovere by Claudio Ridolfi.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Federico Ubaldo della Rovere wurde am 16. Mai 1605 in Pesaro im Kirchenstaat geboren und starb am 28. Juni 1623 in Urbino. Von 1621 bis zu seinem Tod war er Herzog von Urbino und zugleich der letzte männliche Erbe des Hauses della Rovere. Sein Tod bedeutete daher nicht nur das Ende eines kurzen Herrscherlebens, sondern auch das absehbare Erlöschen einer Dynastie und den Verlust der staatlichen Selbstständigkeit Urbinos.
Federico Ubaldo war das einzige Kind des Herzogs Francesco Maria II. della Rovere und dessen zweiter Ehefrau Livia della Rovere, die zugleich seine Cousine war. Väterlicherseits stammte er von Guidobaldo II., Herzog von Urbino, und Vittoria Farnese ab; über seine Mutter war er ein Enkel des Marquis Ippolito della Rovere von San Lorenzo in Campo und der Gräfin Isabella Vitelli. Seine Geburt war von großer politischer Bedeutung. Sein Vater, damals bereits fünfzig Jahre alt und verwitwet, hatte lange auf einen männlichen Nachfolger gewartet. Ohne einen solchen Erben wäre die Familie della Rovere erloschen und das Herzogtum an den Heiligen Stuhl gefallen.
Francesco Maria II. hatte deshalb Papst Clemens VIII. um die Erlaubnis zu einer weiteren Ehe gebeten. Am 25. April 1599 heiratete er in Casteldurante, seiner bevorzugten Residenz, die dreizehnjährige Livia della Rovere aus einem benachbarten Familienzweig. Vier Jahre später konnte er endlich die Geburt eines Sohnes verkünden. Federico Ubaldo erhielt seinen zweiten Vornamen zu Ehren des heiligen Ubald von Gubbio, des Schutzpatrons der Familie, dessen Gedenktag auf den 16. Mai fiel. Der Herzog präsentierte das Kind vom Balkon des herzoglichen Palastes in Pesaro aus seinen Untertanen. Zu seinen ersten Geschenken gehörten ein kostbarer orientalischer Smaragd und ein Amulett gegen den bösen Blick.
Der ersehnte Thronfolger wuchs zwischen den herzoglichen Residenzen in Pesaro, Urbino, Gubbio und Casteldurante auf. Wie es in fürstlichen Familien üblich war, wurde er früh von seiner Mutter getrennt und zunächst Ammen, später Lehrerinnen anvertraut. Bereits im Alter von sechs Jahren verlobte ihn sein Vater mit Claudia de’ Medici, einer Tochter Ferdinando I. de’ Medici, des Großherzogs der Toskana, und Christine von Lothringen. Die Verbindung sollte ein Bündnis zwischen Urbino und dem Großherzogtum Toskana stärken. Die Hochzeit wurde am 29. April 1621 in der Kapelle der Medici-Villa Poggio Imperiale gefeiert und im gesamten Herzogtum festlich begangen.
Im selben Jahr übergab Francesco Maria II. seinem Sohn die Herrschaft. Am 3. November 1621 dankte er ab, weil er nach der Geburt eines männlichen Erben die Zukunft der Dynastie gesichert glaubte, und zog sich nach Casteldurante zurück. Federico Ubaldo war damit Herzog von Urbino, obwohl er noch sehr jung und als Herrscher wenig erfahren war.
Seine Ehe mit Claudia de’ Medici blieb schwierig. Am 7. Februar 1622 wurde im Palast von Pesaro ihre Tochter Vittoria della Rovere geboren. Sie war das einzige Kind des Paares und sollte später das letzte Mitglied des Hauses della Rovere sowie durch ihre Ehe Großherzogin der Toskana werden. Die Geburt führte außerdem zu einer Annäherung zwischen Federico Ubaldos Mutter Livia und der Familie, von der sie sich wegen der Spannungen zwischen ihrem Sohn und dessen Ehefrau entfernt hatte.
Federico Ubaldo ließ sich als junger Herzog von Personen umgeben, die ihre eigenen Interessen verfolgten und die Spannungen zwischen ihm und seinem Vater verschärften. Besonders großen Einfluss gewann der Florentiner Luigi Vettori, den der Herzog mit der Wahrnehmung fast all seiner Aufgaben betraute. Zeitgenössisch wurde Federico Ubaldo zudem ein ausschweifender Lebensstil zugeschrieben, der seine Eltern und seine Ehefrau missbilligten. Ihre Vorwürfe nahm er offenbar nicht ernst.
Sein Ende kam unerwartet. Am Abend des 28. Juni 1623 nahm der achtzehnjährige Herzog an einem Schauspiel teil. Inmitten von Späßen und lautem Rufen spielte er die Rolle eines Esels, der die übrigen Darsteller auf seinem Rücken trug. In den frühen Morgenstunden zog er sich in seine Gemächer im Palast von Urbino zurück, die möglichst weit von den Räumen seiner Ehefrau entfernt lagen. Später wurde er von einem Diener tot im Bett gefunden, mit Schaum vor dem Mund und halb geöffneten Augen.
Ärztliche Berichte führten seinen Tod auf einen Schlaganfall beziehungsweise einen epileptischen Anfall zurück; als mögliche zusätzliche Ursache wurde eine zerebrale Zystizerkose angenommen. Claudia de’ Medici schrieb ihrer Mutter, er sei plötzlich und unerwartet gestorben. Venezianische Vertreter in Rom bestätigten wenige Tage später ebenfalls einen plötzlichen Tod. Gleichzeitig verbreiteten sich Gerüchte über Vergiftung oder Erdrosselung. Dahinter stand der Verdacht, die Medici hätten sich für die schlechte Behandlung Claudias rächen und sich eines schwierigen Verwandten entledigen wollen. Ein später aufgefundenes notarielles Dokument belegt, dass eine Obduktion vorgenommen wurde.
Federico Ubaldos Tod erschütterte seine Familie und die Bevölkerung, die nun mit der Eingliederung Urbinos in den Kirchenstaat rechnen musste. Seine Tochter konnte zwar das bewegliche und unbewegliche Eigentum der della Rovere erben, war als Frau jedoch von der Thronfolge ausgeschlossen. Francesco Maria II. musste deshalb auf den Thron zurückkehren und wurde Zeuge des Untergangs seiner Familie und seines Staates. Federico Ubaldo wurde am 2. Juli 1623 in der Krypta der Kreuzkapelle im Dom von Urbino beigesetzt, in einem Grab, das ursprünglich für seinen Vater bestimmt gewesen war. Claudia kehrte zunächst mit ihrer Tochter nach Florenz zurück und heiratete 1626 Leopold V. von Österreich, den Grafen von Tirol und jüngeren Bruder Kaiser Ferdinands II. Livia della Rovere führte erneut den Titel einer Herzogin und teilte ihre Zeit zwischen ihrem betagten Ehemann und ihrem väterlichen Lehensbesitz Castelleone di Suasa.
Quelle: Федерико Убалдо дела Ровере (bg, 12639012). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
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