Person
Christina von Neapel-Sizilien
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
Keine geprüfte Geburtsangabe vorhanden.
Tod
Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.
Biografie
Marie-Christine Amelie von Bourbon-Sizilien wurde am 17. Januar 1779 im Palast von Caserta geboren. Sie gehörte dem kapetingischen Haus Bourbon an und trug bis zu ihrem Tod den Titel einer Prinzessin von Neapel und Sizilien. Ihre Eltern waren Ferdinand I., König beider Sizilien, und dessen Ehefrau Maria Karolina. Marie-Christine war das siebte Kind des Paares und die fünfte Tochter.
Marie-Christine hatte eine Zwillingsschwester, die ebenfalls Marie-Christine Amelie hieß und später den sardischen König Karl Felix heiratete. Allerdings gibt es abweichende Angaben zu ihrer Geburt. Einige Quellen vermuten, dass die beiden Schwestern nicht am selben Tag, sondern im Abstand von einem Jahr geboren wurden und Marie-Christine bereits am 17. Januar 1778 zur Welt kam. Der italienische Historiker Gaudenzio Dell’Aja weist darauf hin, dass die offiziellen Archive verloren gegangen seien. Dennoch gehen die meisten Überlieferungen davon aus, dass es sich tatsächlich um Zwillinge handelte. Die Zwillingsschwester war das Lieblingskind ihrer Mutter.
Marie-Christines Vater Ferdinand war als Herzog von Kalabrien der dritte Sohn des spanischen Königs Karl III. und der Königin Maria Amalia von Sachsen. Ihre Mutter Maria Karolina war eine Tochter der Kaiserin Maria Theresia und des Kaisers Franz I. des Heiligen Römischen Reiches. Dadurch war Marie-Christine mütterlicherseits eine Nichte von Marie-Antoinette, Kaiser Joseph II. und Kaiser Leopold II. Über ihren Vater war sie außerdem mit Marie Louise von Spanien, Maria Isabella von Spanien und König Karl IV. von Spanien verwandt.
Zu ihren Geschwistern gehörten der spätere König Franz I. beider Sizilien und Leopold, Fürst von Salerno. Ein weiterer Bruder, Karl, Herzog von Kalabrien, war bereits 1778 im Alter von drei Jahren an den Pocken gestorben. Marie-Christines ältere Schwester Maria Anna wurde 1775 geboren, im selben Jahr wie Karl oder möglicherweise in einem Abstand von weniger als einem Jahr. Zu ihren Schwestern zählten außerdem Maria Theresia, die nach ihrer Großmutter benannt wurde, und Luise, die später Großherzogin der Toskana wurde.
Die Pocken waren im späten 18. Jahrhundert eine besonders gefährliche Krankheit und hatten bereits mehrere Kinder der königlichen Familie das Leben gekostet. Nach dem Tagebuch der Königin Maria Karolina wurden Marie-Christine und ihr jüngerer Bruder Joseph von dem angesehenen Arzt Angelo Gatti behandelt, der auf die Pocken spezialisiert war. Anfang 1783 erkrankten jedoch beide Kinder selbst an der Krankheit. Auch andere Geschwister waren zuvor von den Pocken betroffen gewesen.
Marie-Christine und Joseph starben im Palast von Caserta im Abstand von nur wenigen Tagen. Marie-Christine erlag der Krankheit am 26. Februar 1783, wenige Wochen nach ihrem vierten Geburtstag. Sie wurde in der Kirche Santa Chiara in Neapel beigesetzt. Ihr kurzes Leben war damit vollständig von ihrer Zugehörigkeit zur europäischen Bourbonendynastie, den engen Verbindungen ihrer Familie zu bedeutenden Herrscherhäusern und der hohen Kindersterblichkeit ihrer Zeit geprägt.
Quelle: Marie-Christine de Bourbon-Siciles (1779-1783) (fr, 235461153). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
Kinder
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Partnerinnen und Partner
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