Person
Beatrix von Nürnberg
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
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Tod
Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.
Biografie
Beatrix von Nürnberg, auch Beatrix von Hohenzollern genannt, wurde 1362 in Nürnberg geboren und starb am 10. Juni 1414 in Perchtoldsdorf in Niederösterreich. Durch ihre Ehe mit Albrecht III. von Österreich wurde sie Herzogin von Österreich und spielte damit eine Rolle in der dynastischen Politik des späten 14. Jahrhunderts.
Sie war die zweitgeborene Tochter Friedrichs V., des Burggrafen von Nürnberg, und dessen Ehefrau Elisabeth von Meißen. Ihre väterlichen Großeltern waren Johann II. von Nürnberg und Elisabeth von Henneberg, mütterlicherseits stammte sie von Markgraf Friedrich II. von Meißen und Mathilde von Bayern ab. Beatrix wuchs in einer großen und politisch einflussreichen Familie auf. Zu ihren zehn Geschwistern gehörten Elisabeth, die als Ehefrau Ruprechts von der Pfalz Königin des römisch-deutschen Reiches wurde, sowie mehrere Frauen, die als Nonnen oder Äbtissinnen in den Klöstern Santa Clara und Seusslitz wirkten. Ihr Bruder Johann III. von Nürnberg heiratete Margarete von Böhmen, eine Tochter Kaiser Karls IV., während Friedrich I. von Brandenburg mit Elisabeth von Bayern-Landshut verheiratet war.
Der Ehevertrag zwischen Beatrix und Albrecht wurde am 11. Dezember 1374 in Passau geschlossen. Albrecht war ein Sohn Albrechts II. von Österreich und Johanna von Pfirt. Die Hochzeit fand wenige Monate später, am 4. März 1375, in Wien statt. Albrecht war zuvor mit Elisabeth von Böhmen, einer Tochter Kaiser Karls IV., verheiratet gewesen. Diese erste Ehe war 1373 kinderlos geblieben, als Elisabeth starb.
Nach ihrer Heirat regierte Beatrix als Herzogin an der Seite ihrer Schwägerin Viridis Visconti, der Ehefrau Leopolds III. Die beiden Frauen standen damit im Umfeld einer Herrscherfamilie, deren Besitzungen und politischen Zuständigkeiten in dieser Zeit neu geordnet wurden. Im Jahr 1379 verlor Beatrix ihren Rang als Herzogin über sämtliche österreichischen Länder infolge des Vertrags von Neuberg. Dieser Vertrag teilte die habsburgischen Besitzungen zwischen ihrem Ehemann und dessen Bruder Leopold III. auf. Leopold erhielt Österreich ob der Enns, das als Österreichische Vorlande bezeichnete Gebiet, sowie die bereits mit den habsburgischen Ländern verbundenen Herzogtümer Steiermark, Kärnten und Krain. Albrecht III. behielt dagegen Oberösterreich und Niederösterreich.
Aus der Ehe von Beatrix und Albrecht ging nur ein Sohn hervor: Albrecht IV. von Österreich, der am 19. September 1377 geboren wurde. Er trat später die Nachfolge seines Vaters an. Albrecht IV. heiratete Johanna Sophie von Bayern; aus dieser Verbindung gingen zwei Kinder hervor. Damit setzte Beatrix’ Ehe die dynastische Linie des österreichischen Herzogshauses fort.
Beatrix starb am 10. Juni 1414 in Perchtoldsdorf. Ihre letzte Ruhestätte fand sie im Wiener Stephansdom. Ihr Ehemann heiratete nach ihrem Tod nicht erneut. Albrecht III. starb am 29. August 1475 und wurde ebenfalls im Stephansdom beigesetzt. So blieb der gemeinsame Begräbnisort ein sichtbares Zeichen ihrer Verbindung, die durch ihre Heirat begründet worden war und in der Geschichte des österreichischen Hauses fortwirkte.
Quelle: Beatriz de Nuremberga (pt, 67052873). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0