Person

Barbara von Polen

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Geburt

  1. 15.07.1478

Tod

  1. 15.02.1534

Porträt von Barbara von Polen
Bildnachweis

German: Herzogin Barbara von Sachsen (1478-1534) Portrait of Barbara Duchess of Saxony (1478-1534), Gemäldegalerie Berlin title QS:P1476,de:"Herzogin Barbara von Sachsen (1478-1534) " label QS:Lde,"Herzogin Barbara von Sachsen (1478-1534) " label QS:Len,"Portrait of Barbara Duchess of Saxony (1478-1534), Gemäldegalerie Berlin" label QS:Lda,"Portræt af hertuginde Barbara af Sachsen, 1478-1534, Gemäldegalerie"

Lucas Cranach the Elder and workshop

1. kleio.org 2. cranach.ub.uni-heidelberg.de

Bildquelle: File:Lucas Cranach d.Ä. - Bildnis Barbara von Sachsen (Gemäldegalerie, Berlin).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Barbara Jagiellonka, auch Barbara von Polen genannt, wurde am 15. Juli 1478 in Sandomierz geboren. Sie war eine polnische Königstochter und litauische Fürstentochter aus der Jagiellonen-Dynastie. Ihre Eltern waren der polnische König Kasimir IV. und Elisabeth von Habsburg. Barbara war das zwölfte von dreizehn Kindern des Königspaares. Väterlicherseits stammte sie von Władysław II. Jagiełło, dem Großfürsten von Litauen, und dessen vierter Ehefrau Sophia Holszańska ab. Zu ihren mütterlichen Großeltern gehörten Albrecht II., König von Deutschland, Ungarn und Böhmen, sowie Elisabeth von Luxemburg, eine Prinzessin des Heiligen Römischen Reiches. Am 26. Juli 1478 wurde Barbara im Dom von Sandomierz getauft. Die Taufe leitete der Krakauer Bischof Jan Rytwiański. Ihren Namen erhielt sie nach ihrer Urgroßmutter Barbara von Cilli. Ihre Herkunft verband sie mit bedeutenden Herrscherhäusern Mittel- und Osteuropas und machte sie zu einer wichtigen Figur für die dynastische Politik ihrer Zeit. Am 11. August 1496 verlobte sich die damals achtzehnjährige Barbara mit Georg, dem Erben des sächsischen Throns, der kurz vor seinem fünfundzwanzigsten Geburtstag stand. Die Hochzeit fand am 21. November desselben Jahres in Leipzig statt. Das Fest wurde mit großer Pracht gefeiert; 6286 Angehörige des polnischen und deutschen Adels sollen daran teilgenommen haben. Die Ehe war ein zentraler Bestandteil der Beziehungen zwischen Polen und Sachsen. Für Barbaras Familie war sie zudem politisch bedeutsam, weil sie im anhaltenden Wettbewerb mit dem Haus Habsburg eine zusätzliche Verbindung zu einem mächtigen Herrscherhaus schuf. Im folgenden Jahr kam der erste Sohn des Paares, Christoph, zur Welt, starb jedoch bald. Insgesamt hatten Barbara und Georg zehn Kinder, von denen nur vier das Erwachsenenalter erreichten. Zu ihren Söhnen gehörten Johann, der als sächsischer Prinz Thronfolger wurde, und Friedrich. Johann war mit Elisabeth von Hessen verheiratet, hinterließ aber keine Kinder. Nach seinem Tod wurde Friedrich zum Thronfolger, obwohl er mit einer geistigen Behinderung geboren worden war. Er heiratete Elisabeth von Mansfeld, starb jedoch bereits vier Wochen nach der Hochzeit ebenfalls ohne Nachkommen. Die überlebenden Töchter spielten später durch ihre Ehen eine wichtige Rolle in der europäischen Fürstenwelt. Christina heiratete den hessischen Landgrafen Philipp und hatte zahlreiche Nachkommen. Magdalena wurde die Ehefrau des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. Hector und hatte ebenfalls Kinder. Weitere Kinder des Paares waren Wolfgang, Anna, ein zweiter Sohn namens Christoph, Agnes und Margarete; mehrere von ihnen starben bereits im Kindesalter. 1513 gründeten Barbara und Georg gemeinsam den Meißner Dom. In den überlieferten Berichten werden dort mehrere Gottesdienste und feierliche liturgische Veranstaltungen zu Ostern erwähnt. Die Stiftung unterstrich ihre religiöse Verbundenheit und ihre Stellung als fürstliches Ehepaar. Auch Barbaras persönliche Briefe geben Einblick in ihre Ehe. Als Georg 1514 am Ufer der Nordsee in Friesland militärische Kämpfe führte, schrieb sie ihm lange Briefe, die von Zuneigung und Sorge geprägt waren. Ihre Korrespondenz deutet auf eine liebevolle und glückliche Beziehung hin. Die Ehe, die ursprünglich vor allem politischen Interessen diente, entwickelte sich damit offenbar auch zu einer engen persönlichen Verbindung. Barbara starb am 15. Februar 1534. Georg soll über ihren Tod verzweifelt gewesen sein. In dieser Zeit ließ er sich einen Bart wachsen und erhielt deshalb später den Beinamen „der Bärtige“. Barbara vermachte ihr persönliches Eigentum ihrem Ehemann. Dem Meißner Dom schenkte sie außerdem ein goldenes Kreuz. Am 23. Februar 1534 wurde sie im Gewölbe der Sankt-Georgs-Kapelle im Meißner Dom beigesetzt. Georg überlebte seine Frau um fünf Jahre und starb am 17. April 1539 in Dresden. Nach seinem Tod war nur noch die Tochter Christina am Leben; die Söhne waren verstorben, ohne Nachkommen zu hinterlassen. Das Herzogtum Sachsen fiel daher an Georgs jüngeren Bruder Heinrich V. und später an dessen Sohn Moritz. Über ihre Tochter Christina wurden Barbara und Georg zu Vorfahren des letzten russischen Kaisers Nikolaus II. in weiblicher Linie.

Quelle: Барбара Ягеллонка (uk, 44935925). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0