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MargareteSachsenLüneburg
Unknown author Unknown author , Brunswick-Lüneburg Court miniaturist
Royal Collection RCIN 420434
Bildquelle: File:MargareteSachsenLüneburg.JPG · Lizenz: Public domain
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Biografie
Margarete von Sachsen wurde am 4. August 1469 in Meißen geboren. Sie entstammte der ernestinischen Linie der Wettiner und war eine Tochter des sächsischen Kurfürsten Ernst I. und dessen Ehefrau Elisabeth aus dem Herzogtum Bayern-München. Margarete war das sechste Kind und die zweite Tochter des Paares. Zu ihren Geschwistern gehörten die ältere Schwester Christina sowie die Brüder Friedrich, Ernst, Adalbert und Johann. Später kam noch der jüngere Bruder Wolfgang hinzu, der jedoch bereits im Alter von fünf Jahren starb.
Die Ehe ihrer Eltern galt als glücklich. Elisabeth widmete sich maßgeblich der sorgfältigen Erziehung und Ausbildung der Kinder. In ihren letzten Lebensjahren war sie schwer krank und starb, als Margarete vierzehn Jahre alt war. Ernst I. wurde als gutmütiger Mann mit herausragenden Tugenden beschrieben, auch wenn er gelegentlich jähzornig gewesen sein soll. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er nicht erneut. 1482 erbte er Thüringen. Aufgrund von Spannungen mit seinem Bruder Albrecht teilte er die Länder jedoch im Leipziger Vertrag mit ihm. Diese Teilung schwächte die Stellung Sachsens im Heiligen Römischen Reich erheblich. Kurz darauf starb Ernst, nachdem er von einem Pferd gestürzt war.
Im Alter von siebzehn Jahren wurde Margarete mit dem achtzehnjährigen Heinrich I. von Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Lüneburg, verheiratet. Die Trauung fand am 27. Februar 1487 in Celle statt. Heinrich hatte zuvor sechs Jahre am sächsischen Hof gelebt. Die Verhandlungen über die Ehe hatten möglicherweise schon 1469 begonnen, als Heinrichs Vater Otto von Braunschweig-Lüneburg ein Bündnis mit Margaretes Onkel Wilhelm II. geschlossen hatte. Die sächsische Seite verschob die Hochzeit offenbar, bis die Erweiterung der Celler Burg abgeschlossen war. Burg und Amt Celle waren Margarete als Witwensitz zugesagt worden.
Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. Die älteste Tochter Anna starb früh. Elisabeth heiratete Karl, den Herzog von Geldern, blieb jedoch kinderlos. Der Sohn Otto wurde Herzog von Braunschweig-Lüneburg und Fürst von Lüneburg und später Baron von Harburg. Er war mit Meta von Campe verheiratet und hatte sieben Kinder. Ernst regierte von 1520 bis 1546 als Herzog von Braunschweig-Lüneburg und Fürst von Lüneburg. Seine Ehe mit Sophie von Mecklenburg-Schwerin brachte zehn Kinder hervor. Die Tochter Apollonia trat in ein Kloster ein. Eine weitere Tochter namens Anna heiratete Barnim IX. den Frommen, Herzog von Pommern und Stettin, und hatte mit ihm sieben Kinder. Der jüngste Sohn Franz wurde Herzog von Braunschweig-Lüneburg und später Herzog von Gifhorn. Er war mit Klara von Sachsen-Lauenburg verheiratet und hatte zwei Töchter.
Eine schwere Belastung für Margaretes Ehe entstand 1520. Heinrich unterstützte bei der Wahl des Römischen Königs nicht den später gewählten Habsburger Karl. Aus Furcht vor möglichen Verfolgungen begab er sich an den französischen Hof und überließ die Regierung seinen Söhnen. Im selben Jahr begann er eine Beziehung mit Anna von Campe, die ihm zwei Kinder gebar. Diese Verbindung verschärfte den Gegensatz zwischen Heinrich und seinem strengen, moralisch anspruchsvollen Sohn Ernst, der sich auf die Seite seiner schwer gekränkten Mutter stellte.
Margarete starb am 7. Dezember 1528 in Weimar. Sie wurde in der dortigen Stadtkirche St. Peter und Paul beigesetzt. Heinrich schloss unmittelbar nach ihrem Tod eine nicht standesgemäße Ehe mit Anna von Campe.
Quelle: Маргарита Саксонська (1469—1528) (uk, 47819118). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0