Person

Isabel

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Geburt

Keine geprüfte Geburtsangabe vorhanden.

Tod

Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Biografie

Isabella von Kastilien, auf Spanisch Infanta Isabel de Castilla, wurde am 20. August 1518 in Valencia geboren und starb 1537 im Alter von 19 Jahren in Perpignan. Sie galt als kastilische Königstochter und war ein nie offiziell anerkanntes Mitglied des Hauses Habsburg. Ihre Existenz ist vor allem durch das Testament ihrer Mutter überliefert, in dem sie als „la Serenissima doña Ysabel, Ynfanta de Castilla“ genannt wird. Isabellas Mutter war Germana de Foix, die verwitwete Königin von Aragón. Germana war die zweite Ehefrau von Ferdinand II. von Aragón und damit die Stiefgroßmutter Karls, des späteren römisch-deutschen Kaisers Karl V. Der Vater der jungen Isabella war Karl V. selbst. Ihre Beziehung zu Germana musste jedoch streng geheim bleiben, da sie nach den damaligen rechtlichen und gesellschaftlichen Vorstellungen als inzestuös gegolten hätte: Germana war Karls Stiefgroßmutter und zugleich die Witwe seines Großvaters. Der Hintergrund dieser Verbindung lag in den politischen und familiären Umbrüchen der spanischen Monarchie. Nach dem Tod Ferdinands II. im Jahr 1516 übernahm Karl die tatsächliche Herrschaft, zunächst im Namen seiner Mutter Johanna, die als „die Wahnsinnige“ bekannt war. Karl traf Germana 1517 erstmals in Kastilien. Obwohl sie nur etwas mehr als zehn Jahre älter war als er, wurde sie in der Familienordnung als seine Großmutter betrachtet. Während seines Aufenthalts auf der Iberischen Halbinsel begleitete Germana Karl überallhin. In dieser Zeit dürfte Isabella gezeugt worden sein. Germana brachte das Kind am 20. August 1518 in Valencia heimlich zur Welt. Isabella war ein gesundes Mädchen und erhielt den Rang einer Infantin. Dass eine verwitwete Königin ein Kind geheim austrug, war im aragonesischen Königshaus nicht völlig ohne Vorbild. Auch Margarete von Prades, die Witwe des aragonesischen Königs Martin, hatte nach dem Tod ihres Mannes heimlich ein Kind geboren. Germana konnte ihre Beziehung zu Karl jedoch niemals legalisieren, da dies unter den damaligen Gesetzen und Bräuchen nicht möglich gewesen wäre. Karl sorgte angemessen für Germana und ließ die gemeinsame Tochter im Geheimen aufziehen. 1519 verheiratete er Germana mit Johann von Brandenburg, einem seiner deutschen Anhänger. Johann war ein Neffe des ungarischen Königs Wladislaus II., der einst als möglicher erster Ehemann Germana de Foix’ gegolten hatte. Johanns Bruder Georg von Brandenburg war am ungarischen Hof besonders einflussreich gewesen und hatte dort zeitweise als Vormund des jungen Königs Ludwig II. gelebt. Im Jahr 1520 nahm Karl Germana mit zu seiner Krönung zum deutschen König nach Aachen. Auf der Reise legten sie einen kurzen Aufenthalt am Hof Heinrichs VIII. von England ein. Dessen Ehefrau Katharina von Aragón war die jüngste Tochter Ferdinands des Katholischen, Germana de Foix’ erstem Ehemann. Später ernannte Karl Germana zur Statthalterin von Valencia. Dort lebte sie bis zu ihrem Tod. Über Isabellas eigenes Leben ist nur wenig bekannt. Sie blieb während der Lebenszeit ihrer Eltern verborgen und starb 1537 in Perpignan, ohne dass ihre Stellung öffentlich und offiziell anerkannt worden wäre. Ihre Mutter erwähnte sie dennoch in ihrem Testament. Gerade solche Testamente und andere Nachlassdokumente geben häufig den einzigen Hinweis auf Kinder, die im frühen Alter starben oder außerhalb einer Ehe geboren wurden. Chronisten hielten deren Geburt aus naheliegenden Gründen oftmals nicht fest. So wurde auch Isabellas Existenz erst durch die testamentarische Erwähnung Germana de Foix’ sichtbar.

Quelle: Izabella kasztíliai királyi hercegnő (hu, 26452733). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.