Person

Tadea von Österreich

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Geburt

Keine geprüfte Geburtsangabe vorhanden.

Tod

Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Biografie

Taddea d’Austria, auch Thadea d’Asburgo oder Tadea de la Peña genannt, war eine italienische Adlige und mutmaßlich eine der vier unehelichen Töchter Kaiser Karls V. Sie wurde Anfang 1523 in Bologna geboren. Ihre Mutter war Orsolina della Penna, eine als sehr schön beschriebene Adlige aus Perugia, die auch unter dem Namen „Pennina da Perugia“ bekannt war. Sie stammte aus der Familie Arcipreti della Penna, die seit dem Mittelalter zu den einflussreichen Familien des städtischen Lebens in Perugia gehörte. Orsolina hatte sich im Jahr vor Taddeas Geburt in den Niederlanden aufgehalten, wo sie ihrem Ehemann Valentino dei Cancellieri gefolgt war. Die Beziehung zu Karl V. entstand, als der spätere Kaiser 22 Jahre alt war. Taddea verbrachte die ersten dreizehn Jahre ihres Lebens in einem Kloster in der Umgebung von Perugia. Ihre Herkunft wurde öffentlich nicht anerkannt. Die Verantwortung für ihre Erziehung übernahm Giovanna di Borgogna, die sie zeitlebens begleiten sollte. Während Karls V. Italienzug, bei dem er 1529 und 1530 nach Italien kam, um von Papst Clemens VII. die Krone des Königs von Italien und die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches zu empfangen, wurde Taddea nach Bologna gebracht. Dort begegnete sie erstmals ihrem Vater. Ein weiteres Treffen zwischen den beiden fand zwischen Dezember 1532 und Februar 1533 ebenfalls in Bologna statt. Im Jahr 1536 heiratete die erst dreizehnjährige Taddea auf Initiative ihrer mütterlichen Onkel den aus Montefalco stammenden Adligen Sinibaldo dei Coppeschi, der auch unter den Namen de’ Cuppis oder de’ Cupis bekannt war. Karl V. war über die Eheschließung nicht informiert. Als er davon erfuhr, missbilligte er die Verbindung und äußerte seinen Unmut in Briefen an Taddeas Mutter, die er als „Pennina de Perosa“ bezeichnete. Wahrscheinlich hatte der Kaiser für seine Tochter eine standesgemäßere Ehe vorgesehen. Im selben Jahr verheiratete er seine ebenfalls uneheliche Tochter Margherita, die aus seiner Beziehung mit Giovanna van der Gheynst stammte, mit Alessandro de’ Medici. Nach ihrer Heirat lebte Taddea zwischen Montefalco und Rom. Die Familie de’ Cupis hatte ihre Stellung in Rom durch Bernardino und Giovanni Domenico de Cupis gefestigt. Taddeas kaiserliche Abstammung blieb dabei geheim oder wurde zumindest nicht öffentlich anerkannt. Nach dem Tod ihres Ehemanns und ihrer Mutter wandte sie sich zunehmend der Frage ihrer Herkunft zu. Auch nach dem Tod Karls V. im Jahr 1558, der im Kloster von Yuste starb, gab sie den Versuch nicht auf, ihre familiäre Verbindung offiziell bestätigen zu lassen. 1562 wandte sich Taddea an ihren Halbbruder Philipp II., der seit 1556 König von Spanien war. Sie legte Dokumente und Zeugenaussagen vor, die ihre Abstammung von Karl V. stützen sollten. In ihrer Bittschrift erklärte sie, sich dem Urteil des Königs zu unterwerfen. Sollte sich ihre Herkunft als wahr erweisen, so bat sie darum, die Anerkennung als eine Verpflichtung gegenüber Gott und den Menschen zu betrachten. Zugleich brachte sie ihre Freude über eine mögliche Bestätigung ihrer Abstammung zum Ausdruck. Eine Anerkennung durch Philipp II. ist jedoch nicht überliefert. Taddea starb einige Jahre später, vermutlich um 1562, in Rom. Lange Zeit begegneten Biografen Karls V. ihrer Existenz mit Skepsis. Die ersten bekannten Dokumente über Taddea wurden erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veröffentlicht. Sie befanden sich im Archivo General de Simancas und gehörten zu einem Dossier über „doña Tadea de la Peña“, die als natürliche Tochter Karls V. und Orsolina della Peña bezeichnet wurde. Bereits 1844 hatten Miguel Salvá und Pedro Sainz de Baranda das Dossier eingesehen und teilweise abgeschrieben, ohne die Abschriften zunächst zu veröffentlichen. 1853 machte der Historiker Modesto Lafuente auf die Dokumente aufmerksam. 1887 erschienen die früher angefertigten Transkriptionen, allerdings mit zahlreichen Fehlern und unvollständig. Eine umfassendere historische Untersuchung veröffentlichte Antonio Margaritelli 2017. Darin wurden wesentliche Dokumente des Dossiers, darunter zuvor unveröffentlichte Stücke, ausgewertet und als Belege für Karls V. Vaterschaft herangezogen.

Quelle: Taddea d'Austria (it, 150036973). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

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Partnerinnen und Partner

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