Person
Prince Luis of Orléans
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
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Tod
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Biografie
Luis Maria Felipe de Orléans y Borbón war ein spanischer Infant, der nur wenige Jahre lebte. Er wurde am 30. April 1867 im Palacio de San Telmo in Sevilla geboren, dem Wohnsitz seiner Eltern Antonio de Orléans, Herzog von Montpensier, und Luisa Fernanda de Borbón. Seine Mutter war eine Schwester der spanischen Königin Isabel II. Noch vor seiner Geburt bestimmte ein königliches Dekret vom 8. April 1867, dass ihr künftiger Neffe die Vorrechte eines spanischen Infanten genießen sollte. Luis war das zehnte und letzte Kind seiner Eltern.
Zu seinen Geschwistern gehörten María Isabel, die ihren Cousin Felipe de Orléans, Graf von Paris, heiratete und acht Kinder bekam, sowie María Amalia und María Cristina. Beide Schwestern starben jung an Tuberkulose. Eine weitere Schwester, María de la Regla, war bereits im Kindesalter gestorben. Außerdem hatte die Familie einen tot geborenen Sohn. Luis’ älterer Bruder Fernando María Felipe, der als Lieblingskind der Eltern galt, starb 1873 an Masern. Seine Schwester María de las Mercedes wurde später durch ihre Ehe mit ihrem Cousin Alfonso XII. Königin von Spanien, blieb jedoch kinderlos. Ein weiterer Bruder, Felipe Raimundo María, starb ebenfalls noch als Kind. Der älteste überlebende Bruder, Antonio María Luis, wurde spanischer Infant und Herzog von Galliera. Er heiratete seine Cousine, die Infantin Eulalia, trennte sich später von ihr und führte ein exzentrisches Leben.
Luis’ frühe Kindheit fiel in eine politisch bewegte Zeit. Als er ein Jahr alt war, stürzte die Revolution von 1868 seine Tante Isabel II. Die Königin ging mit ihrer Familie ins Exil. Die Familie Montpensier blieb zunächst in Spanien. Luis’ Vater versuchte 1870, selbst als Bewerber um die spanische Krone aufzutreten. Ein Duell mit Enrique de Borbón, das mit dem Tod seines Gegners endete, sowie die Wahl Amadeo de Saboyas zum König veränderten jedoch die politische Lage. Im folgenden Jahr ging auch die Familie Montpensier ins Exil nach Frankreich. Zu dieser Zeit war Frankreich eine Republik, und Luis’ Vater besaß dort das Schloss von Randan.
Luis war gesundheitlich besonders empfindlich. Seine schwache und zarte Konstitution prägte den kurzen Verlauf seines Lebens. Wenn seine Eltern und Geschwister nach Paris reisten, blieb er gewöhnlich im Schloss von Randan zurück. Dort wurde er von Ammen betreut. Die familiären und politischen Umstände führten dazu, dass seine Kindheit weitgehend im Umfeld der Residenzen und des französischen Exils verlief.
Am 21. Mai 1874 starb Luis im Alter von sieben Jahren im Schloss von Randan, dem französischen Wohnsitz seiner Eltern. Sein Tod erfolgte nur fünf Monate nach dem Tod seines Bruders Fernando, mit dem ihn die Familie später in der königlichen Kapelle von Dreux bestatten ließ. Dort erinnert auch eine liegende Kinderstatue an ihn. Das Werk mit dem Motiv eines verhüllten Kindes stammt von dem Bildhauer Aimé Millet und trägt den Namen „L’Enfant voilé“. Luis blieb damit eine nur kurz lebende Gestalt der spanischen Bourbonenfamilie, deren Kindheit von dynastischen Verbindungen, politischen Umbrüchen und dem Exil seiner Angehörigen geprägt war.
Quelle: Luis María Felipe de Orleans (1867-1874) (es, 171562441). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
Kinder
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Partnerinnen und Partner
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