Person

Prince Fernando of Orléans

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Geburt

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Tod

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Biografie

Ferdinand d’Orléans, mit vollständigem Namen Fernando María Enrique Carlos de Orleans y Borbón, wurde am 29. Mai 1859 in Sanlúcar de Barrameda in Spanien geboren. Er war ein französischer Prinz aus dem Haus Orléans und zugleich Infant von Spanien. Sein Leben stand im Zeichen der engen Verbindungen zwischen dem französischen und dem spanischen Königshaus sowie der politischen Umbrüche, die seine Familie im 19. Jahrhundert prägten. Ferdinand war das älteste und sechste von insgesamt zehn Kindern des Antoine d’Orléans, Herzogs von Montpensier, und dessen Ehefrau Louise-Fernande de Bourbon, einer spanischen Infantin. Sein Vorname erinnerte an den heiligen Ferdinand von Kastilien, dessen Gedenktag auf den folgenden Tag fiel. Als Taufpaten traten sein Onkel Henri d’Orléans, Herzog von Aumale, und dessen Ehefrau Marie-Caroline auf. Über seinen Vater war Ferdinand ein Enkel des französischen Königs Louis-Philippe I., der infolge der Revolution von 1848 den Thron verloren hatte. Seine Mutter war eine Enkelin Ferdinands VII., des Königs von Spanien. Nach der französischen Revolution von 1848 hatte sich Ferdinands Familie in Sevilla niedergelassen. Dort lebten seine Eltern zunächst im Palast von San Telmo; außerdem besaßen die Orléans weitere Anwesen in Sanlúcar de Barrameda. Bereits vor Ferdinands Geburt hatte seine Tante mütterlicherseits, Königin Isabella II. von Spanien, eine besondere Regelung getroffen. Da sie damals noch kein überlebendes Kind hatte, bestimmte sie 1850, dass die Kinder ihrer Schwester den Titel eines spanischen Infanten tragen sollten. Ferdinand erhielt diesen Rang ebenso wie seine älteren Schwestern. Am 10. Oktober 1859 wurde er gemeinsam mit seinem Vater offiziell zum Infant von Spanien erhoben. Seine Kindheit verbrachte Ferdinand überwiegend in Sevilla und Sanlúcar. Von den zehn Kindern seiner Eltern erreichten neben ihm nur fünf das vierzehnte Lebensjahr: Marie-Isabelle, Marie-Amélie, Marie-Christine, Mercedes und Antoine. Diese hohe Kindersterblichkeit prägte das familiäre Umfeld. Als ältester Sohn ruhten auf Ferdinand zudem die Hoffnungen seiner Eltern, die in ihm eine wichtige Zukunft für die Familie sahen. Seine erste Ausbildung erhielt er im Palacio de las Dueñas in Sevilla. Sein Erzieher war Bruno Moreno, der als Sekretär für seinen Vater arbeitete und dessen besonderes Vertrauen genoss. Moreno unterrichtete den jungen Prinzen in spanischer Grammatik und Mathematik. Religionsunterricht und biblische Geschichte erhielt Ferdinand von Don Juan Domingo Eguezabal, dem Kaplan von San Telmo. Die Ausbildung verband damit weltliche Fächer mit einer religiösen Erziehung, wie sie für einen Prinzen seiner Herkunft als wichtig angesehen wurde. Im Jahr 1868 veränderte die spanische Revolution das Leben der Familie grundlegend. Ferdinand und seine Angehörigen mussten Spanien verlassen und gingen ins Exil. Zunächst lebten sie in Frankreich auf Schloss Randan, anschließend in Lissabon und später wieder in Frankreich. Zwar kehrte die Familie 1870 vorübergehend nach Sevilla zurück, doch noch im selben Jahr verließ sie Spanien erneut. Die politischen Ereignisse erschwerten Ferdinands Bildungsweg und verhinderten, dass er seine Studien bei den Maristen im Kolleg von Valldemia im katalanischen Mataró fortsetzen konnte. In dieser Gegend waren zu jener Zeit karlistische Patrouillen unterwegs, sodass ein Aufenthalt dort als nicht sicher galt. Stattdessen wurde Ferdinand Schüler des Kleinen Seminars von La Chapelle-Saint-Mesmin im französischen Département Loiret. Dort starb er am 3. Dezember 1873 im Alter von nur vierzehn Jahren an einer plötzlich und schwer verlaufenden Maserninfektion. Sein früher Tod beendete die Hoffnungen, die seine Eltern auf ihren ältesten Sohn gesetzt hatten. Ferdinand wurde in der königlichen Kapelle von Dreux beigesetzt, der traditionellen Begräbnisstätte des Hauses Orléans. Sein Grab befindet sich im nördlichen Umgang der Kapelle. Ein von Aimé Millet geschaffenes Liegebild stellt ihn mit einem Buch in der Hand dar und erinnert damit zugleich an seine kurze Ausbildungszeit und seine Stellung als junger Prinz. Von seiner Geburt bis zum 10. Oktober 1859 führte Ferdinand den Titel Königliche Hoheit, Prinz Ferdinand de Orleans y Borbón. Danach trug er bis zu seinem Tod den Titel Königliche Hoheit Ferdinand de Orleans y Borbón, Infant von Spanien und Prinz von Orléans. Zu seinen Auszeichnungen gehörten das Großkreuz des spanischen Ordens Karls III. sowie der Orden vom Goldenen Vlies, in den er am 28. November 1859 als 997. Ritter aufgenommen wurde.

Quelle: Ferdinand d'Orléans (1859-1873) (fr, 234077070). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

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Partnerinnen und Partner

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