Person

Philipp Prosper von Spanien

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Geburt

  1. 28.11.1657

Tod

  1. 01.11.1661

Porträt von Philipp Prosper von Spanien
Bildnachweis

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Diego Velázquez

habsburger.net

Bildquelle: File:Prince Philip Prospero by Diego Velázquez.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Philip Prospero, Fürst von Asturien, wurde am 28. November 1657 als erster Sohn Philipps IV. von Spanien und dessen zweiter Ehefrau Mariana von Österreich geboren, der das Säuglingsalter überlebte. Seine Geburt hatte für das spanische Königshaus und das vom Machtverlust bedrohte Spanien große Bedeutung. Seit dem frühen Tod Baltasar Carlos’, des Sohnes Philipps IV. aus dessen erster Ehe mit Elisabeth von Frankreich, hatte der König keinen lebenden männlichen Erben mehr. Als Thronfolgerin galt zunächst seine Tochter Maria Theresia, doch ihre mögliche Nachfolge hätte nach ihrer Heirat zu dynastischen Konflikten zwischen ihren Ehemännern führen können. Die Geburt des Prinzen wurde daher mit außergewöhnlicher Freude aufgenommen. Astrologen hatten dem König versichert, dass ihm ein Sohn geboren werde, der leben würde. Der streng gläubige Katholik Philip IV. verband seine Hoffnung auf einen männlichen Erben mit religiösen Übungen und Gebeten. Mariana brachte den Jungen am Vormittag zur Welt, erkrankte danach jedoch am Kindbettfieber. Die Nachricht von der Geburt löste in Madrid große Feierlichkeiten aus. Straßen und Palast wurden geschmückt, und es waren Tänze, Maskenspiele, Stierkämpfe, Reiterspiele und Theateraufführungen geplant. Angehörige der Hofgesellschaft, städtische Vertreter und zahlreiche Untertanen überbrachten dem König ihre Glückwünsche. Der politische Schriftsteller Diego Fernández de Medrano y Zenizeros widmete dem Kind eine Abhandlung, in der er es als künftigen „vollkommenen Fürsten“ und als Verteidiger der katholischen Kirche verherrlichte. Nach katholischem Brauch wurde der Säugling bis zu seiner Taufe lediglich „der Prinz“ genannt. Am 13. Dezember 1657, eine Woche nach der Ankunft des Königs in den festlich geschmückten Straßen Madrids, wurde Philip Prospero vom Erzbischof von Toledo getauft. Das hierfür verwendete Weihwasser war von Ordensleuten aus dem Jordan mitgebracht worden. Zeitgenössische Berichte schildern, dass der Säugling während der Taufe kräftig schrie und der König darin ein gutes Zeichen für die Zukunft des Hauses sah. Die Feierlichkeiten kosteten Philip IV. 600.000 Dukaten. 1658 wurde Philip Prospero als Erbe seines Vaters und als Fürst von Asturien vereidigt. Seine Geburt erleichterte zugleich eine wichtige außenpolitische Entscheidung. Frankreich und Spanien verhandelten über ein Ende ihrer langjährigen Feindschaft. Da Spanien nun wieder einen männlichen Thronfolger hatte, konnte Philip IV. seine älteste Tochter Maria Theresia mit dem französischen König Ludwig XIV. verheiraten. Die Vereinbarung mündete im Pyrenäenvertrag, der den Krieg zwischen beiden Mächten beendete und Frankreich zur führenden Macht Europas machte. Trotz seiner politischen Bedeutung war Philip Prospero gesundheitlich äußerst schwach. Er musste ständig ein Amulett bei sich tragen, was auch auf einem Porträt Diego Velázquez’ zu sehen ist. Velázquez malte den Prinzen 1659 im Alter von etwa drei Jahren. Das Bild entstand zusammen mit einem Porträt seiner Schwester Margarita Teresa und war für Kaiser Leopold I. bestimmt, den Bruder ihrer Mutter und späteren Ehemann Margaritas. Der Junge steht vor einem dunklen Hintergrund, neben einem kleinen Stuhl mit einem ruhenden Spaniel. Seine blasse Erscheinung, die leicht leeren Augen und die schlaffe Haltung vermitteln einen Eindruck körperlicher Zerbrechlichkeit. Über seinem Gewand hängen mehrere Schutzamulette und kleine Metallglöckchen. Das Bild zeigt damit nicht nur ein Kind, sondern auch die Unsicherheit, auf der die dynastischen Hoffnungen Spaniens beruhten: Das Schicksal des Reiches hing von einem kränklichen jungen Erben ab. Philip Prospero blieb auch in den folgenden Jahren häufig krank. Er litt unter Epilepsie und besaß vermutlich aufgrund der wiederholten Verwandtschaftsverbindungen innerhalb seiner Familie ein besonders schwaches Immunsystem. Philip IV. ließ sogar die Reliquien des heiligen Diego von Alcalá in den Palast bringen, um die Heilung seines Sohnes zu erbitten. Am 1. November 1661 erlitt der Prinz im Königlichen Alcázar von Madrid einen schweren epileptischen Anfall und starb im Alter von knapp vier Jahren. Sein Tod traf den König tief. In einem Brief an die Ordensfrau Sor María de Ágreda schrieb Philip IV., die lange Krankheit seines Sohnes und die ständige Pflege an dessen Krankenbett hätten ihn ebenso belastet wie der Schmerz über den Verlust. Er bezeichnete Philip Prospero als kostbaren Schatz und erklärte, sein Kummer werde noch dadurch verstärkt, dass er den Tod als göttliche Strafe für die eigenen Sünden deutete. Fünf Tage nach dem Tod des Prinzen wurde Philipps jüngster Sohn und letztes Kind, der Infante Karl, geboren. Dieser bestieg 1665 als Karl II. den spanischen Thron.

Quelle: Philip Prospero, Prince of Asturias (en, 1359290915). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.