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Paula Mariana von Brasilien

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Porträt von Paula Mariana von Brasilien
Bildnachweis

German: Paula Marianne von Brasilien label QS:Lde,"Paula Marianne von Brasilien"

Simplício Rodrigues de Sá

Unknown source Unknown source "Dona Paula Mariana Joana Carlota de Bragança (1823-1833) – Filha de D. Pedro I e da Imperatriz Leopoldina."

Bildquelle: File:D. Paula Mariana de Bragança (1823-1833).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Paula Mariana Joana Carlota Faustina Matias Francisca Xavier de Paula Micaela Gabriela Rafaela Gonzaga de Bragança wurde am 17. Februar 1823 im Palácio Imperial de São Cristóvão in Rio de Janeiro geboren. Sie war die dritte Tochter und das fünfte Kind des brasilianischen Kaisers Pedro I. und seiner ersten Ehefrau, der österreichischen Erzherzogin Maria Leopoldina. Als Mitglied des brasilianischen Zweigs des Hauses Braganza trug sie seit ihrer Geburt den Ehrentitel „Dona“ und wurde als Prinzessin Paula Mariana von Brasilien bezeichnet. Ihre außergewöhnlich lange Namensfolge entsprach den Gepflogenheiten der portugiesischen Königsfamilie. Der Name Paula erinnerte zudem an São Paulo, wo 1822 die Unabhängigkeit Brasiliens erklärt worden war. Paula wurde eine Woche nach ihrer Geburt in der Kirche Nossa Senhora do Monte do Carmo getauft. Über ihren Vater war sie eine Enkelin des portugiesischen Königs João VI. und dessen Ehefrau Carlota Joaquina von Spanien; mütterlicherseits stammte sie vom österreichischen Kaiser Franz I. ab. Ihre familiären Verbindungen reichten damit in mehrere europäische Herrscherhäuser. Paula kam kurz nach der Gründung des unabhängigen Kaiserreichs Brasilien zur Welt. Da ihr Vater zu diesem Zeitpunkt nur Töchter hatte, hätte sie in der portugiesischen Thronfolge zunächst eine wichtige Stellung einnehmen können. Das portugiesische Recht schloss sie jedoch aus, weil sie nach der brasilianischen Unabhängigkeit als Ausländerin geboren worden war. Ihre ältere Schwester Maria da Glória, die 1819 geboren worden war, blieb dagegen erbberechtigt und bestieg später den portugiesischen Thron. Die ersten Jahre ihres Lebens waren von familiären Verlusten geprägt. Am 11. Dezember 1826 starb ihre Mutter nach einer Fehlgeburt, als Paula erst drei Jahre alt war. Zeitgenössisch kursierten Gerüchte, Pedro I. habe Maria Leopoldina während eines heftigen Streits verletzt und dadurch ihren Tod verursacht. Zeugen erklärten jedoch, dass es bei dem Streit lediglich zu gegenseitigen Beschimpfungen gekommen sei. Nach dem Tod seiner Frau heiratete Pedro am 17. Oktober 1829 Amélia von Leuchtenberg. Sie wurde zur Stiefmutter von Paula und ihren Geschwistern Maria da Glória, Januária, Francisca und Pedro. Die Kinder nahmen Amélia gut an und betrachteten sie als neue mütterliche Bezugsperson. Paula und ihre Geschwister wurden unterdessen vor allem von einem ehemaligen Sklaven, ihrer Hofdame Mariana de Verna Coutinho und ihrem gesetzlichen Vormund betreut. Auch ein afrobrasilianischer Kriegsveteran namens Rafael kümmerte sich um die Kinder. Pedro ernannte vor seiner Abreise José Bonifácio de Andrada zum gesetzlichen Vormund und bestimmte Coutinho zur weiteren Betreuung. Rafael blieb dem Kaiser bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 1889 treu verbunden. Am 7. April 1831 dankte Pedro I. als Kaiser von Brasilien ab, um in Portugal die Ansprüche seiner ältesten Tochter Maria da Glória zu unterstützen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Amélia und Maria da Glória verließ er Brasilien. Paula, Januária, Francisca und ihr Bruder Pedro blieben zurück, da sie im Fall des Todes ihres Bruders als mögliche Erbinnen des brasilianischen Thrones galten. Die Kinder sahen ihren Vater und ihre Stiefmutter danach nicht wieder. Pedro wurde von seinem Sohn Pedro, dem späteren Kaiser Pedro II., abgelöst, der zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind war. Die zurückgebliebenen Geschwister entwickelten eine enge Beziehung und waren stark aufeinander angewiesen. Paula und ihre Schwestern unterstützten ihren jüngeren Bruder, der nun Kaiser war. Sie besuchten regelmäßig die Kirche von Glória, lernten, spielten und nahmen gemeinsam die Mahlzeiten ein. Bei der öffentlichen Ausrufung Pedro II. zum neuen Kaiser am 9. April 1831 standen seine Schwestern neben ihm am Fenster des Palastes. Paula galt als friedlich, tapfer und ergeben. Sie war freundlich und beklagte sich nur selten, obwohl sie seit ihrer Kindheit gesundheitliche Probleme hatte. Häufig war sie so krank, dass sie nicht am Unterricht mit ihren Geschwistern teilnehmen konnte. Bis zur Mitte des Jahres 1831 führte sie, sofern ihre Kräfte es erlaubten, dennoch ein aktives Leben und wuchs körperlich kräftig heran. Insgesamt blieb sie jedoch zart und nie vollständig gesund. Ende 1832 erkrankte Paula schwer. Der Historiker Roderick Barman vermutete später eine Meningitis, während der Forscher Mick Isle von Malaria ausging. Die Ärzte behandelten sie unter anderem mit Chinin, Suppen, Blutegeln, Senfpflastern und säurehaltigen Mitteln, die auf die Haut aufgetragen wurden. Diese Methoden brachten keine Besserung und verursachten der Prinzessin offenbar große Schmerzen. Paula starb am 16. Januar 1833 in Rio de Janeiro, nur einen Monat vor ihrem zehnten Geburtstag. Ihre Beisetzung wurde als großes Staatsbegräbnis begangen. Auf Wunsch ihres Vaters wurde sie zunächst neben ihrer Mutter im Kloster Nossa Senhora da Ajuda bestattet. Als das Kloster 1911 im Zuge der Vorbereitungen für seinen Abriss und die Anlage der Cinelândia weichen sollte, überführte man die sterblichen Überreste in das Kloster Santo Antônio. Dort liegt Paula heute neben Angehörigen ihrer Familie. Ihr früher Tod verstärkte das Gefühl der Verlassenheit bei ihren Geschwistern. Nur ein Jahr später, 1834, starb auch ihr Vater.

Quelle: Paula de Bragança (pt, 71410282). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

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