Person
Mathilde von Österreich-Teschen
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
25.01.1849
Tod
06.06.1867

Bildnachweis
Archduchess Mathilda of Austria-Teschen
L Angerer
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Bildquelle: File:Archduchess Mathilda of Austria-Teschen.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Erzherzogin Mathilde Marie Adelgunde Alexandra von Österreich wurde am 25. Jänner 1849 in Wien geboren. Sie entstammte dem Haus Habsburg-Lothringen und war die zweite Tochter des Feldmarschallleutnants Erzherzog Albrecht und dessen Frau, der Prinzessin Hildegard Luise von Bayern. Über ihre Mutter war Mathilde eine Enkelin des abgedankten bayerischen Königs Ludwig I. und eine Nichte König Maximilians II. von Bayern. Ihre Vornamen erinnerten an die drei Schwestern ihrer Mutter, zu denen Hildegard ein enges Verhältnis gehabt hatte.
Mathilde hatte eine ältere Schwester, Maria Theresia, und einen älteren Bruder, Karl Albrecht. Ihr Bruder starb jedoch bereits im Alter von 18 Monaten an den Pocken. Maria Theresia heiratete 1865 Herzog Philipp von Württemberg. Die Familie lebte in sehr wohlhabenden Verhältnissen. Erzherzog Albrecht besaß die Weilburg, eine prächtige Sommerresidenz in Baden bei Wien, die er von seiner Mutter geerbt hatte. Dort verbrachte die Familie fast jeden Sommer. Mathildes Mutter Hildegard war wegen ihrer Wohltätigkeit beim Volk sehr beliebt und wurde sogar „Engelsherz“ genannt. Sie erzog auch ihre Töchter zu karitativem Handeln.
Während der kalten Jahreszeit wohnte die Familie im Palais Erzherzog Albrecht in Wien, das unmittelbar an die Hofburg angrenzte und heute als Albertina bekannt ist. Mathilde stand dadurch in engem Kontakt mit der kaiserlichen Familie. Kaiserin Elisabeth, ihre Cousine, hielt sich gern in der Gesellschaft von Mathildes Mutter auf. Wegen der militärischen Aufgaben Erzherzog Albrechts war die Familie allerdings häufig voneinander getrennt. Mathilde wurde zunächst in Salzburg, Berchtesgaden und München aufgezogen. Nachdem ihr Vater zum Militär- und Zivilgouverneur in Ungarn ernannt worden war, lebte die Familie zeitweise gemeinsam in Ofen, dem heutigen Buda, unter anderem im dortigen Burgpalast.
Ein schwerer Einschnitt war der Tod ihrer Mutter im Jahr 1864. Hildegard war auf der Rückreise von München erkrankt, wohin sie zur Beisetzung ihres Bruders Maximilian II. gereist war, und starb Anfang April in Wien. Mathilde war zu diesem Zeitpunkt erst 15 Jahre alt.
Ihre Erziehung war konservativ und katholisch geprägt. Am 28. Oktober 1865 empfing sie in der Wiener Hofburgkapelle die Firmung. Das Sakrament spendete Kardinal Fürsterzbischof Rauscher, ihre Firmpatin war ihre Tante Adelgunde von Bayern, die als Herzogin von Modena verheiratet war. Im selben Jahr übernahm Mathilde bei der Taufe ihrer Nichte Marie Amelie von Württemberg stellvertretend die Patenschaft für Königin Victoria. Die Zeremonie fand im Beisein des Kaisers und zahlreicher Mitglieder des Kaiserhauses statt.
Auf Wunsch des Kaisers erhielt Mathilde 1866 und 1867 Unterricht in Geschichte und Literatur bei Leopold Neumann, einem Professor der Universität Wien für diplomatische Staatengeschichte und Völkerrecht. Zu ihrem Freundeskreis gehörte die gleichaltrige Erzherzogin Marie Therese, die später Königin von Bayern wurde. Ein entfernter Cousin, Erzherzog Ludwig Salvator, soll sich in Mathilde verliebt und sie als seine künftige Braut betrachtet haben; eine Verlobung kam jedoch nicht zustande. Stattdessen war vorgesehen, dass Mathilde Prinz Umberto von Savoyen heiraten und Königin von Italien werden sollte. Diese Verbindung hätte möglicherweise dazu beitragen sollen, die angespannten Beziehungen zwischen Österreich und Italien zu verbessern.
Mathildes Leben endete kurz vor ihrem neunzehnten Geburtstag auf tragische Weise. Am 22. Mai 1867 geriet im Palais Erzherzog Albrecht in Wien ihr Kleid aus ungeklärter Ursache in Brand. Bei dem Unglück erlitt sie schwere Verbrennungen, unter anderem an Hals, Schultern, Rücken und Teilen der Arme. Eine zeitgenössische Schilderung berichtet, dass sie die Flammen zunächst selbst bemerkte und auf den Gang lief, bevor Bedienstete das Feuer mit einem Mantel und Wasser zu löschen versuchten. Als mögliche Ursache wurde vermutet, dass sie auf ein Zündholz getreten sein könnte. Eine andere Version brachte den Brand mit einem leicht entzündlichen, glycerinimprägnierten Musselinkleid und einer heimlich gerauchten Zigarette in Verbindung. Mathilde soll die Zigarette aus Furcht vor ihrem Vater hinter ihrem weiten Kleid verborgen haben, worauf der Stoff Feuer fing.
Trotz der Rettungsversuche erlag die Erzherzogin am 6. Juni 1867 um sechs Uhr früh im kaiserlichen Gästehaus Schloss Hetzendorf bei Wien ihren Verletzungen. Sie starb an den Folgen der Verbrennungen, die als „Erschöpfung“ bezeichnet wurden. Ihr Leichnam wurde am 10. Juni bei Fackelschein unter großer Anteilnahme des Hofstaats und einer schweigenden Menschenmenge in die Hofburgkapelle überführt. Am folgenden Tag wurde ihr Herz getrennt in der Herzgruft der Wiener Augustinerkirche beigesetzt. Die feierliche Beerdigung fand in der Kaisergruft unter dem Wiener Kapuzinerkloster statt. Ihr Sarkophag wurde neben dem ihrer Mutter aufgestellt. Heute ruhen Mathilde, ihre Mutter Hildegard und ihr früh verstorbener Bruder Karl Albrecht nebeneinander in der sogenannten Neuen Gruft der Kapuzinergruft.
Quelle: Mathilde von Österreich-Teschen (de, 267778254). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
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Kinder
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Partnerinnen und Partner
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