Person
Hildegard Luise von Bayern
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
10.06.1825
Tod
02.04.1864

Bildnachweis
Hildegard Prinzessin von Bayern
Joseph Karl Stieler
https://www.neumeister.com/kunstwerksuche/kunstdatenbank/ergebnis/66-262 previously in Nádasdy Castle, Sárvár
Bildquelle: File:Hildegard Prinzessin von Bayern.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Hildegard Luise Charlotte Therese Friederike von Bayern wurde am 10. Juni 1825 in Würzburg geboren. Sie entstammte dem Haus Wittelsbach und war das siebte von neun Kindern des bayerischen Königs Ludwig I. und seiner Ehefrau Therese Charlotte Luise, einer Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen und späteren Königin von Bayern. Zu ihren Geschwistern gehörten der spätere König Maximilian II. von Bayern, der spätere König Otto I. von Griechenland, der spätere bayerische Regent Luitpold sowie mehrere Prinzessinnen und Prinzen. Ihr Vorname wurde ursprünglich als „Hildegarde“ geschrieben; nach ihrer Hochzeit setzte sich jedoch die Form „Hildegard“ durch und wurde auch in amtlichen Dokumenten verwendet.
Am 1. Mai 1844 heiratete die neunzehnjährige Prinzessin in München den österreichischen Erzherzog Albrecht Friedrich von Österreich-Teschen. Er war ein Sohn des Erzherzogs Karl, des ersten Herzogs von Teschen und erfolgreichen Heerführers der Schlacht bei Aspern von 1809. Der spätere Kaiser Franz Joseph beschrieb Hildegard kurz nach der Hochzeit als hübsch, liebenswürdig und von schöner Gestalt, bemerkte jedoch auch eine Ähnlichkeit mit seiner Mutter, Erzherzogin Sophie. Durch ihre Ehe wurde Hildegard österreichische Erzherzogin und Herzogin von Teschen.
Das Paar hatte drei Kinder. Die älteste Tochter, Erzherzogin Maria Theresia Anna, wurde 1845 geboren und heiratete später Philipp von Württemberg. Der einzige Sohn, Erzherzog Karl Albrecht Ludwig, kam 1847 zur Welt, starb jedoch noch vor seinem ersten Geburtstag. Die zweite Tochter, Erzherzogin Mathilde Maria Adelgunde Alexandra, wurde 1849 geboren. Nach ihrer Geburt kam es bei Hildegard zu Komplikationen, sodass sie trotz längerer Behandlungen und Kuraufenthalte keine weiteren Kinder mehr bekommen konnte. Mathilde starb 1867 im Alter von achtzehn Jahren an schweren Verbrennungen. Bei einer Feier im Schloss Hetzendorf hatte ihre Kleidung Feuer gefangen, als sie eine brennende Zigarette vor ihrem Vater verbergen wollte.
Hildegards Ehemann erbte 1847 nach dem Tod seines Vaters den Titel des Herzogs von Teschen und umfangreiche Besitzungen. Dadurch wurde er zu einem der reichsten Männer des Kaiserreichs. Zum Erbe gehörten wertvolle Immobilien in Pressburg und Wien, darunter der Wiener Erzherzogspalast mit der bedeutenden Kunstsammlung der Familie, die später als Albertina bekannt wurde. Hildegard und Albrecht bezogen den Palast. Albrecht wurde 1845 zum militärischen Oberbefehlshaber in Nieder- und Oberösterreich sowie Salzburg ernannt. 1851 übernahm er das Amt des Statthalters in Ungarn, und 1863 wurde er zum Feldmarschall befördert.
Hildegard nahm am höfischen und karitativen Leben teil. Sie war Mitglied des Sternkreuzordens und des bayerischen Theresienordens und übernahm die Schirmherrschaft über mehrere Wohltätigkeitsorganisationen. Außerdem stand sie ihrer Nichte, Kaiserin Elisabeth von Österreich, als Vertraute nahe. Damit verbanden sich in ihrer Person die bayerische Herkunft aus dem Haus Wittelsbach und die Stellung innerhalb der österreichischen Habsburgermonarchie.
Im Jahr 1864 reiste Hildegard zur Beisetzung ihres Bruders, des bayerischen Königs Maximilian II. Während dieser Reise erkältete sie sich und erkrankte an einer Brustfellentzündung. Sie starb am 2. April 1864 in Wien. An ihrem Sterbebett war ihre Nichte, Kaiserin Elisabeth, anwesend. Hildegard wurde in der Wiener Kapuzinerkirche in der Kaisergruft beigesetzt.
Ihr Witwer Albrecht blieb nach ihrem Tod ohne männlichen Erben. 1874, nach dem Tod seines Bruders Erzherzog Karl Ferdinand, adoptierte er dessen Söhne. Albrecht starb am 18. Februar 1895 im Alter von 78 Jahren im südtirolischen Arco. Den Titel des dritten Herzogs von Teschen und die herzoglichen Besitzungen erbte sein ältester Neffe Erzherzog Friedrich.
Quelle: Hildegárd Lujza bajor királyi hercegnő (hu, 27542075). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0