Person

Maria Isabella d’Orléans-Montpensier

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Geburt

  1. 21.09.1848

  2. 1848

Tod

  1. 1919

  2. 23.04.1919

Porträt von Maria Isabella d’Orléans-Montpensier
Bildnachweis

Marie-Isabelle Comtesse de Paris

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Bildquelle: File:Marie-Isabelle Comtesse de Paris.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maria Isabel von Orléans, vollständig Maria Isabel Francisca de Asís Antonia Luisa Fernanda Cristina Amelia Felipa Adelaide Josefa Elena Enriqueta Carolina Justina R de Orléans y Borbón, wurde am 21. September 1848 im Alcázar von Sevilla geboren und starb am 23. April 1919 in Villamanrique de la Condesa bei Sevilla. Sie war eine französische Prinzessin aus dem Haus Orléans und zugleich spanische Infantin. Durch ihre Ehe führte sie später den Titel einer Gräfin von Paris. Sie war die Tochter von Antoine von Orléans und der spanischen Infantin Luisa Fernanda. Ihr Vater war der jüngere Sohn des letzten französischen Königs Louis-Philippe I. und dessen Ehefrau Maria Amalia von Neapel-Sizilien. Ihre Mutter entstammte dem spanischen Königshaus: Luisa Fernanda war eine Tochter König Ferdinands VII. und dessen vierter Ehefrau Maria Christina von Bourbon-Sizilien. Maria Isabel verband damit zwei bedeutende europäische Dynastien, das französische Haus Orléans und die spanischen Bourbonen. Am 30. Mai 1864 heiratete sie ihren Cousin Philippe von Orléans, der als Philipp VII. Anspruch auf den französischen Thron erhob. Die Ehe fiel in eine politisch bewegte Zeit, in der monarchische Familien Europas durch verwandtschaftliche Beziehungen eng miteinander verbunden waren, zugleich aber mit Exil, Thronansprüchen und dem Wandel der Staatsformen konfrontiert wurden. Maria Isabel und ihr Mann hatten acht Kinder. Die älteste Tochter Amélie wurde später durch ihre Ehe mit Karl I. Königin von Portugal. Ihr Sohn Louis Philippe Robert heiratete Marie Dorothée von Österreich. Weitere Kinder waren Hélène, Ferdinand, Charles, Isabelle, Françoise, Anne und Louise. Die Familienverbindungen ihrer Kinder und Enkel reichten in zahlreiche europäische Fürstenhäuser. Dazu gehörten unter anderem die Häuser Savoyen-Aosta, Bourbon-Sizilien, Orléans-Braganza und verschiedene deutsche und österreichische Adelsfamilien. Besonders eng war Maria Isabels Familie mit der spanischen Thronfolge verbunden. Ihre Tochter Louise heiratete Prinz Carlos von Bourbon-Sizilien. Deren Tochter Maria de las Mercedes wurde die Ehefrau von Juan, dem Grafen von Barcelona, und Mutter des späteren spanischen Königs Juan Carlos I. Damit gehörte Maria Isabel zu den Vorfahren einer Linie, die im 20. Jahrhundert wieder eine zentrale Rolle in der spanischen Monarchie einnahm. Auch Juan Carlos’ Kinder, darunter König Felipe VI., stammten aus dieser weit verzweigten dynastischen Verbindung. Die Lebensumstände Maria Isabels waren mehrfach vom politischen Exil geprägt. Nach dem Sturz der französischen Monarchie mussten sie und ihr Ehemann Frankreich verlassen und lebten zunächst in England. Erst 1871 erhielten sie die Erlaubnis zur Rückkehr. Danach hielt sich das Paar in Paris und in der Normandie auf. 1886 mussten sie Frankreich erneut verlassen. Ihr Mann starb am 8. September 1894 im Exil in Buckinghamshire. Seitdem führte Maria Isabel den Titel der verwitweten Gräfin von Paris. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie wieder in Frankreich, blieb jedoch eng mit Spanien verbunden, ihrer Geburtsheimat und dem Land ihrer mütterlichen Familie. Sie starb 1919 in ihrem Palast in Villamanrique de la Condesa nahe Sevilla. Ihr Leben spiegelte die Geschichte der europäischen Hochadelsfamilien im 19. Jahrhundert wider: dynastische Ehen, enge Verwandtschaft zwischen den Königshäusern, politische Umbrüche und wiederholte Erfahrungen von Exil und Rückkehr prägten ihre Biografie. Ihre Titel veränderten sich im Laufe ihres Lebens. Von ihrer Geburt bis zur Hochzeit war sie Prinzessin von Orléans und spanische Infantin. Nach der Heirat wurde sie Gräfin von Paris und blieb zugleich spanische Infantin. Nach dem Tod ihres Mannes trug sie bis zu ihrem Tod den Titel der verwitweten Gräfin von Paris.

Quelle: Մարիա Իզաբել Օռլեանցի (hy, 10863972). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0