Person
Maria de los Dolores Beatrix, Österreich, Erzherzogin
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
Keine geprüfte Geburtsangabe vorhanden.
Tod
Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Bildnachweis
Archiduchess Dolores of Austria
Hermann Clemens Kosel
www.flickr.com/photos/mrsfujita/sets/72157608078882466(Published as a postcard in Europe)
Bildquelle: File:Archiduchess Dolores of Austria.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Dolores von Österreich-Toskana wurde am 5. Mai 1891 in Lemberg geboren und starb am 10. April 1974 im italienischen Viareggio. Sie gehörte dem toskanischen Zweig des Hauses Habsburg-Lothringen an und war die älteste Tochter des Erzherzogs Leopold Salvator von Österreich-Toskana und dessen Ehefrau Blanca von Bourbon und Bourbon-Parma. Ihre mütterliche Familie war mit dem spanischen, parmesischen und französischen Hochadel verbunden: Blanca war die älteste Tochter von Carlos, Herzog von Madrid, einem carlistischen Thronprätendenten Spaniens.
Dolores wuchs in den letzten Jahren der österreichisch-ungarischen Monarchie auf. Ihre Familie lebte in wohlhabenden Verhältnissen und besaß in Wien den Toskanapalast sowie Schloss Wilhelminenberg, das als Landsitz diente. Die Ferien verbrachte sie häufig in Italien, wo ihre Mutter ein Landgut in der Nähe von Viareggio besaß. Dolores wurde gemeinsam mit ihren jüngeren Schwestern Inmaculada und Margarita erzogen. Die drei Schwestern standen sich nahe und teilten ihr Interesse an den Künsten. Dolores zeigte besonderes Talent im Zeichnen.
Ihre Ausbildung war stark von Sprachen geprägt. Neben Deutsch lernte sie Französisch, Spanisch, Ungarisch und Italienisch. Das häusliche Umfeld war durch die unterschiedlichen familiären und politischen Traditionen ihrer Eltern ausgesprochen vielsprachig und international. Zu ihren väterlichen Vorfahren gehörten frühere Herrscher Österreichs, der Toskana und des Königreichs beider Sizilien, während ihre mütterlichen Vorfahren mit den Dynastien Spaniens, Parmas und Frankreichs verbunden waren. Ihr Vater hatte eine militärische Laufbahn eingeschlagen, war aber zugleich als Erfinder tätig und besaß mehrere Patente für militärische Geräte. Während des Ersten Weltkriegs dienten er und zwei ältere Brüder von Dolores in der österreichisch-ungarischen Armee.
Das Ende der Monarchie im Jahr 1918 veränderte das Leben der Familie grundlegend. Die republikanische Regierung Österreichs beschlagnahmte den Besitz der kaiserlichen Familie, wodurch Dolores und ihre Angehörigen ihr Vermögen verloren. Ihre älteren Brüder Raniero und Leopold blieben in Österreich und erkannten die neue Republik an. Dolores emigrierte dagegen mit ihren Eltern und den übrigen Geschwistern nach Spanien. Im Januar 1919 ließ sich die Familie in Barcelona nieder und lebte dort fast zehn Jahre unter bescheidenen Bedingungen.
Der soziale Abstieg war deutlich spürbar. Während die Familie früher im Schloss Wilhelminenberg achtzig Bedienstete beschäftigt hatte, mussten Dolores, ihre Mutter und ihre Schwestern in Barcelona den Haushalt selbst führen. Einnahmen aus den französischen Patenten ihres Vaters und der Verkauf einiger Schmuckstücke ihrer Mutter ermöglichten es ihnen schließlich, ein eigenes Haus zu kaufen. Dolores blieb unverheiratet und hatte keine Kinder. Seit ihrer Kindheit litt sie außerdem unter einer leichten Gehbehinderung.
Ihr Vater starb 1931 während eines Aufenthalts in Österreich. Die politische Unruhe in Spanien während der Zweiten Republik veranlasste die Familie in den folgenden Jahren, nach Österreich zurückzukehren. Dort konnten sie drei Zimmer in ihrer früheren Wiener Residenz, dem Toskanapalast, mieten. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 verließ Dolores Wien jedoch gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder. Sie zogen in die Tenuta Reale, eine Villa der mütterlichen Familie nahe Viareggio in Italien.
Mit dem Fortschreiten des Zweiten Weltkriegs verschlechterte sich auch dort die Lage. Dolores kehrte deshalb mit ihrer Mutter, ihrem Bruder Erzherzog Karl und dessen Familie nach Barcelona zurück. Nach dem Ende des Krieges ging die Familie wieder nach Viareggio. Als ihre Mutter 1949 starb, kehrte Dolores zunächst nach Barcelona zurück.
In den 1960er Jahren fühlte sie sich, von ihren Geschwistern getrennt, zunehmend einsam. In Barcelona lernte sie einen hochrangigen Beamten der Post kennen, der dort eingesetzt war. Zwischen der gebildeten und freundlichen Frau und dem kultivierten Mann entwickelte sich eine enge Freundschaft, die für Dolores zu einer platonischen Liebesbeziehung wurde. Beide führten anspruchsvolle Gespräche über Geschichte, Philosophie und Literatur. Als der Mann später als Leiter des Fernmeldewesens nach Lleida versetzt wurde, folgte Dolores ihm und lebte einige Jahre mit ihm im dortigen Fernmeldepalast, wo sie gut versorgt wurde und Dienstpersonal zur Verfügung hatte.
Schließlich nahm Dolores aus eigenem Entschluss Kontakt zu ihrer Schwester Margarita auf. Margarita holte sie ab, und beide reisten gemeinsam nach Italien. Dolores ließ sich erneut in der Tenuta Reale bei Viareggio nieder, die ihr und ihren Geschwistern gehörte. Dort verbrachte sie ihre letzten Lebensjahre zusammen mit ihren verwitweten Schwestern Margarita und Inmaculada. Dolores von Österreich-Toskana starb am 10. April 1974 im Alter von 82 Jahren in Viareggio.
Quelle: Dolores de Austria (es, 168655789). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
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Partnerinnen und Partner
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