Person

Margarethe von Österreich

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Geburt

  1. 16.02.1536

Tod

  1. 12.03.1567

Biografie

Margaretha von Österreich wurde am 16. Februar 1536 in Innsbruck geboren. Sie war das neunte Kind und die siebte Tochter von Ferdinand I., dem späteren Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie König von Böhmen und Ungarn, und dessen Ehefrau Anna von Böhmen und Ungarn aus dem Haus Jagiellon. Durch ihren Vater stammte sie von Philipp I. von Kastilien und Johanna I. von Kastilien, León und Aragón ab. Über ihre Mutter war sie eine Enkelin des böhmischen und ungarischen Königs Wladislaw II. und von Anna de Foix. Margaretha gehörte damit dem habsburgischen Herrscherhaus an und trug als geborene Erzherzogin von Österreich außerdem die Titel einer Prinzessin von Böhmen und Ungarn. Eine wichtige politische Rolle spielte ihre mögliche Heirat. Während des Augsburger Reichstags von 1550 berieten Kaiser Karl V. und sein Bruder Ferdinand I. über die künftige Nachfolge im Reich. Ihre Schwester Maria, die Königin von Ungarn und Böhmen, vermittelte zwischen den Brüdern. Sie schlug vor, Margaretha mit Philipp, dem Sohn Karls V. und zukünftigen König von Spanien, zu verheiraten. Der Plan war Teil der dynastischen Verhandlungen, wurde jedoch im Verlauf der Gespräche über die Nachfolge wieder verworfen. Margaretha blieb daher unverheiratet. Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Magdalena entschied sie sich bewusst für ein religiös geprägtes Leben außerhalb der Ehe. Die beiden Schwestern wollten ein Kloster gründen, das sowohl adligen Frauen als auch einfachen Bürgerinnen offenstehen sollte, die ein frommes Leben führen wollten, ohne sich vollständig aus der Welt zurückzuziehen. Ihr Vater lehnte diese Entscheidung zunächst ab. Später schloss sich ihnen ihre jüngere Schwester Helena an. Wegen ihrer schwachen Gesundheit erschien Helena eine Heirat ebenfalls kaum möglich. Die drei Schwestern bildeten am Hof eine religiöse Gemeinschaft. Sie lebten nach einer geistlichen Ordnung, die ihre Beichtväter und geistlichen Berater für sie ausgearbeitet hatten. Ihr gemeinsames Ziel war ein Leben der Frömmigkeit und der Zurückgezogenheit, verbunden mit der Gründung einer eigenen klösterlichen Einrichtung. Auf diese Weise verbanden sie ihre Stellung am habsburgischen Hof mit einem religiösen Lebensentwurf, der sowohl aristokratischen Frauen als auch anderen Frauen offenstehen sollte. Margaretha erlebte die Fertigstellung des geplanten Klosters jedoch nicht mehr. Sie starb am 12. März in Hall in Tirol, bevor der Bau abgeschlossen war. Der Artikel nennt als Todesjahr 1567. Ihre Bestrebungen wirkten dennoch über ihren Tod hinaus: Sie zählt zu den Mitbegründerinnen des Klosters vom Heiligsten Herzen in Hall in Tirol. Im Jahr 1572 wurden ihre sterblichen Überreste in die Jesuitenkirche in Hall in Tirol überführt und dort erneut beigesetzt. Margarethas Leben stand im Spannungsfeld zwischen dynastischer Politik und persönlicher Frömmigkeit. Als Tochter eines Kaisers und Schwester bedeutender Herrscherinnen war sie in die Heirats- und Nachfolgepolitik der Habsburger eingebunden. Zugleich entschied sie sich gemeinsam mit ihren Schwestern gegen eine dynastische Ehe und für die Gründung einer religiösen Gemeinschaft. Ihre Erinnerung ist daher besonders mit dem klösterlichen Projekt in Hall in Tirol verbunden, das ihrem Wunsch nach einem frommen Leben und einer geistlichen Gemeinschaft Ausdruck gab.

Quelle: Маргарита Австрийская (1536—1567) (ru, 128947640). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.