Person

Magdalena von Österreich

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Geburt

  1. 14.08.1532

Tod

  1. 1590

  2. 10.09.1590

Porträt von Magdalena von Österreich
Bildnachweis

Erzherzogin Magdalena (1532-1590)

Giuseppe Arcimboldo

Kunsthistorisches Museum Wien, Bilddatenbank .

Bildquelle: File:Giuseppe Arcimboldi 004.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maddalena d’Asburgo, im Deutschen Magdalena von Österreich, wurde am 14. August 1532 in Innsbruck geboren. Sie war eine Tochter des habsburgischen Erzherzogs Ferdinand, des späteren Kaisers Ferdinand I., und Anna Jagiellonica, die aus dem böhmisch-ungarischen Königshaus stammte. Magdalena wuchs damit in einem bedeutenden europäischen Herrscherhaus auf, widmete ihr Leben jedoch vor allem der Religion und der karitativen Arbeit. Die katholische Kirche verehrt sie als Ehrwürdige. Gemeinsam mit ihren Schwestern Margareta und Helena gründete Magdalena in Hall in Tirol das Collegium Virginum. Zu dieser Stiftung gehörte auch eine Kirche, die dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht war. Der Bau begann 1567 und wurde zwei Jahre später abgeschlossen. Margareta erlebte die Vollendung des Werkes allerdings nicht mehr; sie starb am 12. März 1567. Im folgenden Jahr zogen Magdalena und Helena zusammen mit sechs weiteren Bewerberinnen in das neu errichtete Kloster ein. Magdalena übernahm die Leitung der Gemeinschaft. In den zweiundzwanzig Jahren, die ihr noch blieben, prägte sie das Kloster durch großen religiösen Eifer und intensive Frömmigkeit. Geistlich begleitet und unterstützt wurde sie von dem Jesuiten Petrus Canisius, der später als Heiliger verehrt wurde. Unter Magdalenas Schutz und auf seine Anregung hin kamen auch Jesuiten nach Hall. In der nahe gelegenen Stadt Innsbruck hatten sie kurz zuvor ihr erstes österreichisches Kloster gegründet. Die Verbindung zu den Jesuiten stärkte die geistliche Ausrichtung der Stiftung und trug dazu bei, Hall zu einem wichtigen religiösen Mittelpunkt zu machen. Bereits zu ihren Lebzeiten galt Magdalena vielen Menschen als heilig. Dieser Ruf bestand auch nach ihrem Tod am 10. September 1590 in Hall in Tirol fort. Noch im 18. Jahrhundert wurden zahlreiche Gebete zu ihren Ehren gesprochen, was die anhaltende Verehrung erkennen lässt. Nach den diözesanen Untersuchungen wurde am 23. August 1905 das Dekret zur Einleitung des apostolischen Verfahrens erlassen. Die von Magdalena begründete Gemeinschaft entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg zu einer angesehenen religiösen und wohltätigen Einrichtung. Das Kloster nahm bis zu vierzig adlige Frauen auf und wurde für viele Adelsfamilien zu einer Anlaufstelle, die ihre jüngeren Töchter der Kirche anvertrauten. Sein Einfluss reichte weit über Tirol hinaus: Er erstreckte sich von Graubünden über das Salzburger Land bis nach Ober- und Niederösterreich sowie nach Bayern. Das Kloster verband eine konsequente geistliche Lebensführung mit caritativer Tätigkeit und bewahrte dadurch seine Bedeutung für die regionale Gesellschaft. Im Lauf der Zeit blieb die Stiftung jedoch nicht von politischen und religiösen Umbrüchen verschont. Die unter Kaiser Joseph II. einsetzende Verfolgung beziehungsweise Aufhebung von Klöstern führte 1783 zur Zerstörung der Gründung. Ihre Erinnerung und ihr religiöses Erbe wirkten dennoch weiter. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die ehemalige Klosterkirche erneut zum Mittelpunkt einer religiösen Einrichtung. Erzherzog Franz Ferdinand erwarb die bereits entweihte Kirche mit den angrenzenden Gebäuden kurz vor seiner Ermordung im Jahr 1914 zurück und schenkte den gesamten Komplex den aus Belgien berufenen Töchtern des Heiligsten Herzens Jesu. 1917 erfolgte unter dem Schutz und der Förderung des seliggesprochenen Kaisers Karl von Österreich die dauerhafte Ansiedlung der Ordensschwestern. Die Kirche war 1914 von Papst Pius X. zur Basilica minor erhoben worden. 1935 wurden Magdalenas sterbliche Überreste in die Ostwand der Klosterkirche überführt. Damit erhielt die Gründerin auch räumlich einen dauerhaften Platz in der von ihr entscheidend geprägten Stiftung. Ihr Geist blieb nach der Wiederbelebung der Einrichtung lebendig. Die ununterbrochene Beobachtung der Ordensdisziplin sowie der fortdauernde religiöse und karitative Eifer wurden als kennzeichnend für die von ihr ins Leben gerufene Gemeinschaft beschrieben. Magdalena von Österreich blieb so über ihren Tod hinaus eine prägende Gestalt der religiösen Geschichte Tirols und ein Vorbild für Frömmigkeit, Leitung und soziale Fürsorge.

Quelle: Maddalena d'Asburgo (it, 147295031). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.