Person

Leopoldo de Austria

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Geburt

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Tod

Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Biografie

Leopold von Österreich wurde um 1515 vermutlich in Gent geboren und starb 1557 in Villanueva de la Serena. Er war ein unehelicher Sohn Maximilians I. von Habsburg und Margareta von Rottal. Zu seinen Verwandten gehörten sein Halbbruder Philipp der Schöne, der König von Kastilien wurde, sowie sein Bruder Georg von Österreich, der ebenfalls Bischof war. Leopold erhielt eine gründliche humanistische Ausbildung und wurde für eine kirchliche Laufbahn bestimmt. Zu diesem Zweck kam er nach Spanien, wo sein Neffe Karl I. als König und später als Kaiser herrschte. Leopolds erster bedeutender akademischer Posten war das Amt des Rektors der Universität Salamanca, das er im Studienjahr 1536/37 ausübte. In dieser Funktion geriet er wiederholt mit dem Kanzler Juan de Quiñones aneinander. Die Spannungen könnten auf persönliche oder institutionelle Meinungsverschiedenheiten zurückgegangen sein; zugleich wurde Leopold offenbar als nicht ausreichend geeignet für die Leitung der Universität angesehen. Deshalb stellte man ihm einen Berater zur Seite. Als Rektor verfolgte er unter anderem das Ziel, Clenardus für einen Lehrstuhl für Latein, Griechisch und Arabisch zurückzugewinnen. Dieser Versuch blieb jedoch erfolglos. Der Konflikt an der Universität endete schließlich damit, dass Leopold zum Bischof von Córdoba erhoben wurde. Dieses Amt bekleidete er von 1541 bis 1557. Auch in Córdoba war seine Amtszeit von Auseinandersetzungen geprägt. Er geriet mit dem Domkapitel und besonders mit dem Dekan Juan Fernández de Córdoba in Konflikt. Innerhalb des bischöflichen Umfelds gelang es ihm zunächst, eine ihm loyale Gruppe zu etablieren. Die Spannungen hielten jedoch an und machten 1545 sogar das Eingreifen seines Neffen Karl V. erforderlich. Leopold war nicht nur kirchlicher Würdenträger, sondern auch in die politischen und militärischen Angelegenheiten der Habsburgermonarchie eingebunden. 1546 lieh er Karl V. 5.000 Dukaten für den Schmalkaldischen Krieg gegen den protestantischen Schmalkaldischen Bund. Da der Monarch das Geld nicht zurückzahlte, verweigerte Leopold 1552 eine weitere geforderte Unterstützung in Höhe von 15.000 Dukaten für die deutschen Kriege. Seine Teilnahme am Konzil von Trient war zunächst vorgesehen und bestätigt worden. Nachdem er jedoch erkrankte, entschied er sich, nach Spanien zurückzukehren. In Córdoba residierte Leopold in einem als Alameda del Obispo bekannten Palais. Dieses Gebäude wurde später auch von den nachfolgenden Bischöfen der Stadt genutzt. Während seines Episkopats förderte er zahlreiche kirchliche Bau- und Ausstattungsarbeiten. Seine Unterstützung erstreckte sich unter anderem auf die Kirchen San Pedro, San Lorenzo, Santa Marina, San Nicolás de la Ajerquía und Santo Domingo de Silos. Außerdem ließ er Arbeiten am Bischofspalast und am Querhaus der Moschee-Kathedrale von Córdoba durchführen. Die Bauarbeiten an diesem zentralen Bereich förderte und finanzierte er in besonderem Maß. Im Jahr 1557 besuchte Leopold seinen inzwischen zurückgezogen lebenden Neffen Karl im Kloster von Yuste. Auf der Rückreise erkrankte er vermutlich an Malaria, die er sich nach einigen Chroniken während der Reise zugezogen haben könnte. Er starb noch unterwegs in Villanueva de la Serena im September desselben Jahres. Sein Leichnam wurde nach Córdoba überführt und im Januar 1558 im Zentrum des Querhauses der Moschee-Kathedrale beigesetzt, dessen Ausbau eng mit seiner Förderung verbunden war. Leopold hatte außerdem einen unehelichen Sohn namens Maximilian von Österreich, der 1555 geboren wurde und 1614 starb. Seine Mutter war Catalina Aspert, mit der Leopold eine Beziehung unterhielt. Maximilian schlug ebenfalls eine kirchliche Laufbahn ein und wurde später Bischof von Cádiz, Segovia und Santiago. Um die Zukunft seines Sohnes abzusichern, erwarb Leopold die Stadt Fuente Obejuna. Die erste Zahlung dafür belief sich auf 100.000 Dukaten. Die Stadt vermachte er seinem Sohn in seinem Testament. Leopolds Leben verband damit humanistische Bildung, akademische Verantwortung, eine einflussreiche kirchliche Laufbahn und die politischen Interessen der Habsburger. Seine Zeit als Bischof von Córdoba war durch Konflikte innerhalb der Kirche und durch seine Beziehungen zum habsburgischen Herrscherhaus bestimmt. Zugleich hinterließ er durch die von ihm geförderten Bauarbeiten sichtbare Spuren im religiösen und architektonischen Erbe Córdobas.

Quelle: Leopoldo de Austria (obispo de Córdoba) (es, 174121554). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

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Partnerinnen und Partner

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